Samstag, 7. Februar 2026

OZGOnline-Aufenthaltserlaubnis im Pilotbetrieb

[06.05.2022] In zehn Bundesländern startete der Online-Service, mit dem Geflüchtete aus der Ukraine ihre Aufenthaltserlaubnis beantragen können – zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts in rund 50 Kommunen. Der Dienst entlastet Antragsteller wie Behörden und soll sukzessive ausgeweitet werden.

Neben Informationen und Hilfsangeboten steht im Hilfsportal Germany4Ukraine nun auch der Online-Dienst zur elektronischen Beantragung der Aufenthaltserlaubnis bereit – zunächst im Pilotbetrieb. Der mehrsprachige Online-Antrag war innerhalb weniger Wochen mit Beteiligung von Geflüchteten aus der Ukraine entwickelt worden (wir berichteten).
Geflüchtete können an zentraler Stelle ihren Antrag ausfüllen und an die beteiligten Ausländerbehörden übermitteln. Über die Eingabe ihrer Postleitzahl oder der Übermittlung des aktuellen Standorts sehen die Antragsteller, ob an ihrem Wohnort die digitale Antragstellung bereits möglich ist. Sollte das nicht der Fall sein, werden die Kontaktdaten der zuständigen Behörde angezeigt. An die jeweilige Ausländerbehörde übermittelte Daten können dort maschinenlesbar weiterverarbeitet werden. Nach wie vor müssen Geflüchtete jedoch für die Identitätsprüfung und Aufnahme der biometrischen Daten in der Behörde erscheinen. Allerdings werden Ausländerbehörden durch die vorab übermittelten Daten in die Lage versetzt, Geflüchtete zu einem Termin einzuladen. Der so erlangte Aufenthaltstitel ist eine wichtige Voraussetzung für den Zugang zum Arbeitsmarkt oder zu Sozialleistungen.

Der Aufenthaltstitel zeigt: EfA funktioniert

Im derzeitigen Pilotbetrieb des Online-Dienstes sind bereits mehr als 50 Ausländerbehörden aus Brandenburg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen angeschlossen. Es ist geplant, sukzessive weitere Länder und deren kommunale Behörden anzubinden.
Betrieben wird der Online-Dienst für die Aufenthaltserlaubnis vom Ministerium des Innern und für Kommunales Brandenburg (MIK). Das Land Brandenburg hat gemeinsam mit dem Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) und dem Auswärtigen Amt die Federführung des Onlinezugangsgesetz-Themenfelds Ein- und Auswanderung inne. Der Online-Service für die Aufenthaltserlaubnis ist ein so genannter Einer-für-Alle-Service (EfA), der einmal entwickelt und zentral betrieben wird. Alle zuständigen Behörden können sich über standardisierte Schnittstellen an den Dienst anbinden, sodass Doppelarbeiten vermieden werden und Nutzenden ein zentraler Zugang trotz dezentraler Zuständigkeiten angeboten werden kann.
Der CIO des Bundes, Staatsekretär Markus Richter, sieht die Umsetzung des Online-Services für den Aufenthaltstitel als weiteren Beleg dafür, dass das Einer-für-Alle-Prinzip der richtige Weg ist, um nutzerfreundliche digitale Services effizient zu realisieren. Das Beispiel unterstreiche, dass die Verwaltung schnell digitalisieren kann, wenn Fach- und IT-Kompetenz von Bund, Ländern und Kommunen an einem Strang ziehen, so Richter.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren

Kita-Lösungen: Neue Anwender für Little Bird

[05.02.2026] Das Unternehmen Little Bird hat zum Jahresauftakt zehn neue Kunden gewonnen: von Bautzen in Sachsen bis Lindau am Bodensee in Bayern ist der digitale Neustart in der Kinderbetreuung in vollem Gange. mehr...

Person mit Laptop auf dem Schoß; Aufsicht auf Torso, Arme, Hände und Oberschenkel

Nordrhein-Westfalen: BAföG-Fachverfahren fürs ganze Land

[02.02.2026] In Nordrhein-Westfalen wird das Gros der Anträge auf BAföG und Aufstiegs-BAföG per Post oder E-Mail eingereicht. Nun soll ein neues Fachverfahren eingeführt werden – landesweit. Den Auftrag erhielt die Firma Datagroup. mehr...

Blick auf ein Gebäude mit der Aufschrift Bürger- und Ordnungsamt.

Darmstadt: Fahrerlaubnisbehörde nimmt Fahrt auf

[02.02.2026] Mit neuen Strukturen und digitalen Angeboten konnte die Fahrerlaubnisbehörde in Darmstadt ihre Servicequalität erhöhen. Mehrere Onlineanträge, die vorherige Terminvereinbarung für den Behördenbesuch und eine digitale Schnittstelle zum TÜV-Hessen straffen dort nun die Abläufe. mehr...

Ein kleiner Junge hält ein Smartphone in der Hand, sein Gesicht ist bedeckt mit biometrischen Linien.

VG Polling: Biometric Go ergänzt PointID

[26.01.2026] In Polling können biometrische Passbilder direkt auf dem Amt erstellt werden. Die Verwaltungsgemeinschaft bietet dafür die PointID-Geräte der Bundesdruckerei an. Um Babys und Kleinkinder ablichten zu können, greift sie auf die mobile Fotolösung Biometric Go zurück. Beide Aufnahmegeräte überstellen die Bilder direkt ins Fachverfahren des Einwohnermeldeamts. mehr...

Kleinkinder spielen mit Bauklötzen.

AKDB: adebisKITA als Cloud-Version

[26.01.2026] Als Cloud-Version soll die Software adebisKITA noch besser bei der Verwaltung von Kindertagesstätten unterstützen. Eine intuitive Bedienbarkeit und zeitgemäße Visualisierung sollen dazu ebenso beitragen wie die grundlegend neu gedachten Prozesse in der webbasierten Version. mehr...

Eine Frau sitzt in einem Großraumbüro und arbeitet an einem Computer.
bericht

Düsseldorf: Terminagent erfüllt Wünsche

[23.01.2026] In Düsseldorf stand das Amt für Einwohnerwesen lange vor der Herausforderung, den Bürgerservice effizient und gleichzeitig bürgerfreundlich zu gestalten. Gelungen ist das der Stadt mithilfe eines Terminagenten. mehr...

Mehrere Personen stehen nebeneinander, zwei von ihnen bedienen einen Buzzer.

Kreis Steinfurt: Bauantrag ohne Papier

[14.01.2026] Das Bauportal Nordrhein-Westfalen ist um eine Kommunikationsplattform ergänzt worden, sodass auch der Austausch rund um einen Bauantrag digital abgewickelt werden kann. Als erster Landkreis startet Steinfurt mit dem voll digitalisierten Verfahren. mehr...

Tisch mit Konstruktionszeichnung, Tablet und gelbem Bauhelm, im Hintergrund ist eine Baustelle zu sehen.

Hamm: Schub für digitale Genehmigungen

[12.01.2026] Die Stadt Hamm bearbeitet Bau- und Immissionsschutzanträge künftig Ende-zu-Ende digital. Digitale Einreichungen werden vollständig elektronisch geprüft und beschieden. Mit gezielten Anreizen und Informationsangeboten will die Stadt den Wechsel von Papier- zu Digitalanträgen beschleunigen. mehr...

Eine Person mit Bauhelm hält ein Smartphone in der Hand auf dem die 3D_Darstellung eines Innenraums zu sehen ist.
bericht

Bremerhaven: Schulgebäude smart gebaut

[16.12.2025] Die Stadt Bremerhaven setzt beim Hochbauprojekt „Allianz 3 Schulen“ auf smarte Methoden wie Building Information Modeling, um Prozesse effizienter und präziser zu gestalten. Zudem kommt das innovative Verfahren der integrierten Projektallianz (IPA) zum Einsatz. mehr...

Karussell bei Nacht

Lösungen: Medienbruchfreie Marktorganisation

[16.12.2025] Die Anbieter cit, S-Public Services und LTE Consulting bündeln ihre Kompetenzen, um Kommunen eine vollständig digitale Lösung für die Organisation und Verwaltung von Märkten bereitzustellen. mehr...

Drei nebeneinander stehende Bilder zeigen einen Handwerker, der an ein Betriebsfahrzeug gelehnt steht, eine Landkarte, auf der die Gültigkeitsbereiche des HWPA zu sehen sind und ein Musterbeispiel der ausgedruckten Ausnahmegenehmigung.

Metropolregion Rhein-Neckar (MRN): Online zum Handwerkerparkausweis

[16.12.2025] In der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) können Handwerkerparkausweise nun medienbruchfrei über eine zentrale Onlineplattform beantragt werden. Ist der Ausweis genehmigt, können die Betriebe ihn selbst ausdrucken. mehr...

Eine Pflegekraft hält ein Tablettenblister für eine ältere Dame, die neben ihr sitzt, in den Händen.
bericht

Sozialwesen: Automatisierung entlastet

[12.12.2025] In der Sozialwirtschaft können automatisierte Prozesse den Abrechnungsaufwand drastisch reduzieren. Der Kreis Darmstadt-Dieburg konnte beispielsweise eine Entlastung von mehr als 90 Prozent im Fachamt erreichen. Voraussetzung ist die zielgerichtete Digitalisierung. mehr...

Magdeburg: Bauvorbescheid digital beantragen

[05.12.2025] Anträge für Bauvorhaben können in Magdeburg jetzt vollständig digital abgewickelt werden. Der datenschutzkonforme Onlineservice steht im digitalen Rathaus der Landeshauptstadt zur Verfügung. mehr...

Eine digital dargestellte Baustelle steht auf einem Tablet, das eine Person in der Hand hält, im Hintergrund ist ein Bauhelm zu sehen.
bericht

BIM: Einführung lohnt sich

[03.12.2025] Das Arbeiten mit digitalen Bauwerksmodellen spart Zeit, Geld und Ressourcen – wenn die Einführung von Building Information Modeling (BIM) strukturiert angegangen wird. Die Initiative BIMwerker bietet Kommunen Orientierung und zeigt, wie der Einstieg gelingt.  mehr...

Eine Person sitzt an einem Desktop-Rechner und arbeitet an einem Bauplan.

Wiesbaden: Onlinebauantrag im Regelbetrieb

[28.11.2025] Ab Dezember bietet die Wiesbadener Bauaufsicht sämtliche Baugenehmigungsverfahren volldigitalisiert an. Vom Ausfüllen des Formulars über den Upload aller Unterlagen bis hin zur Kommunikation mit der Behörde wird dann alles über das Bauportal Hessen (DigiBauG) abgewickelt. Das Verfahren wird damit schneller, effizienter, einfacher und transparenter. mehr...