Bergisches LandHochwasserschutzsystem 4.0
Ein Hochwasserwarnsystem unter Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) wird derzeit im Bergischen Land entwickelt. Wie die Landesregierung Nordrhein-Westfalens mitteilt, geht das Projekt auf eine Initiative der regionalen Wirtschaft dort zurück. Nun werde das Vorhaben mit über 2,8 Millionen Euro seitens des Landes gefördert. Den entsprechenden Bescheid übergab jetzt Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur an das Projektkonsortium, dem die Heinz Berger Maschinenfabrik, der Wupperverband, die Bergische Universität Wuppertal, die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die Wuppertaler Stadtwerke und die Bergische Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Remscheid-Solingen angehören.
Wie es in der Pressemitteilung des Landes heißt, erkennt das so genannte Hochwasserschutzsystem 4.0 Gefahren präziser als etablierte Warnsysteme und kann somit Alarm schlagen, wenn Gewässer über die Ufer zu treten drohen. Es soll die datengetriebene Vorhersage von regionalen Wasserpegeln und Hochwassergefahren unter Berücksichtigung der aktuellen Wetterlage und sonstiger Umweltfaktoren ermöglichen. Mit digitalen Sensoren werden dafür die Pegelstände an Gewässern, Rückhaltebecken und Kanälen, die Niederschlagsmengen, der Unterwasserdruck, Luftfeuchtigkeit, -druck und -temperatur sowie die Windrichtung und -stärke erfasst. In diesen Daten soll die Künstliche Intelligenz Muster erkennen, die im Zusammenhang mit einem Anstieg der Pegelstände stehen. Damit unterscheide sich das Projekt von klassischen Vorhersagen auf Basis von Modellen. Informationen zu lokalen Wasserpegeln, Prognosen und Warnungen sollen an gefährdete Unternehmen künftig in Echtzeit über eine Hochwasserschutz-App bereitgestellt werden, die vom Wupperverband entwickelt werde.
Das Vorhaben Hochwasserschutzsystem 4.0 ist Teil der Initiative Flagships powered by KI.NRW, der Kompetenzplattform des Landes für Künstliche Intelligenz KI.NRW, heißt es in der Pressemeldung des Weiteren. Bei der Entwicklung der neuen Technologien arbeiten die Projektteilnehmer auch mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) sowie weiteren Regionen Nordrhein-Westfalens zusammen. Das System werde nach einer erfolgreichen Einführung im Bergischen Land allen Regionen in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt.
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