Mittwoch, 15. April 2026

AyunisNeue KI-Werkzeuge für die Verwaltung

[11.07.2025] Das Start-up Locaboo heißt jetzt Ayunis und will mit zwei neuen KI-Tools die Verwaltung unterstützen. Die Lösungen namens Core und Studio sollen Prozesse vereinfachen und Mitarbeitende entlasten. Entwickelt wurde die Plattform speziell für den Einsatz im öffentlichen Sektor – datenschutzkonform und offen zugänglich.

Das GovTech-Unternehmen Ayunis, bis vor Kurzem unter dem Namen Locaboo bekannt, hat zwei neue Werkzeuge zur Unterstützung der Verwaltung vorgestellt. Die Produkte Core und Studio sollen Verwaltungsprozesse mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) effizienter machen. Laut Ayunis wurde die Plattform speziell für den öffentlichen Sektor entwickelt und sei sofort einsatzbereit.

Mit dem KI-Werkzeug Core bekommen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter einen digitalen Assistenten mit Chat-Oberfläche. Das System funktioniere unabhängig von einzelnen KI-Modellen, verspricht der Anbieter. Es verbinde Daten, Schnittstellen und Prozesse miteinander, die in vielen Verwaltungen bislang isoliert sind. Core ist als offene Software (Open Source) verfügbar. Die Plattform kann laut Ayunis entweder im Rechenzentrum, lokal in der Behörde oder in einer europäischen Cloud betrieben werden. Unterstützt werden unter anderem KI-Modelle wie ChatGPT in einer EU-Version oder das französische System Mistral.

Das zweite Produkt Studio analysiert eingereichte Antragsunterlagen mithilfe von KI. Die Daten aus den Dokumenten werden für die Bearbeitung aufbereitet. Die Entscheidung über die Datenübernahme trifft weiterhin eine Sachbearbeiterin oder ein Sachbearbeiter. Ziel sei eine schnellere Bearbeitung bei gleichbleibender Kontrolle.

Laut Ayunis lassen sich mit Studio komplexe Verwaltungsverfahren digital umsetzen – etwa bei Anträgen auf Kita-Zuschüsse oder Sozialleistungen. Die Einführung werde vom Unternehmen begleitet. Die bestehenden Locaboo-Lösungen für Ressourcenmanagement, etwa für die Buchung von Bürgerhäusern oder Sportstätten, bleiben weiter bestehen und werden ebenfalls weiterentwickelt. Unternehmensgründer Andreas Michel sagt: „Echte Verwaltungsmodernisierung beginnt nicht bei der Bürger-App, sondern bei den Prozessen, Formularen und Entscheidungswegen im Hintergrund – genau dort setzen wir an.“





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