didactaVorbildliche Konzepte
Auf der diesjährigen didacta, Europas größter Bildungsmesse, haben vier IT-Verantwortliche von Kommunen Konzepte vorgestellt, mit denen sie ihre Schulen auf herausragende Weise digitalisieren: der hessische Kreis Darmstadt-Dieburg, die baden-württembergischen Städte Winnenden und Calw sowie die Gemeinde Dänischenhagen in Schleswig-Holstein. Alle vier Kommunen werden vom IT-Dienstleister für Schulen, AixConcept, unterstützt.
Benjamin Stang, Fachgebietsleiter IT an Schulen der Kreisverwaltung Darmstadt-Dieburg, muss mit rund 33.000 Schülerinnen und Schülern, 3.000 Lehrkräften und mehr als 80 Schulen eine große Bildungslandschaft im Blick behalten. Die Digitalisierung ist dort weit vorangeschritten. Interaktive Tafeln und Endgeräte für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte zählen im Kreis Darmstadt-Dieburg zunehmend zum Standard und müssen samt schulischen E-Mail-Adressen administriert werden. Für Benjamin Stang ist die Entwicklung alternativlos. Er sagt: „Die Ausstattung muss zum Unterricht von heute passen.“ Er und sein 17-köpfiges Team arbeiten dabei mit der Lern- und Verwaltungsplattform MNSpro Cloud von Anbieter AixConcept. „Der Austausch ist sehr gut. Wir sind sehr zufrieden mit dem Support. Er läuft zeitnah und fachlich auf guter Ebene“, meint Stang. Allerdings träten in der täglichen Praxis gar nicht so viele Probleme auf. Stang stellt fest: „Bugs haben wir nicht.“ Die positive Folge: Die Lehrkräfte können ungestört unterrichten und dabei die vielfältigen Möglichkeiten der MNSpro Cloud nutzen – egal, ob es darum geht, das Klassenbuch zu führen, Lern-Apps einzubinden oder mit Schülerinnen und Schülern auch am Nachmittag zu kommunizieren.
Reibungslose Digitalisierung in Winnenden
Ebenfalls reibungslos läuft die Digitalisierung der Schulen im baden-württembergischen Winnenden, berichtet Ralph Brucker vom städtischen Projekt-Management IT-Organisation, Projekt Digitalisierung der Schulen. Er verantwortet den digitalen Betrieb von 13 Schulen, darunter zwei große Gymnasien. Rund 700 Endgeräte sind dabei derzeit zu warten – Tendenz steigend. „Das ist noch nicht der Endausbau“, sagt Brucker und ergänzt: „Unser Konzept sieht vor, dass Schulen nichts mit der Administration zu tun haben. Das ist unsere Aufgabe.“ Das gelingt deshalb, weil die Stadt Winnenden auf eine ganzheitliche Lösung von der Hardware bis zur Software setzt – und dabei auf die Unterstützung von AixConcept baut.
Ralph Brucker schätzt insbesondere die Professionalität und Zuverlässigkeit des IT-Dienstleisters. „Es funktioniert perfekt“, sagt er mit Blick auf das eingesetzte System MNSpro. Zunächst wurde es von der Stadt an einem Gymnasium getestet, mit dem Ergebnis: „Das passt.“ Auch die Schulleitung sei mit dem Testlauf überaus zufrieden gewesen. Und so lässt sich dem IT-Verantwortlichen zufolge auch eine komplexe Herausforderung wie die Digitalisierung des Bildungsbetriebs gut meistern: „Es müssen alle an einem Strang ziehen.“ Für die Zukunft wünscht er sich, dass der Internetprovider die Bandbreite für einzelne Schulen erhöht. In einem Fall liegt sie bei nur 50 Megabit pro Sekunde – das mag vielleicht für eine Privatwohnung reichen, ist für eine Schule jedoch zu wenig.
Calw schätzt stimmige IT-Strategie
Der IT-Verantwortliche der Stadt Calw im Schwarzwald, Dominik Pizzolato, betont, dass für die Digitalisierung der Schullandschaft einer Kommune eine stimmige, von der Verwaltung vorgegebene IT-Strategie wichtig ist. In Calw gibt es insgesamt zehn Schulen. Dass die technischen Herausforderungen enorm sind, verdeutlicht er am Beispiel eines Gymnasiums. Bis zu 1.200 Endgeräte sind allein hier täglich im Netzwerk und zu verwalten – einschließlich Passwortsicherheit, Updates, Internet-Steuerung und Jugendschutzfilter, was mit dem Mobile Device Management MNSpro MDM von AixConcept gelingt.
„Die Lehrer sollen ungestört unterrichten können. Wir als IT versuchen, das Technische so sauber zu lösen, dass wir den Lehrkräften die Arbeit erleichtern“, erklärt Pizzolato. Dabei unterstützen die MNSpro Cloud und der Support von AixConcept – obwohl der selten gefordert ist, weil, so der IT-Verantwortliche, „alles läuft“. Die AixConcept-Spezialisten hätten dafür auch in Fällen geholfen, die außerhalb ihrer Zuständigkeit liegen – bei einer Internet-Störung etwa. Dominik Pizzolato sagt: „Mit AixConcept haben wir einen tollen Partner gefunden.“ Die Lehrkräfte der Schulen seien sehr gut auf den Einsatz digitaler Lernmittel vorbereitet worden, was sich bei den – selten gewordenen – Anfragen aus den Schulen zeige. Anfängerschwierigkeiten, etwa dass der Laptop nicht anspringt, träten längst nicht mehr auf. Auch die Anbindung ans Netz ist mittlerweile mustergültig: Alle Schulen verfügen über einen Glasfaseranschluss.
Weitgehend störungsfrei in Dänischenhagen
Alles auf Kurs – das gilt auch für Dänischenhagen, eine 3.600 Einwohner zählende Gemeinde im Nordosten Schleswig-Holsteins mit drei Grundschulen, in denen mittlerweile rund 200 Endgeräte genutzt werden. Die Corona-Lockdowns waren der Auslöser, die Digitalisierung der Bildungseinrichtungen voranzutreiben. „Der Fernunterricht war zu gewährleisten“, erinnert sich Marco Paustian. Er ist in Dänischenhagen für den IT-Support allein verantwortlich – und auch er setzt dabei auf das Angebot von AixConcept. „Es ist ein Segen, dass es den Support von AixConcept im Hintergrund gibt, der sich kümmert, wenn es doch mal Schwierigkeiten gibt“, sagt er. Oft kommt das in Dänischhagen nicht vor, weil der Betrieb weitgehend störungsfrei läuft. Paustian resümiert: „Die Plattform MNSpro nimmt mir viel Arbeit ab.“
Für die Zukunft wünscht er sich, „dass die Kinder auch weiterhin gut und kreativ mit den Geräten arbeiten können. Digitale Fähigkeiten sind essenziell für die Jobs von morgen.“ Und das gilt an der Nordseeküste genauso wie in Großstädten wie Hamburg oder München.
Dieser Beitrag ist in der Ausgabe Mai 2023 von Kommune21 im Schwerpunkt Digitale Bildung erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren.
https://www.winnenden.de
https://www.calw.de
Kommunale Spitzenverbände: Digitalpakt 2.0 mit verschobenem Start?
[01.04.2026] Die kommunalen Spitzenverbände kritisieren geplante Änderungen zum Digitalpakt 2.0: Der für 2025 vereinbarte Starttermin soll um ein Jahr verschoben werden. Viele Kommunen haben mit Blick auf die Vereinbarung schon 2025 teure digitale Ausstattung beschafft – und könnten dann ohne Finanzierung dastehen. mehr...
Digitales Lernen: Eintauchen in den Lernstoff
[31.03.2026] Der Digitalpakt 2.0 fördert unter anderem die Einführung KI-gestützter, adaptiver Lernsysteme und die Entwicklung digitaler Unterrichtskonzepte. Damit eröffnet sich eine Chance für Schulen, immersive Lernräume einzurichten – ein Konzept, mit dem andere Länder bereits gute Erfahrungen gemacht haben. mehr...
Aachen: Automat für Medienkonzepte
[27.03.2026] Die StädteRegion Aachen bietet ihren Schulen ein Online-Tool an, mit dem sie ihre Medienkonzepte schneller und gezielter überarbeiten können. Der sogenannte Konzept-O-Mat erfasst den Ist-Zustand der Schule, zeigt Lücken im jeweiligen Konzept auf und gibt Verbesserungshinweise. mehr...
Hannover: Zwischenbilanz zum Einsatz von Microsoft 365 an Schulen
[18.03.2026] Hannover nutzt Microsoft 365 auch im Bildungsbereich. Die Stadt ist sich des Datenschutzrisikos bewusst, lehnt europäische Open-Source-Alternativen aber ab. Nun sollen bessere Rahmenbedingungen für den Microsoft-Einsatz geschaffen werden – mit Vorbildcharakter für weitere Schulen im Land. mehr...
Nürnberg: Schul-IT als Daueraufgabe
[16.03.2026] Im Rahmen der IT-Strategie „Lernen und Lehren an städtischen und staatlichen Schulen in Nürnberg im Digitalen Zeitalter“ wurden in den vergangenen neun Jahren zahlreiche Erfolge erzielt. Diese hat das Referat für Schule und Sport jetzt in einem umfassenden Bericht zusammengefasst. mehr...
Neuwied: 2,4 Millionen Euro für die Lerninfrastruktur
[13.03.2026] Mit einem Medienentwicklungsplan für die Jahre 2026 bis 2030 stellt Neuwied rund 2,4 Millionen Euro für die digitale Ausstattung und Betreuung städtischer Schulen bereit. Mit den Mitteln soll die Lerninfrastruktur weiter modernisiert und gesichert werden. Auch ein verlässlicher IT-Support ist vorgesehen. mehr...
Niedersachsen: telli lehrt KI-Einsatz
[24.02.2026] Schule sollte junge Menschen dazu befähigen, KI kritisch, reflektiert und kompetent zu nutzen. Mit diesem Ziel nimmt jetzt Schul-Chatbot Telli in Niedersachsen seine Arbeit auf. Die datenschutzkonforme Open-Source-Lösung kann sowohl für die Unterrichtsvorbereitung als auch das fächerübergreifende, individuelle Lernen herangezogen werden. mehr...
Digitalpakt 2.0: KISA begleitet Schulen
[23.01.2026] Mit dem Digitalpakt 2.0 geht das Förderprogramm zur Digitalisierung an den Schulen in die Fortsetzung. Der Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen (KISA) unterstützt Schulen und Schulträger mit passgenauer Beratung, Betreuung und erprobter Hardware. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Leitfaden zum IT-Support an Schulen
[19.01.2026] In Nordrhein-Westfalen können Schulen, Schulträger und IT-Dienstleister einen Leitfaden zur „Effizienz in IT-Support und IT-Beschaffung“ an den Bildungseinrichtungen nutzen. Die praxisnahe Orientierungshilfe umfasst sowohl Empfehlungen als auch Best-Practice-Ansätze und berücksichtigt dabei landesweite Regelungen und Vereinbarungen. mehr...
Bayern: Eine Schul-IT-Förderung – statt zwölf
[06.01.2026] Bayern stellt die Finanzierung der digitalen Ausstattung seiner Schulen auf ein neues Fundament: An die Stelle zahlreicher komplexer, befristeter Förderprogramme tritt ab 2027 eine gesetzliche Leistung, die als Pro-Schüler-Pauschale direkt an die Schulaufwandsträger ausgezahlt wird. Gefördert werden Digitalinfrastruktur, Endgeräte, Bildungsmedien sowie IT-Wartung. mehr...
Digitale Schule: Einigung auf Digitalpakt 2.0
[05.01.2026] Bund und Länder investieren bis 2030 fünf Milliarden Euro in die digitale Modernisierung der Schulen. Darauf verständigte sich die Bildungsministerkonferenz. Neu ist die Vereinfachung der administrativen Prozesse – der Verwaltungsaufwand für Länder und kommunale Schulträger soll deutlich sinken. mehr...
Finanzierungsmodelle: Geliehene Schul-IT
[10.12.2025] Aufgrund der Investitionsrückstände in den Kommunen bleibt auch die Digitalisierung der Schulen oft Stückwerk. Frank Schöneberg, Vice President Sales Public & Healthcare bei CHG-Meridian, erklärt, wie Schulen der Finanzierung nach Kassenlage entkommen. mehr...
Saarland: Mit telli KI verstehen lernen
[02.12.2025] Im Saarland können jetzt alle Schulen den auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Chatbot telli nutzen. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler erhalten damit einen datenschutzkonformen Zugang zu KI-gestützten Lernmitteln Die Lehrkräfte können den Bot unabhängig vom Kollegium einsetzen, sobald sie einen Zertifikatskurs absolviert haben. mehr...
Wolters-Kluwer-Studie: KI in der Schulleitung
[18.11.2025] Der Wissens- und Informationsdienstleister Wolters Kluwer hat seine diesjährige Studie zur Digitalisierung im Schulleitungsalltag veröffentlicht. Demnach nutzen drei Viertel der Schulleitungen Künstliche Intelligenz für Alltagsaufgaben – schätzen ihre KI-Kompetenz aber eher zurückhaltend ein. mehr...
Schleswig-Holstein: Chatbot telli wird eingeführt
[17.11.2025] Das Land Schleswig-Holstein stellt den KI-Chatbot telli allen öffentlichen Schulen zur Verfügung. Erfahrungen aus 38 Pilotschulen des norddeutschen Bundeslandes sind in die Entwicklung des Tools eingeflossen. mehr...























