AachenBaumdaten im Geoportal

Im Geoportal der Stadt Aachen können sich die Bürger jetzt ausführlich über den öffentlichen Baumbestand informieren.
(Bildquelle: blew1/123rf.com)
In mehr als acht Jahren Arbeit hat der Aachener Stadtbetrieb eine Erstaufnahme aller öffentlichen Bäume vorgenommen (wir berichteten). Am Ende waren rund 125.000 Exemplare im Baumkataster erfasst – deutlich mehr, als die Expertinnen und Experten ursprünglich geschätzt hatten. Wie die Stadtverwaltung Aachen mitteilt, sind die im Baumkataster erfassten Daten nun in Teilen auch der Öffentlichkeit zugänglich. Im Geoportal der Stadt Aachen seien jetzt für jeden Baum die Stammdaten zur Gattung, Größe, Kronen- und Stammdurchmesser hinterlegt.
„Das, was die Kolleginnen und Kollegen hier erarbeitet haben, ist etwas sehr Besonderes“, betont Aachens Oberbürgermeister Michael Ziemons. „125.000 Bäume einzeln zu begutachten und zu bewerten, ist eine enorme Zahl und eine herausragende Leistung.“ Dass davon die Bürgerinnen und Bürger nun in einer zusätzlichen Form profitierten, sei ein weiterer Gewinn.
Die erfassten Informationen lassen sich nach Angaben der Stadt Aachen in vielfältiger Weise evaluieren. Heiko Thomas, Beigeordneter für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude, verweist in diesem Zusammenhang auf die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur. Darin ist festgelegt, dass städtische Ökosysteme auf nationaler Ebene bis 2030 keinen Nettoverlust an städtischer Grünfläche und Baumüberschirmung erleiden dürfen und danach weiterwachsen sollen. „Das Baumkataster ist für uns ein wichtiges Instrument, um diesen Prozess zu betreuen.“
Die Besonderheit des Aachener Baumkatasters liege unter anderem in der Bündelung der Thematik beim Team Baumunterhaltung des Aachener Stadtbetriebs. Unabhängig von den Liegenschaften – ob Spiel- und Sportplätze, Friedhöfe, Parkanlagen, Straßenzüge, Gebäudegrün, Kitas und Schulen – seien alle Stadtbäume zentral erfasst. „Das vereinfacht Prozesse und schafft Synergien“, sagte Andreas Schulz, Leiter der Baumunterhaltung des Stadtbetriebs.
Neben den Stammdaten haben die Baumkontrolleurinnen und -kontrolleure auch Informationen zum Zustand der Aachener Bäume aufgenommen, etwa zur Beschaffenheit von Baumkrone, Stamm, Rinde, Wurzelwerk und Baumumfeld, sowie Notizen über mögliche Krankheiten, Wunden, Pilzbefall oder Standfestigkeit. In einem dritten Bereich werden mögliche, erforderliche Maßnahmen aufgeführt. „All diese Informationen werden heute schnell und übersichtlich am mobilen Endgerät ins Programm eingegeben und sind sofort für alle abrufbar. Dadurch können wir auch direkt im Baumkataster Arbeitsaufträge an die Baumpflege weitergeben und Langzeitmaßnahmen bestimmen.“
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