Kreis Lippekrz unterstützt bei Corona-Daten
Mit Beginn der Corona-Krise und der Abstrichnahmen im Detmolder Hangar im Frühjahr 2020 hat der Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen schnell erkannt, dass für die optimale Abwicklung dieser komplexen Aufgabe und die Koordination der beteiligten Stellen eine eigene Software nötig ist. Wie das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) berichtet, hat der Kreis daher unter Zuhilfenahme moderner Entwicklungsmethoden und -werkzeuge zeitnah eine Anwendung entwickelt. Diese verwalte und koordiniere die Vergabe der Testtermine, registriere und verwalte die vorgenommenen Abstriche inklusive der vom Labor per Fax zurückgemeldeten Ergebnisse und übernehme darüber hinaus die Koordination der Kontaktverfolgungs-Teams.
Im Laufe der Zeit seien neue Anforderungen an die Software hinzugekommen – so musste beispielsweise die Arbeit mobiler Abstrich-Teams integriert werden. Auch diese Aufgabe sei zeitnah in der Anwendung realisiert worden. Was akut und schnell entwickelt wurde, werde nun schon seit mehreren Monaten erfolgreich von den Gesundheitsämtern genutzt. Gleichzeitig sei die Anwendung im Moment sehr wichtig – so wichtig, dass der Betrieb permanent aufrechterhalten und die Anwendung zügig gewartet werden müsse. Das sei Grund genug für den Kreis Lippe gewesen, das krz um Unterstützung zu bitten. Wie das Rechenzentrum mitteilt, sind drei seiner Mitarbeiter seit Anfang November an der Pflege und Weiterentwicklung der Anwendung beteiligt, um die Entwickler des Kreises zu entlasten und die Pflege der Anwendung auf mehrere Schultern zu verteilen. Dieses Projekt habe für den neuen Geschäftsbereich 50 – Digitalisierung und Innovation derzeit höchste Priorität, um in der Krise gemeinsam effiziente Lösungen und schnelle Hilfe etablieren und bereitstellen zu können, so der Leiter der Software-Entwicklung Christian Beermann.
Zunächst sollen die Entwickler des Lemgoer IT-Dienstleisters Aufgaben übernehmen, die bei einer solch zeitkritischen Entwicklung naturgemäß hintenanstehen, wie etwa die Dokumentation der entstandenen Software, die Behebung eventuell auftretender Störungen sowie den 3rd Level Support gegenüber dem Gesundheitsamt des Kreises Lippe.
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