KielVideoberatung statt Amtsbesuch

Die Stadt Kiel ermöglicht eine Antragstellung von zu Hause, flexibel und ohne zusätzlichen Behördengang - zumindest für einige ausgewählte Leistungen.
(Bildquelle: Marco2811/Fotolia.com)
Den nächsten Schritt in Richtung moderner Verwaltung macht das Stadtamt der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel. Im Rahmen eines Pilotprojekts ist es seit Anfang Februar 2026 möglich, ausgewählte Services erstmals vollständig online zu erledigen. Die Kielerinnen und Kieler können diese über ein Portal nutzen, welches unter anderem Online-Authentifizierung, sicheren Datentransfer, digitale Signaturmöglichkeiten sowie die elektronische Bezahlung von Gebühren erlaubt. Eine Videoberatung ermöglicht dabei die persönliche Begleitung.
Persönliche Beratung, digital umgesetzt
Die Videoberatung ist nach Angaben der Stadt das zentrale Element der neuen Online-Services – als digitale Alternative zum Vor-Ort-Termin. Anliegen, die bislang persönlich auf dem Amt erledigt werden mussten, können jetzt, wenn gewünscht, vollständig online abgewickelt werden. Antragstellende werden dabei per Video durch den gesamten Prozess begleitet und können ihr Anliegen medienbruchfrei und rechtskonform online abschließen. Zum Start des Pilotprojekts stehen folgende Services zur Verfügung:
- Im Standesamt: Kirchenaustritt, Vaterschaftsanerkennung, Mutterschaftsanerkennung, Erklärung zum Namen eines Kindes, Erklärungen zur Namensführung in der Ehe, Angleichungserklärung, Erklärung zum Geschlechtseintrag und der Vornamen.
- Im Bereich Einbürgerung gibt es eine digitale Unterstützung bei der Antragstellung. Die neuen Angebote sind über die Online-Terminbuchung erreichbar.
Echte Wahlfreiheit
Die neuen Online-Services bieten zahlreiche Vorteile. Da Anfahrt und lange Wartezeiten entfallen und Beratung und Abschluss online erfolgen, gibt es eine echte Zeitersparnis. Die Nutzung erfolgt komfortabel über ein intuitives, barrierearmes Online-Portal. Höchste Datenschutzstandards und rechtskonforme Prozesse garantieren nach Angaben der Stadt Sicherheit, während automatisierte Abläufe für eine schnellere Bearbeitung sorgen. Und nicht zuletzt leisten papierlose Verfahren ohne Ausdrucke oder Postversand einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.
Die Stadt Kiel betont, dass die digitalen Angebote als zusätzliche Serviceoption zu verstehen sind. Persönliche Termine vor Ort bleiben weiterhin möglich und können über die Online-Terminbuchung vereinbart werden. Auf jeden Fall will das Stadtamt mit dem Pilotprojekt im Standesamt und in der Einbürgerung den Grundstein für den weiteren Ausbau vollständig digitaler Verwaltungsleistungen legen.
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