Sonntag, 25. Januar 2026

GroßbritannienDigitale Zukunft

[14.04.2010] Behörden in Großbritannien sollen nach dem Wunsch von Premierminister Gordon Brown Dienstleistungsunternehmen für Back-Office-Funktionen erhalten. Außerdem hat das britische Staatsoberhaupt angekündigt, das Regierungsportal Directgov durch eine personalisierte Website namens Mygov ersetzen zu wollen.

In seiner Rede zur digitalen Zukunft Großbritanniens Ende März 2010 hat Premierminister Gordon Brown angekündigt, Dienstleistungsunternehmen einrichten zu wollen, die Back-Office-Funktionen für Behörden übernehmen. Vorbild sei das Shared Service Center des Arbeitsministeriums, das 140.000 Mitarbeiter in drei Ministerien versorge und im Laufe des nächsten Jahres vier weitere hinzugewinnen soll. Nach den Wünschen Browns sollen die Dienstleistungsunternehmen modernste elektronische Plattformen verwenden und Vorreiter bei Green IT sein. Es gebe auch keinen Grund, warum hier künftig nicht privates Kapital einfließen könne. Laut einem Bericht des britischen Branchendienstes Kable hat Premierminister Brown in der Rede außerdem angekündigt, eine interaktive, personalisierte Website anbieten zu wollen, die es Bürgern unter anderem erlauben soll, Renten, Zuwendungen und Steuern zu verwalten oder sich für eine Schule anzumelden. Das Portal namens Mygov, das auf Open Source Software basieren soll, wird die Regierungswebsite Directgov ersetzen und soll Vorbild sein für die Dienstleistungserbringung der Verwaltung. Gordon Brown: „Heutzutage sagen Websites, welche anderen Produkte oder Dienstleistungen einen interessieren könnten. Warum tun Verwaltungswebsites das nicht? Mit Mygov werden sie es tun.“ Bürger erhielten die Kontrolle, würden den für sie relevanten Inhalt wählen und den Grad ihres Dialogs bestimmen. Das Feedback der Bürger wiederum helfe der Verwaltung, ihre Dienste zu verbessern. Brown kündigte außerdem an, eine Organisationseinheit einrichten zu wollen, welche Behörden dabei unterstützt, Verwaltungsdienstleistungen online anzubieten. Außerdem solle im Herbst ein Online-Verzeichnis aller Datensätze der Behörden, die keine persönlichen Informationen enthalten, veröffentlicht werden.





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