Samstag, 31. Oktober 2026

KaiserslauternMehr Sicherheit bei Großveranstaltungen

[24.10.2025] In Kaiserslautern sorgen ab sofort vier eigens entwickelte mobile Teleskopmastsysteme (TEMES) für mehr Sicherheit bei Großveranstaltungen. Die TEMES können flexibel aufgebaut und beispielsweise mit Kameras bestückt werden. Sie verfügen über ein dauerhaft aktives Monitoring und Alarmierungssystem. Eine mobile Stromversorgung über mehrere Stunden ist möglich.
Ein Teleskopmast, der mit Beleuchtung, Richtfunk und steuerbarer Kamera ausgestattet ist.

Die Teleskopmasten können beispielsweise mit Beleuchtung, Richtfunk und steuerbarer Kamera ausgestattet werden.

(Bildquelle: KL.digital)

Nach mehreren Praxistests hat jetzt KL.digital vier mobile Teleskopmastsysteme (TEMES) an den Kommunalen Vollzugsdienst der Stadt Kaiserslautern übergeben. Wie die hundertprozentige Tochtergesellschaft der rheinland-pfälzischen Kommune mitteilt, sollen sie fortan für mehr Sicherheit bei Großveranstaltungen sorgen. Es handle sich um die neueste Eigenentwicklung des herzlich digitalen Teams. Nach Rainbow, dem sternförmigen Glasfasernetz, das viele Liegenschaften mit dem Rathaus verbindet, und MOGLI, der mobilen Glasfaserlösung, die bei Veranstaltungen – und auch im Falle einer Notlage – kurzfristig sichere Netze für Einsatzkräfte oder die Bevölkerung bereitstellen kann (wir berichteten), sei TEMES der nächste Schritt hin zu einer modernen, vernetzten Sicherheitsinfrastruktur. Eines der Mastsysteme ist laut KL.digital erfolgreich bei der Oktoberkerwe 2024, dem diesjährigen Altstadtfest sowie der Maikerwe eingesetzt. Entlang der dabei gewonnenen Erfahrungen sei TEMES optimiert worden.

Durch den modularen Aufbau können die Teleskopmasten je nach Einsatzszenario flexibel bestückt werden, sei es mit Kameras, Richtfunkstrecken, Access-Points oder Beleuchtung und perspektivisch auch mit Durchsagetechnologie. Der Aufbau sei schnell und unkompliziert. „Die Teleskopmasten sind extrem leicht und dadurch mobil einsetzbar“, erklärt Frank Huber, Geschäftsführer von KL.digital. „Sie lassen sich innerhalb weniger Minuten aufbauen und in den Einsatz bringen. Falls erforderlich auch an einem beliebigen Ort von einem Fahrzeug aus.“ Die im ausgefahrenen Zustand sechs Meter hohen Masten können für mehrere Stunden auch mittels mobiler Stromversorgung betrieben werden. Zudem verfügen die vernetzten Systeme über ein dauerhaftes aktives Monitoring und Alarmierungssystem, sodass etwaige Störungen oder Manipulationen schnell erkannt und behoben werden können. „Auch gegen Hackerangriffe ist es gewappnet, da es als geschlossenes IT-Ökosystem vollständig isoliert betrieben wird“, erklärt Huber.

Gemeinsam mit der ebenfalls übergebenen mobilen Videowall für das Lagezentrum sind die neuen Systeme laut KL.digital eine wertvolle Unterstützung für Veranstalter sowie für Einsatz- und Rettungskräfte. Sie sorgen für eine bessere Übersicht über das Veranstaltungsgeschehen und erleichtern so schnelle, fundierte Entscheidungen in Echtzeit. „Wir hatten beim Altstadtfest zwei Einsätze, bei denen die Technik entscheidend war“, berichtet Werner Schmidt, Abteilungsleiter des Kommunalen Vollzugsdienstes. „In einem Fall konnten wir eine Privatdrohne schnell erkennen und daraufhin reagieren und in einem weiteren Fall eine drohende Überfüllung eines Platzes frühzeitig identifizieren und vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Diese neuen Systeme sind für uns sehr, sehr wichtig. Die Technik ist für uns unabdingbar.

Die Entwicklung der TEMES wurde laut KL.digital durch Fördermittel im Rahmen der Modellprojekte Smart Cities finanziert. Eigentümerin der Systeme sei die Stadt Kaiserslautern. Die leistungsstarke Technik sei kostengünstig und somit auch für andere Kommunen interessant und finanzierbar.





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