Montag, 17. August 2026

Frankfurt a.M.Stadtklima neu kartiert

[17.08.2026] Wo staut sich Hitze, auf welchen Wegen gelangt kühle Luft in die Stadt und wo fehlt Grün? Der aktualisierte Klimaplanatlas macht solche Zusammenhänge sichtbar. Neue Simulationen und hochaufgelöste Vegetationsdaten unterstützen eine klimaangepasste Stadtplanung.
Überwiegend orangefarbene Stadtkarte

Die orangenen und roten Felder zeigen, wo es im zentralen Frankfurt besonders heiß werden kann. Die Pfeile lassen die Luftströmungen entlang des Mains und von den Oberräder Feldern erkennen.

(Bildquelle: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Klimareferat)

Der Frankfurter Klimaplanatlas liegt in einer umfassend aktualisierten Fassung vor. Wie die Stadt mitteilt, hat das Klimareferat die Fachkarten grundlegend überarbeitet und erweitert. Die Online-Anwendung im städtischen Geoportal stellt damit aktuelle Klimadaten für die klimaangepasste Stadtentwicklung bereit. „Mit dem Klimaplanatlas 2026 stärken wir die Grundlage für eine vorausschauende Stadtentwicklung. Wer heute baut und plant, muss das Klima von morgen mitdenken. Der neue Atlas liefert dafür präzise Daten und macht sie für alle verständlich zugänglich,“ sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen. Bürgerinnen und Bürger können die Daten ebenfalls einsehen und planerische Entscheidungen der Stadt besser nachvollziehen.

Wo ist es warm …

Für die aktuelle Fortschreibung des Klimaplanatlas‘ brachte das Kasseler Ingenieurbüro BPI Burghardt und Partner die Klimafunktionskarte und die Analysen zu Kaltluftströmen – auch in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst – auf den neuesten Stand. Die Klimafunktionskarte bildet weiterhin das Herzstück des Atlas. Farben und Symbole zeigen, wo sich Hitze besonders stark entwickelt, wo Frischluft entsteht und über welche Luftleitbahnen sie in die Stadt gelangt. Pfeilspitzen verdeutlichen, wie und von wo frische Luft aus dem Umland nach Frankfurt strömt. Dabei zeigt sich, dass dichte Bebauung den Zustrom kühler Luft in Teilen der Innenstadt erschwert.

… und wo kühlt es ab?

Ergänzt wird der Atlas durch neue Kaltluftkarten, die nächtliche Luftströmungen abbilden. Die Vegetationskarten zeigen vorhandene Grünstrukturen, aber auch Flächen mit besonders geringem Vegetationsanteil. Außerdem kann die Vegetationssituation in den einzelnen Stadtbezirken abgerufen werden.
Anders als eine Wetterkarte zeigt der Klimaplanatlas keine aktuellen Temperaturen. Er bildet ab, wie Wärme und Belüftung das Leben in der Stadt beeinflussen. Zur Darstellung der Wärmebelastung wird auch die gefühlte Temperatur herangezogen. Dabei werden neben der Lufttemperatur unter anderem Luftfeuchte, direkte Sonneneinstrahlung und Vegetationsstrukturen berücksichtigt.





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