WolfsburgMünchner Lösung im Einsatz

München setzt für Verkehrszählungen auf die Eigenentwicklung DAVe.
(Bildquelle: Screenshot)
Die Stadt Wolfsburg nutzt seit April 2026 die Münchner Open-Source-Software DAVe (Datenbank und Auswertung von Verkehrszählungen) für Verkehrszählungen. Die Fachanwendung wurde gemeinsam vom Mobilitätsreferat und it@M entwickelt. Wie die bayerische Landeshauptstadt in ihrem Digitalblog berichtet, hat das Mobilitätsreferat die fachlichen Anforderungen an die Software spezifiziert, die technische Umsetzung lag bei it@M. Die Eigenentwicklung sei notwendig gewesen, weil es keine vergleichbare Lösung auf dem Markt gebe.
DAVe ermöglicht nach Angaben der Stadt München die Verwaltung, Auswertung, Darstellung und Aufbereitung von Verkehrserhebungen. Die Daten helfen bei der Analyse der Verkehrsentwicklung und werden für die Verkehrsplanung in München verwendet. Sie zeigen zum Beispiel Verkehrsmengen von Kfz und Radverkehr und machen Entwicklungen über längere Zeiträume sichtbar.
Erste weitere Kommune setzt DAVe ein
In München ist DAVe seit 2021 im Einsatz. Doch auch das Interesse anderer Kommunen an dieser Fachanwendung ist laut der bayerischen Landeshauptstadt sehr groß. Die Stadt Wolfsburg hat DAVe als erste Kommune im Einsatz.
Damit zeigt sich laut der Stadt München, wie kommunale Eigenentwicklungen über Stadtgrenzen hinaus Mehrwert schaffen können. DAVe ist ein Beispiel dafür, wie offene Softwarelösungen die digitale Transformation der Verwaltung unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen Städten stärken können.
„Mit DAVe ist in München eine moderne Open-Source-Lösung entstanden, die einen konkreten Mehrwert für die Verkehrsplanung schafft – und nun auch anderen Kommunen zur Verfügung steht. Dass Wolfsburg DAVe einsetzt, zeigt, wie wichtig Zusammenarbeit und Wissensaustausch zwischen Städten sind“, sagt IT-Referentin und München-CDO Laura Dornheim.
Datenbasis wird kontinuierlich erweitert
DAVe wird nach und nach weiterentwickelt, um zusätzliche Daten zu integrieren und damit immer leistungsfähiger zu werden, so die Stadt München. Zunächst wurden mehr als 5.000 manuell erhobene Kfz- und Radverkehrszählungen in die Anwendung integriert. In einer zweiten Projektstufe kamen Daten aus Kfz-Detektoren und Fahrrad-Dauerzählstände hinzu. Aktuell würden auch manuell erhobene Fußverkehrsdaten einbezogen.
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