Donnerstag, 4. Juni 2026

VitakoDeutschland-Stack und KI im Fokus

[15.07.2025] Die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, Vitako, diskutierte mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung über Strategien zur Verwaltungsdigitalisierung. Im Fokus: der Deutschland-Stack, kultureller Wandel und konkrete Rahmenbedingungen für kommunale Umsetzung.
Gruppenfoto vor Vitako-gebrandetem Hintergrund.

Im Haus der Bundespressekonferenz ging es um konkrete Wege zu einer wirksamen Verwaltungsdigitalisierung – mit dem Deutschland-Stack als Basis und klaren politischen Impulsen.

v.l.: Parsa Marvi, MdB, Mitglied Digitalisierungsausschuss; Sören Kuhn, Vorstandsvorsitzender Vitako; Alexander Handschuh, Beigeordneter DStGB, Kerstin Pliquett, Geschäftsleiterin KDN und Vorständin Vitako; Ralph Brinkhaus, MdB, Vorsitzender AG Digitales und Staatsmodernisierung CDU/CSU-Bundestagsfraktion; Katrin Giebel, stellvertretende Geschäftsführerin Vitako; Bernd Schlömer, CIO Land Sachsen-Anhalt; Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender Dataport und Vorstand Vitako; Lars Hoppmann, geschäftsführender Vorstand Vitako

(Bildquelle: Sera Z. Kurc/Vitako)

Unter dem Motto „Digitalisierung Jetzt! Strategische Weichenstellung und effektive Umsetzung“ brachte die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, Vitako, führende Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und kommunaler IT zusammen, um sich über konkrete Wege zu einer wirksamen Verwaltungsdigitalisierung auszutauschen.

Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, beschrieb in seiner Keynote die Rolle des Deutschland-Stacks als Fundament moderner Verwaltung: „Nicht jedes Ministerium oder jede Behörde muss seine eigenen Lösungen bauen. Mit dem Deutschland-Stack wollen wir Softwarelösungen für eine digitale Verwaltung bereitstellen, die auch von Ländern und Kommunen genutzt werden können, sodass eine gemeinsame IT-Architektur entsteht.“ Als zweiter Keynote-Speaker des Abends betonte Ralph Brinkhaus, Sprecher und Vorsitzender der AG Digitales und Staatsmodernisierung der CDU/CSU-Fraktion, „die Notwendigkeit eines grundlegenden Kulturwandels in der öffentlichen Verwaltung“. Es komme insbesondere auf Menschen und Führung an, um Veränderung nachhaltig zu gestalten. Brinkhaus forderte zudem den Abbau überbordender Bürokratie und bezeichnete die strategische Vorausschau im neuen Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) als zukunftsweisenden Schritt.

Hochkarätiges Panel

Im Zentrum des Abends stand eine Paneldiskussion. Auf dem Podium saßen Ralph Brinkhaus, Parsa Marvi, Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Digitalisierungsausschusses; Bernd Schlömer, CIO des Landes Sachsen-Anhalt; Alexander Handschuh, Beigeordneter beim Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB); Kerstin Pliquett, Geschäftsleiterin beim Dachverband kommunaler IT-Dienstleister KDN und Vitako-Vorständin sowie Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender Dataport und Vorstand Vitako. Moderiert wurde das Gespräch von Viola Heeger, der stellvertretenden Leiterin des täglich erscheinenden Entscheiderbriefings „Background Digitalisierung & KI“ des Tagesspiegels.

Verwaltungsdigitalisierung in den Kommunen voranbringen

Bereits im Januar hatte Vitako einen 10-Punkte-Plan zur Förderung der Digitalisierung in Deutschland vorgelegt (wir berichteten). Auf dessen Basis diskutierte Vitako mit den Podiumsgästen aktuelle digitalpolitische Chancen und Herausforderungen für Bund, Länder und Kommunen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der erforderliche strukturelle, finanzielle und konzeptionelle Rahmen weiterentwickelt werden kann, um die Digitalisierung in der Fläche voranzubringen und welche konkreten Lösungswege offenstehen. Parsa Marvi verwies insbesondere auf die zentrale Bedeutung einer ganzheitlich gedachten KI-Einführung. Die Maßnahmen des Koalitionsvertrags müssten so ineinandergreifen, dass Mitarbeitende Künstliche Intelligenz akzeptierten und durch sie entlastet würden.

Vitako-Vorstand Lars Hoppmann fasste die zentrale Botschaft zum Abschluss der Veranstaltung zusammen: „Als kommunale IT-Dienstleister kennen wir die Herausforderungen vor Ort und wissen, was nötig ist, um digitale Lösungen flächendeckend einzuführen. Die Digitalisierung der Verwaltung muss dort vorangetrieben werden, wo sie wirkt: in den Kommunen. Dafür sind klare Verantwortlichkeiten, stabile Finanzierung und ein entschlossener Umsetzungswille entscheidend. Vitako ist bereit, diesen Weg gemeinsam, lösungsorientiert und praxisnah mitzugestalten.“



Stichwörter: Politik, Vitako


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