BBSRSmarte Praxisbeispiele für Kommunen

Zusammenarbeit und Austausch sind für Smart Cities essenziell. Ein Kompendium des BBSR liefert Inspiration aus der Praxis.
(Bildquelle: Julien Eichinger / Fotolia.com)
Übertragbarkeit und interkommunaler Austausch sind zentrale Voraussetzungen dafür, dass Smart-City-Projekte über lokale Modellversuche hinaus Wirkung entfalten. Um mögliche Inspiration und konkrete Ansätze zur Nachnutzung leichter aufzufinden, hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ein Kompendium und eine interaktive Storymap veröffentlicht, in der Smart-City-Projekte aus ganz Deutschland präsentiert werden (wir berichteten). Nun liegt der zweite Teil des BBSR-Kompendiums „Smart Cities und Smart Regions“ vor, der 30 weitere Praxisbeispiele aus ganz Deutschland vorstellt. Die begleitende Storymap greift diese neuen Inhalte auf, zudem gibt es dort einen vertiefenden Einblick in das Projekt „Digitaler Recyclinghof“ aus Duisburg. Karten, Filterfunktionen und kompakte Projektbeschreibungen sollen den Zugang zu den Praxisbeispielen erleichtern und eine gezielte Recherche unterstützen .
Neue Handlungsfelder im Fokus
Das Kompendium will Städte und Gemeinden dabei unterstützen, bewährte digitale Lösungen auf die eigenen Rahmenbedingungen zu übertragen. Projektsteckbriefe beschreiben konkrete Herausforderungen vor Ort, zeigen die gewählten Lösungsansätze und nennen Aufwand, Kosten sowie beteiligte Akteure. So erhalten Kommunen eine praktische Orientierung für eigene Vorhaben. Die neuen Beispiele ergänzen den ersten Band um die Handlungsfelder Wirtschaft, Soziales, E-Government und Städtebau und sie zeigen, wie Kommunen digitale Technologien heute einsetzen und weiterentwickeln.
Nah an der Praxis
Die Beispiele reichen von der Steuerung von Besucherströmen bei Großveranstaltungen über die Vernetzung von Mobilitätsangeboten bis hin zur Echtzeit-Erfassung von Umweltdaten und digitalen Beteiligungsplattformen für Bürgerinnen und Bürger. „Die Beispiele zeigen, wie Kommunen Digitalisierung pragmatisch und Schritt für Schritt in den Alltag integrieren. Viele Projekte beginnen mit einer konkreten Herausforderung vor Ort und entwickeln daraus Lösungen mit spürbarem Nutzen für Bürgerinnen und Bürger. Genau diese Erfahrungen machen wir mit dem Kompendium sichtbar und für andere Kommunen nutzbar“, sagt Bettina Distel, Projektleiterin im BBSR und Ko-Autorin des Kompendiums.
• Kompendium „Smart Cities und Smart Regions“ – Teil 2
• Storymap
Mannheim: Sensoren schützen Rheinbrücken
[06.07.2026] Optische Sensoren erfassen ab sofort den Verkehr auf den beiden Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen. Das von der Smart City Mannheim realisierte Monitorungprojekt soll dazu beitragen, Verkehrsströme transparent zu machen und gezielte Maßnahmen zum Schutz der Bauwerke abzuleiten. mehr...
Aalen / Heidenheim: Hoher Praxisnutzen
[29.06.2026] In Aalen und Heidenheim wird Smart City praxisnah: Sensoren liefern Daten zu Glatteis, Pegelständen und weiteren Risiken. Eine gemeinsame Plattform verbindet diese Informationen und unterstützt Verwaltung, Feuerwehr und Bauhof im Alltag. mehr...
Wiesbaden: Positive Bilanz zum Digitalen Zwilling
[29.06.2026] Der Digitale Zwilling Wiesbaden hat sich für die Stadt seit seinem Start im Sommer vergangenen Jahres bereits zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt. mehr...
Hamm: Smart-City-Strategie beschlossen
[29.06.2026] Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Stadt Hamm in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen angestoßen und teils bereits umgesetzt. Für den Zeitraum 2027 bis 2032 wird die Strategie nun als Smart-City-Strategie fortgeschrieben. Die Bürger können mitbestimmen, welche Themen künftig stärker in den Fokus rücken sollen. mehr...
Serie Smart Cities, Teil 3: Mit Zwilling planen
[25.06.2026] Urbane Digitale Zwillinge erlauben es Kommunen, Daten zu ihrem Stadtgebiet strukturiert sichtbar und für Entscheidungen nutzbar zu machen, etwa in der Verkehrs- oder Wärmeplanung. Beim Aufbau eines Digitalen Zwillings lohnt es sich, auf Kooperation zu setzen. mehr...
MPSC: Vom Piloten zur Praxis (2) – Nachnutzung braucht Struktur
[24.06.2026] Die Modellprojekte Smart Cities haben viele erfolgreiche Lösungen und auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit hervorgebracht. Nun geht es darum, entstandene Netzwerke, Unterstützungsangebote und Entwicklungsgemeinschaften zu verankern - nur so können die Pilotprojekte breit nachgenutzt werden. mehr...
BBSR: Die Wirkung von Smart-City-Vorhaben darstellen
[24.06.2026] Smarte digitale Projekte stärken die regionale Wirtschaft – aber oft indirekt. Das erschwert es Kommunen, den konkreten Nutzen zu benennen und argumentativ zu vertreten, etwa gegenüber Politik oder Projektpartnern. Eine Praxishilfe erklärt, wie Kommunen solche Effekte erkennen und verständlich vermitteln können. mehr...
Klimawandel: Daten gegen den Hitzestress
[23.06.2026] Auf die Herausforderungen des Klimawandels können Städte nicht nur mit baulich-physischen Maßnahmen reagieren. Auch der Aus- und Umbau der digitalen Dateninfrastruktur und die systematische Organisation klimarelevanter Daten stärken die kommunale Resilienz. mehr...
MPSC: Vom Piloten zur Praxis (1) – Zusammenarbeit statt Insellösungen
[23.06.2026] Seit 2019 gibt es das Fördervorhaben Modellprojekte Smart Cities, über 70 Kommunen und Regionen haben bisher teilgenommen. Dabei entstanden nicht nur viele erfolgreiche technische Lösungen, sondern auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit – für viele Beteiligte ein entscheidender Faktor. mehr...
Gütersloh: Sensoren erfassen Parkplatzauslastung
[12.06.2026] Mit Bodensensoren erfasst die Stadt Gütersloh zurzeit die Auslastung von vier Fahrzeugstellplätzen an der Königstraße. Die Daten sollen in die Planungen zur Umgestaltung des Kreuzungsbereichs zur Hohenzollernstraße einfließen, der ein Unfallschwerpunkt ist. mehr...
Studie: Digitale Zwillinge in der Praxis
[10.06.2026] Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat eine neue Veröffentlichung zum Thema urbane Digitale Zwillinge herausgegeben, die im Rahmen der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities entstanden ist. mehr...
Serie Smart Cities, Teil 2: Sensoren sinnvoll nutzen
[20.05.2026] Sensorik und Internet of Things sind das Nervensystem der smarten Stadt – sie liefern Daten, welche Prozesse optimieren und die Entscheidungsfindung erleichtern können. Beim Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur können Kommunen auch klein starten. mehr...
Lübeck: Weitere Kreuzungen digitalisiert
[11.05.2026] In Lübeck werden derzeit vier Kreuzungen mit einem innovativen System zur Verkehrserfassung ausgestattet. Die Hansestadt setzt damit ein weiteres Teilprojekt im Rahmen ihres Vorhabens VIAA um. mehr...
Plattformen: Von smart zu intelligent
[30.04.2026] Digitale Lösungen können Prozesse beschleunigen, Mitarbeitende entlasten und den Bürgerservice verbessern. Drei Bausteine bringen Kommunen auf diesem Weg entscheidend voran: urbane Datenplattformen, Automatisierungs- und KI-Plattformen. mehr...




















