Donnerstag, 29. Oktober 2026

BayernGrundlagen für NOOTS geschaffen

[15.06.2026] Der Freistaat Bayern hat mit drei Erprobungsprojekten wichtige Grundlagen für den künftigen behördlichen Datenaustausch über das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) geschaffen. Die Ergebnisse sollen nun als Blaupause für weitere NOOTS-Vorhaben dienen.
Frau am Schreibtisch mit Overlay aus Ordnericons und Dokumentenicons

Bayern hat Erprobungsprojekte für NOOTS durchgeführt.

(Bildquelle: shutjane/123rf.com)

Mit drei Erprobungsprojekten hat der Freistaat Bayern wichtige Grundlagen für den künftigen behördlichen Datenaustausch über das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) geschaffen. Ziel des Vorhabens ist es, verwaltungsrelevante Daten automatisch dort verfügbar zu machen, wo sie gerade gebraucht werden – damit Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen Angaben nicht mehrfach einreichen müssen.

Wie die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) mitteilt, standen die Verwaltungsbereiche Bau, Energie und Umwelt im Fokus der bayerischen Erprobung. Besonders anschaulich werde der Ansatz im Baubereich: Dort wurde getestet, wie der für einen digitalen Bauantrag erforderliche Nachweis der Bauvorlageberechtigung automatisiert und sicher zwischen den Stellen ausgetauscht werden kann. Informationen, die bereits bei einer Behörde vorliegen, können so direkt in den Verwaltungsprozess einfließen — ohne erneute Anforderung oder manuelle Übertragung.

Digitalminister Fabian Mehring sagte: „Mit dem NOOTS schaffen wir die Datenautobahn für einen modernen digitalen Servicestaat. Künftig sollen Bürgerinnen und Bürger ihren Behörden dieselben Informationen nicht immer wieder liefern müssen — stattdessen organisiert sich die smarte Verwaltung der Zukunft im digitalen Hintergrund selbst. Bayern geht dabei bundesweit voran und zeigt, wie ein moderner Staat funktionieren kann, der digital, effizient und konsequent an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet ist.“

Horizontale und vertikale Datenautobahnen

Die AKDB unterstützte den Freistaat gemeinsam mit ihren Partnern H&D, GKDS sowie RIWA bei der Umsetzung. Neben der technischen Realisierung erwiesen sich insbesondere das Projekt- und Stakeholdermanagement als entscheidend für den Erfolg der Vorhaben, teilt der IT-Dienstleister mit. Der AKDB-Vorstandsvorsitzende Rudolf Schleyer dazu: „Wir freuen uns, einen wesentlichen Beitrag zur Realisierung der anspruchsvollen Erprobungsprojekte bei der Registermodernisierung leisten zu können. Wir haben die Projekte nicht nur mitkonzeptioniert, sondern auch erfolgreich in Produktion gebracht.“

„Unsere erfolgreichen Erprobungsprojekte zeigen eindrucksvoll, dass konsequente Zusammenarbeit über die föderalen Ebenen hinweg zu praxistauglichen Lösungen führt. Dazu braucht es horizontale und vertikale Datenautobahnen zwischen allen Behörden auf sämtlichen Ebenen. Durch diese digitale Vernetzung entsteht eine Verwaltung, die einfacher, schneller und bürgerfreundlicher arbeitet und den Menschen spürbar Zeit, Wege und Bürokratie erspart. Schließlich ist es nicht die Aufgabe der Bürgerinnen und Bürger zu eruieren, wer im Staat wofür zuständig ist. Stattdessen organisiert sich der moderne Digitalstaat selbst und manövriert die dafür notwendigen Daten hierzu an die richtigen Stellen seines Institutionengefüges“, so Minister Mehring. Die Ergebnisse sollen nun als Blaupause für weitere NOOTS-Vorhaben dienen und anderen Verwaltungen einen planbaren Weg zur Anbindung an das System eröffnen.

Ein besonderer Mehrwert der bayerischen Projekte liegt nach Aussage von Mehring darin, dass sie nicht nur den unmittelbaren Projektauftrag erfüllen, sondern darüber hinaus Erfahrungen, Konzepte und technische Bausteine für die bundesweite Weiterentwicklung des NOOTS liefern. Damit unterstützt Bayern die Registermodernisierung weit über die eigenen Landesgrenzen hinaus.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur
bericht

Registermodernisierung: Was Kommunen jetzt tun sollten

[28.10.2026] Die Registermodernisierung nimmt Fahrt auf. Was Kommunen bereits jetzt vorbereiten können, welche Erfahrungen erste Pilotprojekte liefern und wie gemeinsame IT-Lösungen die Umsetzung erleichtern sollen, diskutierten Experten im Webinar „Kommune21 im Gespräch“. mehr...

bericht

Darmstadt: Leuchtturmpolitik ist beendet

[26.10.2026] Ein massiver Ausfall des E-Mail-Systems hat in Darmstadt die Schwachstellen einer über Jahre gewachsenen IT-Infrastruktur offengelegt. Im Interview mit Kommune21 sprechen Oberbürgermeister Hanno Benz und Digitalisierungsdezernent Holger Klötzner über die Konsequenzen, welche die Stadt aus dem Vorfall zieht. mehr...

Handshake zu viert

Registermodernisierung: Gemeinsam zum cloudbasierten Register

[22.10.2026] AKDB, Komm.ONE, ekom21 und Dataport wollen eine gemeinsame Plattform für Register-as-a-Service entwickeln und betreiben. Cloudbasierte Dienste und standardisierte Adapter sollen den Anschluss von Registern an die Infrastruktur der Registermodernisierung vereinfachen. mehr...

Modernes Konzept für technischen Support mit Touchscreen-Oberfläche, die verschiedene Kommunikationssymbole anzeigt, sowie einem Headset für Kundenservice-Lösungen.

Böblingen: IT-Support teilweise ausgelagert

[13.10.2026] Die Stadt Böblingen hat die Erstannahme von IT-Störungen und Anwenderanfragen an den IT-Dienstleister enthus vergeben. Damit will die Verwaltung ihre IT-Abteilung entlasten und Kosten sparen. Die Bearbeitung der Störungen und die Verantwortung für die Fachverfahren bleiben bei der Stadt. mehr...

bericht

Cloud-Infrastruktur: Souveräne Smart City

[07.10.2026] Smarter, vernetzter, bürgerfreundlicher und trotzdem digital souverän. Städte und Gemeinden müssen sich modernisieren und gleichzeitig die Herrschaft über ihre digitale Zukunft behalten. Eine standardisierte und interoperable Cloud-Architektur hilft dabei. mehr...

Grünlich ausgeleuchteter Gang in einem Rechenzentrum, Mann mit Arbeitsweste und Tablet aus Untersicht aufgenommen
bericht

RPM Technical Solutions: Rechenzentren modernisieren – bei laufendem Betrieb

[06.10.2026] Rechenzentren müssen technisch up to date sein, um Performance und Sicherheit zu gewährleisten. Sie im Live-Betrieb ohne Ausfälle umzubauen, ist anspruchsvoll. Der Rechenzentrumsspezialist RPM Technical Solutions erläutert in einem Fachbeitrag, wie worauf es dabei ankommt. mehr...

Hand mit Holzsteinchen, auf denen Icons für Aktenordner und Pfeile aufgedruckt sind

KDN sozial: Registermodernisierung einfach erklärt

[01.10.2026] Die Registermodernisierung gilt als Basis für eine effiziente und bürgerfreundliche Verwaltung. Doch was ändert sich dadurch eigentlich für die Hersteller und Anwender von Fachverfahren? Ein Informationsangebot von KDN.sozial erläutert die wichtigen Basics. mehr...

Ausschnitt eines Computer-Keyboards, bei dem die Return-Taste die Aufschrift "Open Source" trägt.

ZenDiS: openDesk-Partnerprogramm startet

[24.09.2026] Die Nachfrage nach der digital souveränen Office- und Kollaborationssuite openDesk ist hoch. Das ZenDiS, das die Lösung seit 2024 weiterentwickelt, reagiert darauf mit neuen Bezugswegen: Erstmals können neben öffentlichen IT-Dienstleistern auch privatwirtschaftliche Cloud-Anbieter und IT-Dienstleister eigene openDesk-Enterprise-Angebote aufbauen. mehr...

Das passende Vorgehensmodell zu wählen

Hessen: Land fördert Low Code für Kommunen

[17.09.2026] Der Main-Kinzig-Kreis will die Open-Source-Plattform Limbas für den Einsatz in Kommunalverwaltungen weiterentwickeln. Das Land Hessen unterstützt das Projekt OSLOCO-Hessen mit rund 1,3 Millionen Euro. Verwaltungen sollen damit eigene Anwendungen ohne spezielle Programmierkenntnisse erstellen können. mehr...

Abgedunkelter Saal mit Holzvertäfelung, Blick über Zushcauerköpfe aufs Podium, wo man eine grüße Projektion und verschiedene Flaggen sieht.

Baden-Württemberg: Kommunalregister vor dem Umbau

[05.08.2026] Kommunen müssen ihre Register fit für die Zukunft machen. Baden-Württemberg ist mit einer Kick-off-Veranstaltung zum Identitätsdatenabruf der Kommunalregister den ersten Schritt zur Umsetzung gegangen. Informationsmaterialien zur RegMo und der Veranstaltung sollen in Kürze zur Verfügung stehen. mehr...

Luftbild der Gemeinde Eichenzell
bericht

Eichenzell: Infrastruktur setzt Maßstäbe

[24.07.2026] Mit einer kommunalen Datenplattform sowie vernetzter Sensorik hat die hessische Gemeinde Eichenzell ein starkes Fundament für die digitale Daseinsvorsorge gelegt. Perspektivisch soll die Infrastruktur auch von Nachbarkommunen genutzt werden können. mehr...

Geschäftsmann hält Puzzle mit virtuellem Symbol.
bericht

IT-Dienstleister: Next Level IT

[22.07.2026] Das Programm Komm2IT arbeitet daran, Kompetenzen zu bündeln, Doppelstrukturen zu reduzieren und landesweit einheitliche, stabile Lösungen für die Kommunen zu schaffen. mehr...

Lennart_Schaer_Stephan_Brinkmann
interview

IT-Dienstleister: Kompetenzen vereinen

[22.07.2026] Stephan Brinkmann und Lennart Schaer sprechen als Leiter über das Programm Komm2IT. mehr...

drei Personen durchtrennen vor einem Gebäude ein rotes Band

regio iT: Energieeffizientes Rechenzentrum

[14.07.2026] In Aachen hat der kommunale IT-Dienstleister regio iT sein neues Rechenzentrum namens EURaix Evolution (EVO) in Betrieb genommen. Es soll Maßstäbe bei der Energieeffizienz setzen. mehr...

Darmstadt: Städtische IT ist zu alt

[13.07.2026] Die Stadt Darmstadt hatte Ende Juni mit einem massiven Ausfall ihres E-Mail-Systems zu kämpfen. Der Grund: veraltete Technik. Mittlerweile ist die Erreichbarkeit der betroffenen Ämter wiederhergestellt – und die städtische IT soll nun mit Nachdruck modernisiert werden. mehr...