AhausVom Digitalpreis zum KI-Vorreiter

Thomas Spieker, CDO der Stadt Ahaus, an seinem Arbeitsplatz.
(Bildquelle: Tobit Software)
Die Auszeichnung mit dem Preis Digitale Orte 2024 (wir berichteten) machte Ahaus zum Vorbild für gelungene Digitalisierung. Jetzt geht die 40.000-Einwohner-Stadt den nächsten Schritt und macht Künstliche Intelligenz zum festen Bestandteil der Verwaltung. Pragmatismus, Sicherheit sowie Nutzen für Mitarbeiter und Bürger stehen dabei im Mittelpunkt. Statt zentraler IT-Projekte können Beschäftigte in Ahaus ihre digitalen Assistenten jetzt selbst einrichten – ganz ohne Programmierkenntnisse, einfach und in natürlicher Sprache. Dies berichtet das regionale Unternehmen Tobit Software, dessen Lösung in Ahaus zum Einsatz kommt. Entstanden sind bereits ein Agent für Organisationsentwicklung, ein Digitalisierungs-Support-Agent sowie zahlreiche kleine Helfer im Bereich Baurecht und Bauordnung. „Unsere Leute merken schnell, dass sie Routinearbeiten abgeben können und so mehr Zeit für anspruchsvollere Aufgaben bleibt“, sagt Thomas Spieker, Chief Digital Officer der Stadt. Besonders effektiv sei, dass die Assistenten auf bestehende Daten wie Protokolle oder Teilnehmerlisten zugreifen können. Was früher Papierstapel oder Sucherei bedeutete, geschieht nun in Sekunden.
Sicherheit als Grundvoraussetzung
Auf die Frage zum sicheren Umgang mit sensiblen Daten gibt es in Ahaus klare Antworten. Personenbezogene Informationen werden automatisch erkannt und verschleiert, bevor sie überhaupt ein KI-Modell erreichen. Alle Prozesse laufen in einer abgeschirmten Infrastruktur, interne Daten bleiben strikt dort, wo sie hingehören – innerhalb der Verwaltung. „Für uns ist Sicherheit nicht verhandelbar“, betont Spieker. „Nur wenn Bürger und Mitarbeiter Vertrauen in die Technologie haben, kann KI im Alltag wirklich wirken.“ Die Basis dafür liefert der Sidekick Server von Tobit Software. Dieser bündelt verschiedene KI-Modelle und macht sie über sogenannte Intelligent Agents für jeden Anwendungsfall nutzbar. Ob Dokumentation, interne Kommunikation oder Datenanalyse – jeder Bereich kann sich die digitalen Assistenten schaffen, die er wirklich braucht. „Das Entscheidende ist: Die Plattform liefert die Bausteine, wir kombinieren sie so, wie es zu unseren Abläufen passt. Das Ergebnis ist KI, die sich an uns anpasst – und nicht umgekehrt“, so Spieker.
Signalwirkung für andere Kommunen
Mit dem Preis „Digitale Orte“ hat Ahaus bereits bundesweit für Aufsehen gesorgt. Der konsequente Schritt in Richtung Künstliche Intelligenz setzt diese Erfolgsgeschichte fort. Die Stadt beweist, dass auch kleinere Kommunen bei innovativen Technologien vorangehen können – ohne dabei Kompromisse bei Datenschutz, Sicherheit und Bürgernähe einzugehen. Dieses Vorgehen kann auch zum Vorbild für andere Kommunen werden. Mittlerweile setzen neben Ahaus weitere Städte auf die KI-Lösung Sidekick und zeigen, wie sich Tradition bewahren, Verantwortung ernst nehmen und gleichzeitig die Chancen neuer Technologien nutzen lassen.
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