Donnerstag, 29. Oktober 2026

BonnSensordaten weisen den Weg ins Kühle

[29.10.2026] Die Stadt Bonn ergänzt ihre Stadtklimaanalyse um ein Netz von Klimasensoren. Aktuelle Messwerte sollen die Bedingungen vor Ort sichtbar machen und helfen, an heißen Tagen kühlere Aufenthaltsorte zu finden. Die Daten sind über das Geoportal öffentlich zugänglich.
Hausfassade mit Klimasensor, dieser sieht etwa aus wie ein weiß angestrichenes Mikrofon.

Einer der installierten Klimasensoren.

(Bildquelle: Bundesstadt Bonn/Kai Glasenapp)

Das Amt für Umwelt und Stadtgrün und das Amt für Bodenmanagement und Geoinformation der Stadt Bonn nehmen ein stadtweites Netz mit 65 Klimasensoren in Betrieb. Wie die Stadt mitteilt, sind bereits 36 Messpunkte aktiv. Bis Ende 2026 soll das Netz vollständig installiert sein. Die Sensoren erfassen kontinuierlich die Lufttemperatur und die relative Luftfeuchtigkeit. Damit ergänzen sie die vorhandene Stadtklimaanalyse um aktuelle Messwerte vor Ort. Die Analyse beruht auf klimatischen Modellrechnungen, die exemplarisch die Situation am 21. Juni betrachten. Sie liefert ein flächendeckendes Bild thermischer Belastungen sowie der Verteilung von Hitzeinseln und Kaltluftbereichen.

Für die Auswahl der Messstandorte greift die Stadt auf die Ergebnisse dieser Analyse zurück. Rund 10 Sensoren sind für Bereiche vorgesehen, die als besonders wärmebelastet identifiziert wurden. Weitere 55 werden an sogenannten kühlen Orten installiert. Dazu zählen öffentliche Grünflächen und andere Bereiche, die laut Stadtklimaanalyse vergleichsweise angenehme klimatische Bedingungen bieten. Die fortlaufenden Messungen machen die aktuelle Situation an den einzelnen Standorten sichtbar. Bürgerinnen und Bürger sollen sich so über die Bedingungen informieren und an heißen Tagen gezielt kühlere Aufenthaltsorte aufsuchen können.

Die erhobenen Werte werden in die Urban Data Platform (UDP) der Stadt Bonn integriert. Über die Seite Bonner Klima sind im Geoportal die Sensorstandorte und die jeweils aktuellen Temperaturen einsehbar. Ergänzend bietet ein Dashboard die Möglichkeit, Messdaten rückwirkend auszuwerten. Künftig sollen sich damit sowohl Tagesverläufe als auch längerfristige Entwicklungen über mehrere Monate an allen Messstandorten nachvollziehen lassen.





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