Samstag, 9. Mai 2026

Kita-LösungenPlatzbedarf im Blick

[26.08.2022] Als erste Gemeinde des Kreises Herford hat Hiddenhausen ein neues Planungs- und Vergabefahren für Kita-Plätze eingeführt. Stefanie Schlagner, damals stellvertretende Amtsleiterin in Hiddenhausen, erteilt Auskunft über das erfolgreiche Pilotprojekt.
Kreis Herford kann die Vergabe der ­Kita-Plätze nun besser planen.

Kreis Herford kann die Vergabe der ­Kita-Plätze nun besser planen.

(Bildquelle: Kreis Herford)

Frau Schlagner, was hat Sie in der Gemeinde Hiddenhausen bewogen, den ersten Schritt zu tun und mit der Lösung kitaVM von Anbieter Trinuts zu starten?

Der Entschluss fiel noch vor meiner Zeit. In Hiddenhausen bestand jedoch schon lange der Wunsch nach einem einheitlichen Anmeldesystem. Da war kein langes Überlegen nötig, als der Kreis Herford einen Piloten für dieses Projekt suchte.

Was waren vor der Einführung von kitaVM die größten Probleme bei der Abwicklung der Platzvergabe?

Es fehlte die Transparenz. Jede Einrichtung führte eigene Wartelisten. So konnte nicht wirklich nachvollzogen werden, welche Kinder wo angemeldet waren, ob ein Kind schon untergekommen oder noch auf Platzsuche war. Ein endgültiges Bild ergab sich erst, wenn uns die Kitas ihre Zusagen mitgeteilt hatten. So blieb ein Überblick über den tatsächlichen Bedarf aus. Die Eltern mussten in den Jahren vor kitaVM einen echten Anmeldemarathon hinlegen. In den Anmeldewochen galt es, mehrere Einrichtungen zu besuchen und sich in jeder Wunsch-Kita anzumelden. Außerdem bekamen sie dann mehrere Zusage- beziehungsweise Absageschreiben. Mit kitaVM ist es jetzt viel einfacher: Für die Anmeldung reicht es aus, eine Kita zu besuchen und sich dort für alle Wunsch-Kitas vormerken zu lassen. Die Besichtigung der Kitas kann losgelöst von den Anmeldewochen ganz entspannt im Vorfeld erfolgen. Das bedeutet weniger Zeitdruck für Eltern und Kita-Leitungen. Außerdem schätzen die Eltern sehr, dass sie mit kitaVM nur noch ein Zusage- oder Absageschreiben erhalten.

Zwischen der Entscheidung, kitaVM einzusetzen und dem Produktivstart lagen nur wenige Monate. War dieser Zeitraum ausreichend?

Der Zeitraum war eng getaktet, aber vollkommen ausreichend. Natürlich hätten sich einige Kita-Leitungen etwas mehr Zeit für die Einführung gewünscht, aber dank der guten Unterstützung des Supportteams konnten alle Kitas pünktlich starten.

Welche besonderen Anforderungen der Gemeinde und/oder des Kreises galt es während der Einführung zu beachten?

Alle Kitas und die freien Träger waren frühzeitig eingebunden, was den Kollegen im Kreisjugendamt und uns das Leben bezüglich der Kommunikation, der Organisation von Schulungen und auch der Betreuung in der ersten Anwendungsphase sehr erleichtert hat. Der Kreis hat zusätzlich noch die Prüfung der rechtlichen Absicherung (etwa Vertrag und Datenschutz) und die ­Absprachen zur tatsächlichen ­Ausgestaltung der Umsetzung übernommen. Trotz des engen Zeitrahmens verlief die Einführung angenehm reibungslos, nicht zuletzt aufgrund der guten Abstimmung mit dem Dienstleister.

„Vor der Einführung von ­kitaVM mussten Eltern einen echten Anmeldemarathon hinlegen.“
Was war Ihnen bei dem neuen Verfahren am wichtigsten?

Es war uns wichtig, dass eindeutig zu erkennen ist, wie viele Kinder sich in einem Kita-Jahr anmelden wollen, um einen besseren Überblick über den Platzbedarf zu erhalten. So haben wir Planungssicherheit und können ermitteln, in welchem Ortsteil zukünftige Ausbauten notwendig werden.

Wie war die Unterstützung durch die freien Träger?

Alle Träger waren offen für das neue Verfahren und haben von Anfang an intensiv mitgewirkt. Die Kita-Leitungen haben die Umsetzung motiviert und produktiv vorangetrieben.

Welche Rückmeldungen kamen aus den Kitas? Wurden die Erwartungen vor und während der Vergabe erfüllt, und welche Vorteile wurden besonders geschätzt?

Die Rückmeldungen der Kita-Leitungen waren durchweg positiv. Nur vereinzelt gab es Anmerkungen oder sind Fehler aufgetreten, die bei Pilotprojekten naturgemäß vorkommen. Dank der schnellen und professionellen Reaktion des Dienstleisters konnten Wünsche immer schnell umgesetzt und Probleme zeitnah behoben werden. Die erste Vergabe mit kitaVM verlief somit nahezu reibungslos. Seit der Einführung des Verfahrens werden die Absagen zentral von der Gemeinde Hiddenhausen und nicht mehr von den einzelnen Einrichtungen verschickt. Das freut die Kita-Leitungen, da es ihnen viel Arbeit abnimmt. Die Gemeinde wiederum kann genau sehen, welche Kinder in welchem Ortsteil noch auf freie Plätze warten.

Und wie haben die Eltern das neue Verfahren aufgenommen?

Sehr gut. Sie freuen sich schon auf die Freischaltung von mykitaVM, der Eltern-App für die Online-Vormerkung und direkte Kommunikation zwischen Eltern, Kitas und Verwaltung.

In diesem Jahr starten nun alle anderen Gemeinden des Kreises mit kitaVM. Was ist aus Ihrer Sicht der Hauptvorteil von kitaVM für die einzelnen Gemeinden?

Ohne Frage die umfassende Transparenz. Alle Beteiligten können klar über einzelne Fälle oder über die Gesamtsituation tagesaktueller Fallzahlen sprechen. Und es ist anzumerken, dass die Kommunikation sowohl zwischen den Kita-Leitungen der verschiedenen Träger wie auch insgesamt jetzt optimal läuft. Das fördert die Zusammenarbeit ungemein. Mit kitaVM haben wir nun ein zeitgemäßes und sehr effizientes Verfahren für die Planung und Vergabe unserer Kita-Plätze, das sowohl von den Beteiligten als auch von den Eltern geschätzt wird.

Interview: Dr. Frank Siebert, Geschäftsführer Trinuts GmbH




Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: CMS | Portale
kreis Nienburg/weser_altes Amtshaus

Niedersachsen: Land und Landkreis realisieren Online-Services

[04.05.2026] Innerhalb von knapp drei Monaten konnten im Kreis Nienburg/Weser zahlreiche OZG-Fokusleistungen und Leistungen von föderalem Interesse digital bereitgestellt werden. Möglich wurde dies durch ein neues gemeinsames Vorgehen zwischen dem Innenministerium, dem Kreis und seinen angehörigen Kommunen sowie deren IT-Dienstleistern. mehr...

hand mit Smartphone mit Augsburg-App vor Augsburger Rathaus

Augsburg: Alles in der App

[30.04.2026] Die Stadt Augsburg hat einen Kommunikationskanal gestartet, bei dem digitale Souveränität ein wichtiger Faktor ist: Die App macht unabhängig von Algorithmen, bietet mehr Kontrolle über die Inhalte und stellt einen direkten Draht zur Bevölkerung her. mehr...

Nordrhein-Westfalen: Besser gegen Wasser geschützt

[28.04.2026] Das Land NRW stellt eine App bereit, die Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien darin unterstützt, Gefährdungen durch Starkregen oder Hochwasser einzuschätzen. Auch Kommunen können die App nutzten, um eigene Angebote zum Hochwasserschutz breit zu kommunizieren. mehr...

Kreis Steinfurt: Digitale Antragstellung im Immissionsschutz

[14.04.2026] Der Kreis Steinfurt hat die digitale Antragstellung im Immissionsschutz gestartet und damit ein umfangreiches Genehmigungsverfahren effizienter und transparenter gemacht. mehr...

Hand, die Euronoten in die Höhe hält, blauer Hintergrund.

Nordrhein-Westfalen: Digital zum Mittelabruf

[10.04.2026] Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein umfangreiches Infrastruktur- und Investitionsprogramm für Kommunen auf den Weg gebracht. Der Antragsweg für die Kommunen sollte dabei möglichst glatt verlaufen: Über ein Portal können sie über ein rein digitales Verfahren auf die Mittel zugreifen. mehr...

Frau schaut auf Tablet

S-Public Services: PublicFlow für Prozesse

[01.04.2026] Die Plattform PublicFlow hat jetzt S-Public Services vorgestellt. Sie ermöglicht Kommunen die einfache digitale Bearbeitung von Verwaltungsanträgen Schritt für Schritt – sicher, effizient und mit automatisierter Unterstützung. mehr...

Bürgermeister Christian Zwingmann hält ein Smartphone in der Hand, auf dem die Leinefelde-Worbis-App zu sehen ist, im Hintergrund sind auf einem Display weitere App-Ansichten zu sehen.

Leinefelde-Worbis: Informationen direkt aufs Smartphone

[23.03.2026] Mit der Leinefelde-Worbis-App erhalten die Bürgerinnen und Bürger nicht nur städtische Informationen und Dienstleistungen auf ihr Smartphone. Mittels Schadensmelder können sie auch Mängel im öffentlichen Raum mitteilen oder per Umfragemodul an Befragungen teilnehmen. Die modular konzipierte Lösung wird auf Servern in Deutschland gehostet. mehr...

Finger tippt auf einem Smartphone, im Hintergrund Bokeh-Effekte

Leipzig: Vieles ist schon online möglich

[20.03.2026] Wohnsitz, Wohngeld und ganz neu die Hundesteuer – in Leipzig stehen viele Verwaltungsservices online zu Verfügung. Sie können ganz ohne Amtsbesuch beansprucht werden. Die Stadt strebt zudem für viele Leistungen eine Ende-zu-Ende-Digitalisierung an. mehr...

In Wollpulloverärmeln steckende Hände tippen an einem Laptop, der auf einem niedrigen Couchtisch steht. Die ganze s´Szene ist warm beleuchtet.

Hessen: Quick-Check Bauantrag gestartet

[18.03.2026] Das Land Hessen hat ein einfaches digitales Angebot geschaffen, mit dem Bürgerinnen und Bürger schnell prüfen können, ob für ihr Bauvorhaben ein Bauantrag erforderlich ist. Das spart Zeit, schafft Klarheit und entlastet auch die Behörden. mehr...

Screenshot der Startseite des Bürgerportals Maerker Brandenburg.

Maerker Brandenburg: Neues Design, verbesserte Funktionen

[17.03.2026] Umfassend modernisiert ist jetzt das Bürgerportal Maerker Brandenburg online. Die Plattform wartet mit einer übersichtlichen Struktur, barrierefreier Nutzung und einer intuitiven Navigation auf. Zudem können Missstände noch einfacher über eine zentrale Suche und eine interaktive Karte gefunden, gesucht oder gemeldet werden. mehr...

Hand hält Handy mit Website der Stadt Mainz, Relaunch

Mainz: Neues Zeitalter der Online-Präsenz

[16.03.2026] Einen umfassenden Relaunch hat der Internetauftritt von Mainz erfahren. Er wartet mit einer neuen technischen Basis, neuen Funktionalitäten und inhaltlich mit starkem Fokus auf Services der Stadtverwaltung auf. Weiterentwicklungen sind bereits in Planung. mehr...

Altstadtgasse mit nebeneinander liegenden Holztüren in verschiedenen Farben

Nordrhein-Westfalen: Digitale Eingangstür zur Verwaltung

[12.03.2026] Eine verwirrende Vielzahl von Verwaltungsportalen erschwert den Zugang zur benötigten Verwaltungsleistung. Nordrhein-Westfalen betreibt nun eine Portalkonsolidierung: Statt sich durch verschiedene Portale zu navigieren, genügt ein Einstiegspunkt, der – per KI – den Weg zum passenden Angebot weist. mehr...

Zwei Desktopbildschirme zeigen unterschiedliche Seiten des Stuttgarter Internetportals an.

Barrierefreiheit: Studie sieht Stuttgart auf Rang vier

[11.03.2026] Das Internetportal der Landeshauptstadt Stuttgart gehört laut einer Studie zu den barriereärmsten kommunalen Webseiten in Deutschland. Unter 83 untersuchten Städten belegt stuttgart.de den vierten Platz. Die Untersuchung zeigt zugleich: Vollständig barrierefrei ist bisher kein Stadtportal. mehr...

fünf Personen vor einem Bildschirm_relaunch_kreis Neuwied

Kreis Neuwied: Website erneuert

[04.03.2026] Seine Internetpräsenz hat der Kreis Neuwied neu gestaltet. Nach dem Relaunch präsentiert sich die Website nun nutzerfreundlich, barrierefrei und konsequent auf Service ausgerichtet. mehr...

Screenshot der Rosengarten-App.

Rosengarten: App schafft digitale Nähe

[17.02.2026] Um Servicethemen und Meldungen noch direkter und unkomplizierter zu vermitteln, bietet die Gemeinde Rosengarten ab sofort eine City-App an. Die Kommune kann somit relevante Informationen in Echtzeit und gezielt verteilen. mehr...