Mittwoch, 4. November 2026

MünchenGeschäftsprozess-Management gestärkt

[07.07.2022] Die Stadt München arbeitet seit 2019 an der Einführung ihres Geschäftsprozess-Management. Es soll die Politik beim Erreichen ihrer Ziele unterstützen, die Digitalisierung voranbringen und den Bürgern nutzen. Nun stimmte der Stadtrat dem Ausbau des Geschäftsprozess-Management zu.

Große Fortschritte hat die Stadt München laut eigenen Angaben in den vergangenen drei Jahren bei der Konzeption und Einführung ihres Geschäftsprozess-Management (GPM) gemacht. Wie die bayerische Landeshauptstadt in ihrem Digitalblog „München. Digital. Erleben.“ berichtet, geht es dabei um die Ausrichtung der internen Arbeitsorganisation auf das, was die die Bürger, Unternehmen und Organisationen von ihrer Stadtverwaltung benötigen. Am 29. Juni 2022 habe der Stadtrat grünes Licht für den Ausbau des Geschäftsprozess-Management gegeben.

Unterstützung aus dem Innovationsbereich GPM

Im Februar 2019 habe der Münchner Stadtrat erstmals den Auftrag für den Aufbau eines Geschäftsprozess-Management in der gesamten Stadtverwaltung gegeben. Ziel war es unter anderem, den für die Digitalisierung notwendigen organisatorischen und kulturellen Wandel anzustoßen. Der dazu gegründete Innovationsbereich GPM führte die benötige Expertise aus dem Personal- und Organisationsreferat (POR) und aus dem IT-Referat (RIT) zusammen.
Gemeinsam habe dieses Team wichtige Rahmenbedingungen, Vorgaben, Methoden und vor allem Unterstützungsformate zur Einführung des GPM erarbeitet. Schrittweise habe das Erarbeitete in den Referaten und Eigenbetrieben Fuß gefasst. Heute habe das Geschäftsprozess-Management fast überall Einzug erhalten, heißt es vonseiten der Stadt. An vielen Stellen seien spürbare Erfolge erzielt worden.

GPM dauerhaft verankert

Seit April 2022 ist der bisherige Innovationsbereich GPM als dauerhafte Organisationseinheit GPM Governance (LHM) im POR-Geschäftsbereich Organisation & Transformation angesiedelt. Er soll künftig auch vorgeben, wie GPM umgesetzt werden soll. Die Stadt sieht die Fokussierung auf Prozesse als dauerhaftes Entwicklungskonzept. So soll strategisches Geschäftsprozess-Management sicherstellen, dass Prozesse in einem spezifischen Bereich auf dessen Ziele ausgerichtet sind. Das operative Geschäftsprozess-Management soll dafür sorgen, dass diese Ziele im Tagesgeschäft umgesetzt werden. Der Stadtratsauftrag an den Bereich GPM Governance ist unter anderem, bis Ende 2025 den weiteren Ausbau von Geschäftsprozess-Management in der Organisation zu koordinieren und zu unterstützen. Künftig soll Geschäftsprozess-Management Politik und Verwaltung wirksam dabei unterstützen, Priorisierungen zu treffen und Strategien sowie Zielvorgaben umzusetzen.

Von der Funktions- zur Prozessorientierung

Die bislang stark funktionsorientierte, hierarchisch geprägte Organisation der Landeshauptstadt München soll durch GPM zu einer prozessorientierten Organisation weiterentwickelt werden. Auch neue Formen der Zusammenarbeit spielen hier eine Rolle. Diese Transformation sei ein wesentlicher Auftrag des Stadtrats an die Verwaltung, teilt die Stadt mit. In diesem Kontext gewinne die ablauforientierte Sichtweise an Bedeutung. Wesentlicher Unterschied zur bisherigen, aufbauorientierten Organisation: Alle Bereiche tragen die Verantwortung für eine zügige Aufgabenerledigung.
Sein volles Potenzial entfalte der umfassende Management-Ansatz GPM als Grundlage für die Digitalisierung, da optimierte Prozesse den Schlüssel zum digitalen Wandel der Landeshauptstadt darstellten. Besonders wichtig sei dabei die Zusammenarbeit mit dem IT-Referat: bei der Digitalisierung von Prozessen sei etwa eine enge Abstimmung zwischen Fachbereichen und IT-Referat notwendig. Prozesse können dazu beitragen, die Qualität der fachlichen Anforderungen und damit auch der IT-Lösungen zu steigern.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Ein Mann steht im Lagezentrum vor einem Monitor, auf dem ein komplexes Lagebild gezeigt wird

Braunschweig: Technologien für Katastrophenschutz erprobt

[04.11.2026] Bei einer groß angelegten Übung in Braunschweig hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) demonstriert, wie Drohnen, Satellitendaten, autonome Fahrzeuge und Künstliche Intelligenz den Katastrophenschutz unterstützen können. Im Mittelpunkt stand die Erstellung eines gemeinsamen digitalen Lagebilds. mehr...

Ein junger Mann erklärt einem älteren Mann etwas auf einem Desktopbildschirm.

Rheinland-Pfalz: Auch im Alter digital selbstständig

[04.11.2026] In Rheinland-Pfalz haben 60 weitere Ehrenamtliche ihre Zertifikate als Digital-Botschafterinnen und -Botschafter erhalten. Das landesweite Netzwerk unterstützt ältere Menschen kostenlos beim Umgang mit Smartphone und Internet, auch bei digitalen Behördengängen. mehr...

Niedersachsen: Polizei verteilt digitale Knöllchen

[03.11.2026] Die Polizei Niedersachsen führt mit dem elektronischen Datenermittlungsbeleg (eDEB) ein durchgängig digitales Verfahren zur Erfassung von Verkehrsordnungswidrigkeiten ein. Verstöße werden künftig direkt vor Ort elektronisch dokumentiert und medienbruchfrei an die kommunalen Bußgeldstellen übermittelt. mehr...

Gütersloh: Urban Stack gewinnt neue Partner

[02.11.2026] Die Stadt Gütersloh hat mit Halle (Saale) die erste Partnerkommune außerhalb Nordrhein-Westfalens für ihre Datenplattform Urban Stack gewonnen. Für Hosting und Bereitstellung wurden Kooperationen vereinbart. Die Vergabe für eine ergänzende KI-Plattform ist abgeschlossen. mehr...

Darmstadt: Stadtgeschichte online entdecken

[30.10.2026] Das Stadtarchiv Darmstadt macht ausgewählte historische Quellen direkt im Internet einsehbar. Historische Ratsprotokolle, Verwaltungsberichte und Grafiken geben Einblick in politische Entscheidungen, die Arbeit städtischer Ämter und das Leben in früheren Jahrhunderten. mehr...

interview

Interview: Es ist Zeit, endlich zu handeln

[21.10.2026] Wie sich Behörden mit sicheren Kommunikationslösungen unabhängiger von außereuropäischen Anbietern machen können, erläutert Benjamin Schilz, CEO von Wire, im Interview mit Kommune21 auf der Smart Country Convention 2026. mehr...

Porträt einer Frau mit Kopfhörern in Office-Umgebung, die konzentriert zuhört.

NExT: Verwaltungsalltag auf Sendung

[20.10.2026] Erfahrungen und Problemstellungen aus der kommunalen Praxis gibt es jetzt auch zum Hören: Das Verwaltungsnetzwerk NExT hat den Podcast „NExT Level Verwaltung“ gestartet. Zwei Verwaltungsprofis sprechen darin über Hürden im Alltag und Spielräume für Veränderungen. mehr...

Der Erste Bürgermeister der Stadt Ulm, Martin Bendel und die neue Chefdigitalisiererin Simone Philp.

Ulm: Neue Koordinierungsstelle für digitale Stadtentwicklung

[14.10.2026] Mit Simone Philp bekommt die Digitalisierung der Stadt Ulm ein neues Gesicht. Als Leiterin der neuen Koordinierungsstelle will die Wirtschaftswissenschaftlerin Digitalvorhaben bündeln, Kooperationen mit Wissenschaft und Wirtschaft ausbauen und Fördermittel einwerben. mehr...

Die automatisiert alarmierbare Vorauserkundungsdrohne der Feuerwehr Essen.

Essen: Drohne erkundet Einsatzorte vorab

[09.10.2026] Die Feuerwehr Essen testet seit Mitte September eine automatisiert startende Vorauserkundungsdrohne. Sie soll bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte Bilder vom Einsatzort liefern und so eine frühzeitige Lagebeurteilung ermöglichen. Nach drei Monaten wird entschieden, ob das System dauerhaft eingesetzt werden soll. mehr...

Die Bayern nutzen Online-Angebote laut einer Studie der Initiative D21 überdurchschnittlich häufig.

Rheinland-Pfalz: Ehrenamtskarte per App beantragen

[08.10.2026] Rheinland-Pfalz hat eine App gestartet, mit der Ehrenamtliche die Ehrenamtskarte vollständig digital beantragen und Vergünstigungen finden können. Das Land übernimmt eine in Nordrhein-Westfalen entwickelte Lösung. Organisationen und Kommunen bearbeiten Anträge digital. mehr...

Mehrere Karteikästen mit farbigen Registerkarten. Im Vordergrund ist eine grüne Registerkarte mit der Jahreszahl 2013 zu sehen.

Kommune21 im Gespräch: Herausforderung Registermodernisierung

[07.10.2026] Die Registermodernisierung gehört zu den zentralen Vorhaben der Verwaltungsdigitalisierung. Im Live-Webinar „Kommune21 im Gespräch“ am 22. Oktober 2026 zeigen Fachleute des Landes Baden-Württemberg, von Komm.ONE und aus einem kommunalen Pilotprojekt, wo die Umsetzung derzeit steht, welche Erfahrungen bereits vorliegen und was Kommunen jetzt tun sollten. mehr...

Blick in ein Parkhaus

Hanau: Schrankenlos parken

[07.10.2026] Die Stadt Hanau stellt ihre Parkhäuser auf digitale Systeme um. Fast alle städtischen Häuser kommen bereits ohne Schranken und Parktickets aus, das Kennzeichen wird bei der Ein- und Ausfahrt erfasst. Weitere Standorte nutzen ticketlose Systeme mit Schranken. mehr...

Illustration einer diagonal über das Bild gespannten Kette, die gesprengt wird.
bericht

Digitale Transformation: Barrieren beseitigen

[05.10.2026] Ist eine Verwaltung, deren Grundzüge teilweise bis in die Bismarckzeit zurückreichen, überhaupt digital transformierbar? Das an der Universität Münster entwickelte Konzept des „Digital Rebirth“ zeigt, wie der erfolgreiche Einsatz digitaler Technologien gelingen kann. mehr...

Personengruppe unter einer goldenen 50

ab-data: 50 Jahre Softwareentwicklung

[02.10.2026] Mit mehr als 100 Gästen feierte das Softwareunternehmen ab-data sein 50-jähriges Bestehen am historischen Ursprungsort. Neben Erinnerungen an die Gründungszeit ging es um das neue Finanzwesen VOIS|FIWE und die Bedeutung kommunaler Plattformen für die Digitalisierung. mehr...

Drohne in der Luft, im Hintergrund ist verschwommen ein Gebäude der Feuerwehr Hanau zu sehen

rescueTablet: Aus der Luft direkt ins Lagebild

[02.10.2026] Die Einsatzplattform rescueTablet kann jetzt Live-Luftbilder und Telemetriedaten von Drohnen einbinden. Einsatzleitungen sollen dadurch bei Bränden, Hochwasser oder Sucheinsätzen schneller einen Überblick über die Lage erhalten. mehr...