BremenKlassisches Telefon hat ausgedient

Verwaltungsmitarbeitende der Hansestadt Bremen telefonieren künftig per Softphone über das Internet.
(Bildquelle: psphotography/123rf.com)
Das klassische Telefon hat in der der bremischen Verwaltung bald weitgehend ausgedient. Wie der Senat der Hansestadt Bremen Ende April beschlossen hat, wird es durch das sogenannte Softphone ersetzt. Dahinter verbirgt sich eine Softwareanwendung, die auf dem Computer läuft und Telefonate über das Internet ermöglicht. Die Umstellung soll nach Angaben des Senators für Finanzen in der ersten Jahreshälfte 2027 abgeschlossen sein. Ausgerollt werden rund 9.300 Softphones. Stationäre Endgeräte sollen nur noch in begründeten Ausnahmefällen an Computerarbeitsplätzen zugelassen werden.
Mit dem Softphone als zentralem Kommunikationsmittel reagiert die Hansestadt Bremen laut eigener Aussage auf den grundlegenden Wandel der Arbeitsorganisation: So sei der Arbeitsalltag in der bremischen Verwaltung längst durch ortsflexibles Arbeiten, hybride Zusammenarbeit und zunehmendes Desk-Sharing geprägt; rund 90 Prozent der Standard-IT-Arbeitsplätze seien bereits mit mobilen Endgeräten ausgestattet.
Das Softphone ermöglicht im Gegensatz zum fest installierten Telefon eine ortsunabhängige Kommunikation und stellt den erforderlichen Schritt zur Weiterentwicklung der Arbeitsweltkonformität der Beschäftigten dar. Langfristig soll die Lösung auch die Kosten stabil halten. So lassen sich damit unter anderem die Hardware-Investitionen verringern, auch Austausch-, Montage- sowie Lagerkosten fallen geringer aus. Nicht zuletzt tragen Softphones zu einem niedrigeren Stromverbrauch bei und vermeiden Elektroschrott.
„Bremen räumt das klassische Telefon aus den Amtsstuben und etabliert das Softphone als moderne Grundausstattung“, kommentiert Finanzsenator Björn Fecker. „Das Softphone unterstützt das ortsflexible Arbeiten, führt zu Kostenstabilität und verbessert auch die Nachhaltigkeit. Diese Vorteile gegenüber dem klassischen Telefon wollen wir nutzen.“
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