Donnerstag, 5. November 2026

KielRegionPegeldaten für die Klimaanpassung

[05.11.2026] Mit digitalen Sensoren werden in der Region Kiel Wasserstände und Durchflussmengen in Gewässern und Rückhaltebecken überwacht. Die Messdaten stehen ab sofort auf der regionalen Datenplattform DatenDock zur Verfügung und sollen Kommunen bei der Klimaanpassung unterstützen.
Sensor an einem Fließgewääser im Hintergrund Häuser

In der Region Kiel soll die digitale Pegelüberwachung eine wichtige Datengrundlage für die Klimaanpassung schaffen.

(Bildquelle: KielRegion GmbH)

Im Rahmen des Smart-City-Projekts SmarterLeben erprobt die KielRegion GmbH – ihr gehören neben der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel die Kreise Rendsburg-Eckernförde und Plön an – gemeinsam mit kommunalen Partnern den Einsatz digitaler Pegelstandsensoren. Ziel der Maßnahme „Smarte Wasserplanung“ ist es, Veränderungen der Wasserstände frühzeitig zu erkennen und eine bessere Datengrundlage für den Umgang mit Starkregen, Trockenheit und anderen klimabedingten Extremereignissen zu schaffen. Wie die KielRegion mitteilt, sind die erfassten Pegel- und Durchflussdaten jetzt über die regionale Datenplattform DatenDock abrufbar. Dort werden die Messwerte verschiedener Standorte zentral visualisiert und für kommunale Planungsprozesse bereitgestellt.

Ein erster Praxistest fand in der Gemeinde Kalübbe im Kreis Plön statt. Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr wurden dort Löschwasserteiche mit digitalen Sensoren ausgestattet. Die Messwerte werden über das Funknetz LoRaWAN übertragen und im DatenDock dargestellt. So lassen sich kritische Wasserstände frühzeitig erkennen, ohne dass regelmäßige Kontrollen vor Ort erforderlich sind.

Aufbauend auf diesen Erfahrungen wird die digitale Pegelüberwachung nun auf weitere Standorte ausgeweitet. Gemeinsam mit dem Tiefbauamt und dem Umweltschutzamt der Landeshauptstadt Kiel sowie dem Fachdienst Umwelt des Kreises Rendsburg-Eckernförde sollen zusätzliche Sensoren in Regenrückhaltebecken, Fließgewässern und Grundwassermessstellen installiert werden. Die technische Umsetzung übernimmt das dänische Unternehmen SmartBrønd.

„Mit der digitalen Pegelüberwachung schaffen wir eine wichtige Datengrundlage für die Klimaanpassung in der Region“, erklärt Simon Radtke, Projektmanager der KielRegion. Die zentrale Bereitstellung der Daten ermögliche es den beteiligten Akteuren, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Risiken besser einzuschätzen und Maßnahmen gezielter zu planen. Das System soll nicht nur den Aufwand für manuelle Kontrollen reduzieren, sondern künftig auch automatische Warnmeldungen bei kritischen Wasserständen ermöglichen und wertvolle Daten für Prognosen und Planungsprozesse liefern. 

Das Projekt SmarterLeben wird als eines der derzeit 73 Modellprojekte Smart Cities (MPSC) vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) gefördert. 





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