Freitag, 2. Oktober 2026

DresdenAltlastenauskünfte online beantragen

[15.02.2023] Zwischen 2.400 und 3.000 Anträge auf Altlastenauskunft zu Grundstücken gehen bei der Stadt Dresden jährlich ein. Um die hohe Anzahl besser bewältigen zu können, bietet sie nun ein Online-Formular dafür an.

Anträge auf Altlastenauskunft für Grundstücke auf dem Stadtgebiet Dresden können jetzt über ein Online-Formular gestellt werden. Wie Sachsens Landeshauptstadt mitteilt, ist die Altlastenabfrage in den zurückliegenden Jahren deutlich gestiegen. Waren es vor zehn Jahren noch Anfragen zu rund 300 Flurstücken, seien es mittlerweile etwa 2.400 bis 3.000. „Mit dem neuen Online-Formular können wir der hohen Antragszahl besser gerecht werden“, sagt Claudia Helling, Sachgebietsleiterin Grundwasser und Altlasten im Umweltamt. Auch trägt der neue Antrag zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) bei, berichtet die Stadt.
Das Umweltamt verspreche sich von dem neuen System eine zügigere Bearbeitung, da die Anfragen direkt an die zuständigen Stellen gehen. Auch können mit dem Online-Formular nur vollständige Anträge eingereicht werden. Die bislang noch häufigen Rückfragen seitens der Verwaltung sollten entsprechend weniger werden. Eine automatisierte Vorprüfung der angefragten Flurstücke übernehme das System ebenfalls. „Die Auskünfte können von allen Bürgerinnen und Bürgern mit berechtigtem Interesse beantragt werden“, sagt Claudia Helling. „Dazu gehören natürlich die Grundstückseigentümer selbst, aber auch Kaufinteressenten oder Bauwillige.“ Als Nachweis des berechtigten Interesses wird dem Antrag entweder eine Vollmacht des Grundstückseigentümers oder ein entsprechender Grundbuchauszug als PDF oder Bilddatei beigefügt. Zudem werden für den Antrag eine Reihe von grundstücksbezogenen Daten benötigt, zum Beispiel Eigentümerdaten, die Adresse, die Gemarkung und die Flurstücksnummer.
Mit einer Altlastenauskunft werden kostenpflichtige Informationen zum registrierten Altlastenverdacht oder aber zur bekannten Altlast bereitgestellt, erklärt die Stadt. Je nach Arbeitsumfang liegen die Gebühren zwischen 50 und 500 Euro. Die überwiegende Mehrheit seien aber so genannte Negativauskünfte ohne Eintragung als Verdachtsfläche. Solche Auskünfte seien kostenfrei.
Anträge auf Altlastenauskunft können natürlich auch weiterhin per Post eingereicht werden.





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