Föhr-AmrumTourismusabgabe vollständig digital

Auf Amrum und Föhr kann die Tourismusabgabe jetzt vollständig online abgewickelt werden.
(Bildquelle: Oliver Franke)
Keine Formulare, keine Wege, keine Wartezeit: Mit der Digitalen Tourismusabgabe ist im Amt Föhr-Amrum jetzt nach Angaben der Verwaltung einer der ersten vollständig digitalen und medienbruchfreien Verwaltungsdienste dieser Art in Schleswig-Holstein in den Produktivbetrieb gegangen. Beherbergungs- und Handwerksbetriebe sowie weitere touristisch ausgerichtete Unternehmen auf Föhr und Amrum können ihre Tourismusabgabe ab sofort vollständig online erfassen, melden und abrechnen. Papierformulare oder Behördengänge sollen damit entfallen.
Betroffen sind nach Angaben des Amts rund 5.500 Tourismusabgabefälle. Bereits im Mai 2026 hatte die Verwaltung angekündigt, das Verfahren zu digitalisieren. Vor dem Produktivstart wurde der neue Dienst gemeinsam mit rund 20 Pilotbetrieben aus Beherbergung, Handel, Gastronomie, Handwerk und Verkehr getestet. Die Unternehmen erprobten den gesamten Prozess von der Dateneingabe bis zur Abrechnung. Ihre Rückmeldungen seien anschließend in die Weiterentwicklung des Dienstes eingeflossen.
„Mit dem Livegang der Digitalen Tourismusabgabe lösen wir ein Versprechen ein, das wir im Mai gegeben haben: digitale Verwaltung, die im Alltag unserer Betriebe wirklich ankommt“, sagt Amtsdirektor Christian Stemmer. Der intensive Praxistest mit den Gewerbetreibenden sei „goldrichtig“ gewesen. „So wird aus einer guten Idee ein Dienst, der zuverlässig funktioniert.“
Projekt mit Vorzeigecharakter
Entstanden ist die Digitale Tourismusabgabe im Rahmen einer Kooperation des Amts Föhr-Amrum mit der Staatskanzlei Schleswig-Holstein (wir berichteten) und dem dänischen IT-Unternehmen Netcompany. Spätestens ab Januar 2027 soll die Lösung nach Angaben der Projektpartner als Blaupause für weitere Kommunen in Schleswig-Holstein dienen. Perspektivisch soll sie zudem auf andere Verwaltungsleistungen übertragen werden können.
Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter bezeichnet den Produktivbetrieb als „Meilenstein auf dem Weg zu vollständig digitalen, medienbruchfreien Verwaltungsprozessen“. Ziel sei es, „dass Daten fließen und nicht die Menschen und Unternehmen Papier verschicken oder in die Behörden laufen müssen“. Das Pilotprojekt habe auch aufgrund der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Vorzeigecharakter.
Technische Grundlage des Dienstes ist nach Angaben von Netcompany die modulare Plattform AMPLIO. Die Lösung sei von Beginn an für eine mögliche Nachnutzung konzipiert worden. „Mit der digitalen Tourismusabgabe verbinden wir unsere Erfahrungen aus der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Dänemark mit den konkreten Anforderungen der Kommunen in Schleswig-Holstein“, erklärt Jess Møller Knudsen, DACH Managing Director bei Netcompany. Perspektivisch könne die Lösung auch von weiteren Kommunen und für andere Abgabenarten eingesetzt werden.
Die Digitale Tourismusabgabe ist Teil der Digitalisierungsstrategie des Amtes Föhr-Amrum. Bereits seit Ende April 2026 wird über den Dienst MOINBoard.de ein vollständig digitaler Zuzugsprozess für interessierte Fachkräfte angeboten. Ergänzt werden die digitalen Angebote durch sogenannte Digitale Knotenpunkte auf Föhr und Amrum.
Mannheim: Bot beantwortet Bürgerfragen
[18.09.2026] Die Stadt Mannheim erweitert ihr digitales Informationsangebot um einen Chatbot. Der Mannheim-Bot durchsucht die Inhalte der städtischen Website und soll Bürgerinnen und Bürgern schnell passende Antworten auf konkrete Fragen liefern. mehr...
Sachsen-Anhalt: Mängel einfacher digital melden
[14.09.2026] Das Land Sachsen-Anhalt erleichtert seinen Kommunen den Zugang zu digitalem Anliegen- und Mängelmanagement. Die EfA-Lösung „Sag's uns einfach“ kann über mehrere Nachnutzungsplattformen bezogen werden. mehr...
Smart Country Convention: Lösungen für den Bürgerbesuch
[10.09.2026] Auf der Smart Country Convention präsentiert JCC Software Lösungen für Terminvereinbarung, Besuchersteuerung, Personalplanung und Zahlungsabwicklung. Kommunen sollen damit Bürgerbesuche durchgängig organisieren und ihre Beschäftigten bei der Bearbeitung entlasten können. mehr...
Augsburg: Vom Formular zum Service
[09.09.2026] Augsburg zählt mit rund 600 Online-Diensten und mehr als 2.100 einzelnen Verwaltungsleistungen zu den digital führenden Kommunen Deutschlands. Ausgehend von digitalen Formularen auf Basis von cit intelliForm ist dort ein integriertes Serviceangebot für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen entstanden. mehr...
Gütersloh: Bauanträge nur noch online
[04.09.2026] Gütersloh macht das Bauportal.NRW ab September zum alleinigen Einreichungsweg für Bauanträge. Auch die weitere Kommunikation im Genehmigungsverfahren erfolgt digital. Daneben erweitert die Stadt ihr Bürgerportal um Online-Anträge und Terminvereinbarungen des Jugendamts. mehr...
Niedersachsen: Wie können Kommunen digitaler werden?
[03.09.2026] Dataport und das Land Niedersachsen haben rund 250 Kommunen bei der digitalen Transformation begleitet. Ihr Abschlussbericht stellt vor allem organisatorischen Handlungsbedarf fest und empfiehlt gemeinsame Standards, zentrale Dienste sowie mehr Qualifizierung. mehr...
NOLIS/public.consulting: Kommunale Datenpflege
[01.09.2026] NOLIS und public.consulting bieten Kommunen einen gemeinsamen Service für die Datenpflege kommunaler Online-Portale an. Das Angebot verbindet die NOLIS-Software mit externer Datenpflege und soll Verwaltungen bei der laufenden Aktualisierung ihrer Inhalte entlasten. mehr...
Stadtwerke Lübeck Solutions/ITV.SH: Hohe Erwartungen an digitale Verwaltung
[27.08.2026] Viele Menschen in Schleswig-Holstein erwarten nutzerfreundliche digitale Verwaltungsleistungen. Für Kommunen ist deren Umsetzung aber mitunter aufwendig. Stadtwerke Lübeck Solutions und ITV.SH wollen deshalb die Nachnutzung bewährter Lösungen erleichtern. mehr...
Landkreis Augsburg: Integreat-App erweitert
[26.08.2026] Neuzugewanderte im Landkreis Augsburg können Informationen in der Integreat-App künftig über einen Chat-Assistenten suchen. „Frag Integreat“ beantwortet frei formulierte Fragen auf Basis der vom Landkreis bereitgestellten Inhalte. mehr...
Dinslaken: Digitales Serviceangebot erweitert
[21.08.2026] Die Stadt Dinslaken erweitert ihr digitales Serviceangebot um neue Online-Dienste im Bürgerbüro und in der Ausländerbehörde. Erstmals prüft dabei auch eine KI hochgeladene Unterlagen, während eine Dokumentenbox die Abholung von Aufenthaltstiteln vereinfacht. mehr...
Gemeinde Jork: App für Verwaltungsinformationen und digitale Dienste eingeführt
[19.08.2026] Die Gemeinde Jork bündelt Verwaltungsinformationen und digitale Dienste in einer eigenen Smartphone-App. Grundlage ist die NOLIS | CityApp, die Inhalte direkt aus dem bestehenden Content Management System übernimmt und so den Bürgerservice auf einem weiteren Kanal verfügbar macht. mehr...
Berlin: New Work im Bürgeramt
[11.08.2026] Berlin erprobt, wie Frontoffice, Backoffice und Ausbildung in einem Großraumbüro organisiert werden können. Das Pilotprojekt soll zugleich moderne Arbeitsformen testen und einen Gestaltungs- und Organisationsrahmen für weitere Bürgerämter entwickeln. mehr...
Studie: Diese Bürgerämter sind digital spitze
[06.08.2026] Auch in diesem Jahr hat die Gisma University of Applied Sciences untersucht, wie weit die Bürgerämter in den 20 größten deutschen Städten digitalisiert sind. Den Spitzenplatz konnte Düsseldorf erobern, gefolgt von München, Frankfurt, Berlin und Essen. mehr...
Stuttgart: Bürgerbüros setzen auf digitale Services
[04.08.2026] Die Bürgerbüros in Stuttgart wollen künftig Online-Services und die Online-Terminvergabe noch stärker in den Mittelpunkt rücken. mehr...

















