Mittwoch, 23. September 2026

KölnMobilitätsCockpit verstetigt

[23.09.2026] Köln führt die Datenplattform MoCKiii nach Abschluss der Förderphase dauerhaft fort. Sie verknüpft Verkehrs-, Umwelt- und Wetterdaten in Echtzeit. Die Informationen fließen unter anderem in Verkehrsanlagen, das Brückenleitsystem und die Mobilithek ein.
Reihe von Autos, Nahaufnahme, im Hintergrund orangefarbenes Bokeh

Mobilitätsmanagement und Verkehrsplanung werden in Köln digital unterstützt.

(Bildquelle: mikkiorso/123rf.com)

Die Stadt Köln hat das MobilitätsCockpit Köln (MoCKiii) nach Abschluss der Förderphase in den Regelbetrieb überführt. Die Plattform soll das städtische Verkehrsmanagement und die Mobilitätsplanung unterstützen. Ein Ratsbeschluss sichert ihren Einsatz bis mindestens 2035, wie die Stadt mitteilt. Das Förderprojekt endete am 30. Juni 2026 und kostete insgesamt rund 4,3 Millionen Euro. Der Bund stellte im Rahmen des Förderaufrufs „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ etwa 2,7 Millionen Euro bereit. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte die wissenschaftliche Methodik für die tagesaktuelle Berechnung des Modal Split.

Verkehrs- und Umweltdaten in Echtzeit

Die Plattform verknüpft fortlaufend Daten aus verschiedenen städtischen Quellen. Dazu gehören Messwerte lokaler Zählstellen für Kraftfahrzeuge, den Rad- und Fußverkehr, anonymisierte Mobilfunkdaten sowie Positionsdaten fahrender Fahrzeuge. Diese Informationen werden mit Luftschadstoff- und Wetterdaten kombiniert. Mathematische Modelle berechnen daraus in Echtzeit die aktuelle Verkehrsverteilung, örtliche Schadstoffkonzentrationen und den CO₂-Ausstoß. Zudem ermittelt das System täglich den Modal Split, also die Verteilung des Verkehrs auf die verschiedenen Verkehrsmittel bei der Kölner Bevölkerung sowie bei Pendlerinnen und Pendlern. „MoCKiii kann uns dabei helfen, den Verkehr intelligenter zu steuern, Staus zu reduzieren und Emissionen gezielt zu senken“, sagte Mobilitätsdezernent Ascan Egerer.

Warnmeldungen und Umstiegsempfehlungen

Nach Angaben der Stadt fließen die Ergebnisse unmittelbar in das Verkehrsmanagement ein. Über digitale Verkehrsinformationsanlagen kann die Verwaltung beispielsweise frühzeitig zum Umstieg auf den öffentlichen Personennahverkehr raten. Das Brückenleitsystem nutzt die Daten, um Staus auf den Rheinquerungen zu verringern. Bei erhöhten Stickstoffdioxid-Werten sendet MoCKiii zudem automatisiert Warnmeldungen an die nationale Mobilitätsdatenplattform Mobilithek. Entsprechend ausgestattete Hybridfahrzeuge können dadurch beim Einfahren in betroffene Stadtgebiete automatisch in den elektrischen Betriebsmodus wechseln.





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