Montag, 19. Oktober 2026

DresdenZwei Bürgerterminals eröffnet

[05.06.2026] Das Sozialamt Dresden eröffnet an zwei Standorten digitale Bürgerterminals, an denen Bürger Verwaltungsleistungen von Bund, Freistaat und Stadt ohne Wartezeit selbst erledigen können. Die Geräte richten sich besonders an Menschen ohne eigenen Internetzugang und erweitern damit Dresdens laufende Digitaloffensive im Sozialbereich.

Wer in Dresden einen Sozialpass beantragen, sein Führungszeugnis anfordern oder seinen Wohnsitz ummelden will, kann das künftig an einem einzigen Terminal erledigen – inklusive Passfotofunktion direkt vor Ort. Wie die sächsische Landeshauptstadt mitteilt, hat das Sozialamt an zwei Standorten sogenannte BundID-Terminals in Betrieb genommen: im Sozialrathaus an der Junghansstraße 2 in Striesen sowie in der Außenstelle am Schießhaus 1 in der Wilsdruffer Vorstadt.

Die Geräte bündeln Online-Dienste von Bund, Freistaat Sachsen und der Stadt Dresden auf einer Oberfläche. Nutzer können unter anderem Rentenauskunft einholen, BAföG beantragen, ihr Punktekonto beim Kraftfahrtbundesamt abfragen, sich ins Organspenderegister eintragen und ihre Einkommensteuererklärung über Elster einreichen. Für den Dresdner Sozialpass lässt sich am Terminal zusätzlich ein Passfoto aufnehmen.

Sozialbürgermeisterin Kristian Klaudia Kaufmann betont, die Terminals seien Teil der Digitaloffensive „Sozial geht digital!“ und ermöglichten es, „kostenfrei persönliche verwaltungsrelevante Themen online zu klären oder Leistungen online zu beantragen“. Sie reduzierten Aufwand und Zeit und förderten gleichzeitig die digitale Teilhabe.

Voraussetzung für die Nutzung ist ein BundID-Konto, das zentrale Bürgerkonto des Bundes. Die Registrierung setzt einen gültigen Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion voraus.

Die Terminals stehen dienstags von 8 bis 18 Uhr und donnerstags von 8 bis 16 Uhr bereit – jeweils zu den regulären Öffnungszeiten des Sozialamts. Auch Beschäftigte der Stadtverwaltung dürfen sie nutzen.

In Sachsen betreibt die Deutsche Gesellschaft für Informations- und Versorgungsmanagement (DeGIV) die Terminals im Auftrag einer Förderzusage des Freistaats Sachsen. Dresden ist kein Neuling in diesem Bereich: Bereits im Januar 2026 erhielt das Dresdner Jobcenter als erstes Jobcenter bundesweit ein solches Gerät (wir berichteten).





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