Montag, 16. Februar 2026

MünchenArbeitsplatz flexibel buchen

[09.06.2023] Die Stadt München hat den Einsatz der Sharing-Plattform klink für die Buchung von Büroarbeitsplätzen erprobt. Ergebnis: Die Lösung hilft, attraktive Arbeitsbedingungen zu fördern und die Nutzung vorhandener Büroflächen zu optimieren.
Die Anwendung zeigt Mitarbeitenden

Die Anwendung zeigt Mitarbeitenden, wo welche Arbeitsplätze zur Verfügung stehen.

(Bildquelle: Landeshauptstadt München)

Zunehmende Digitalisierung, neue aktivitätsbasierte Büroraumkonzepte und die Möglichkeiten von Homeoffice haben das vorherrschende Verständnis von Arbeit weitreichend verändert: Die Digitalisierung von Geschäftsabläufen und Prozessen sowie Homeoffice fördern ein ortsunabhängiges Arbeiten, neue Büroraumkonzepte bieten ein vielfältiges Arbeitsbereichsangebot, das die aktuelle Tätigkeit unterstützt. Der Ort der Aufgabenerledigung wird somit unmittelbar an die konkret zu erledigende Aufgabe geknüpft. Mit den neuen Büroraumkonzepten und der Flexibilisierung von Arbeit geht zudem das Loslösen vom eigenen, festen Arbeitsplatz einher. Diese Entwicklung hat das Potenzial, nicht nur attraktive Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden zu schaffen, sondern auch eine optimierte Nutzung verfügbarer Büroflächen zu erreichen.
Die Grundvoraussetzungen dafür, dass Büroarbeitsplätze flexibel, aktivitätsbasiert und ortsunabhängig genutzt werden können, hat im Jahr 2021 das auf zahlreiche Standorte verteilte Kreisverwaltungsreferat der bayerischen Landeshauptstadt München (LHM) identifiziert. Wichtig ist demnach insbesondere, Transparenz und Sicherheit hinsichtlich der verfügbaren Büroarbeitsplätze zu schaffen – Interessierte müssen wissen, welche Arbeitsplätze gerade wo zur Verfügung stehen. Als potenzielle Lösung wurde gemeinsam mit weiteren Referaten der LHM der Einsatz einer Sharing-Plattform für die Buchung von Büroarbeitsplätzen erprobt. Nach erfolgreicher Bewerbung von Isarwatt beim Innovationswettbewerb der Stadt München konnte gemeinsam mit der Energiegenossenschaft in einer mehrwöchigen Co-Creation-Phase die Sharing-Plattform klink für den Einsatz im städtischen Umfeld eingerichtet werden.

Achtwöchige Pilotphase

Im Rahmen einer achtwöchigen Pilotphase konnten dann knapp 100 Test-User aus verschiedenen Referaten rund 20 Büroarbeitsplätze an verschiedenen Standorten der LHM standortübergreifend buchen. Zusätzlich wurde für eine Abteilung die Buchung der vorgehaltenen und nicht ausreichenden Büroarbeitsplätze am eigenen Standort ermöglicht. In der Sharing-Plattform konnten die beteiligten Referate standortübergreifend buchbare sowie für die eigenen Mitarbeitenden zur Verfügung stehende Arbeitsmöglichkeiten darstellen. Für jede Arbeitsmöglichkeit wurden die Ausstattung vor Ort, die zeitliche Verfügbarkeit – zum Beispiel nur von Montag bis Mittwoch zwischen 6:00 und 15:00 Uhr – sowie der berechtigte Nutzerkreis definiert. Zusätzlich konnten weitere relevante Informationen wie Zugang oder Lage hinterlegt werden. Die Test-User konnten die eingestellten Arbeitsmöglichkeiten in Abhängigkeit der Verfügbarkeiten buchen. Eine Suchfunktion ermöglichte das Filtern nach gewünschten Standorten und benötigten zeitlichen Verfügbarkeiten.
Im Anschluss an die Pilotphase wurde eine umfangreiche Evaluation durchgeführt. Diese bestätigte, dass sich die angestrebten Ziele, attraktive Arbeitsbedingungen zu fördern und die Nutzung vorhandener Büroflächen zu optimieren, mit dem Einsatz der Sharing-Plattform erreichen lassen. Rund 89 Prozent der Befragten gaben an, dass die Möglichkeit eines standortübergreifenden Arbeitens die Attraktivität der Stadt München als Arbeitgeberin steigern kann – die Plattform schafft die Voraussetzungen hierfür, indem sie transparent macht, welche Arbeitsplätze überhaupt zur Verfügung stehen, und unterstützt so eine räumlich flexible Arbeitsweise der Beschäftigten. Die Arbeitswege der Mitarbeitenden lassen sich damit signifikant verkürzen oder können ganz eingespart werden.

Besser ausgelastete Räume

Des Weiteren ergibt sich durch den Einsatz der Lösung die Chance, Räume besser auszulasten: Die Mehrheit der Befragten (74 Prozent) sieht ein klares Potenzial dafür, vorhandene Büroflächen mithilfe der Plattform optimal zu nutzen und nicht benötigte Flächen durch die Reduzierung der erforderlichen Anzahl an vorgehaltenen Arbeitsplätzen langfristig einzusparen.
Entscheidend beim Einsatz einer Sharing-Plattform ist die Überlegung, für welche Fachbereiche ein standortübergreifendes und aktivitätsbasiertes Arbeiten sinnvoll oder überhaupt möglich ist. Insbesondere für Bereiche mit aktuell hoher Anwesenheitserfordernis und Bindung an einen bestimmten Arbeitsplatz oder Arbeitsbereich – wie es etwa für Mitarbeitende im Bürgerbüro der Fall ist – ist eine Einbindung der Büroarbeitsplätze in eine Sharing-Plattform zum aktuellen Zeitpunkt nicht zielführend. Vielmehr sollten solche Bereiche in den Fokus genommen werden, welche häufig wechselnde Tätigkeiten aufweisen und aufgrund verschiedener Termine regelmäßig an unterschiedlichen Standorten an Besprechungen teilnehmen. Zusätzlich können alle Bereiche betrachtet werden, bei welchen aufgrund der Aufgabenstellung kein eigener Arbeitsplatz erforderlich ist – hier können nicht benötigte Arbeitsplätze eingespart oder nicht ausreichende Büroarbeitsplätze optimal genutzt werden.
Da die Pilotphase das Erfordernis einer Sharing-Plattform für die Landeshauptstadt München bestätigt hat, setzt das IT-Referat nun ein entsprechendes IT-Projekt auf, um die Einführung einer solchen Lösung für städtische Büroarbeitsplätze in die Tat umzusetzen.

Christian Steiner ist in der Stabsstelle der Geschäftsleitung im Kreisverwaltungsreferat der Stadt München tätig.




Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: CMS | Portale
Screenshot der Bernauer Plattform mit eingeblendeten Eye-Able-Einstellungen.

Bernau bei Berlin: Barrierearmes Online-Rathaus

[11.02.2026] In Bernau bei Berlin können die Bürgerinnen und Bürger über das Serviceportal Rathaus online bestimmte Verwaltungsdienste zeit- und ortsunabhängig digital in Anspruch nehmen. Der integrierte Eye-Able-Assistent erleichtert Menschen mit Einschränkungen den Zugang zur Plattform. mehr...

Screenshot der Startseite von Augsburg.de mit eingeblendetem Barrierefreiheit-Menü.

Augsburg: Informationen in Leichter Sprache

[11.02.2026] Die Augsburger Website kann nun in 15 Sprachen und zahlreiche Inhalte auch in Leichter Sprache ausgespielt werden. Die Plattform soll so barriereärmer werden. Das Angebot wird Schritt für Schritt erweitert. mehr...

Screenshot leben in Weimar

Weimar: Leben in der Stadt im Überblick

[06.02.2026] Die Stadt Weimar hat ihre Internetseiten rund um das Leben in der thüringischen Kommune überarbeitet und neu strukturiert. Statt eines komplexen Mixes aus Zuständigkeiten, Formularen und Verweisen stehen nun lebensnahe Themen im Mittelpunkt. mehr...

Mehrere Personen stehen vor einem Whiteboard mit einer Präsentation der Integriert-App versammelt, zwei davon drücken symbolisch den Startknopf des neuen Angebots.
bericht

Essen / Kaiserslautern / Würzburg: Integreat-App unterstützt Zugezogene

[03.02.2026] Um zugewanderten und geflüchteten Menschen das Ankommen in der Stadt zu erleichtern, greifen jetzt auch Essen und Würzburg auf die Integreat-App zurück. Kaiserslautern bietet die Open-Source-Anwendung bereits seit sechs Jahren an und stellt sie neuerdings in 13 Sprachen zur Verfügung. mehr...

Screenshot Serviceportal Kreis Wittenberg

Kreis Wittenberg: Service im Portal

[30.01.2026] Im Serviceportal der Kreisverwaltung Wittenberg können Dienstleistungen digital in Anspruch genommen werden. Das Online-Angebot wird kontinuierlich ausgebaut. Der Verwaltung ist aber auch der persönliche Kontakt wichtig. mehr...

Mock-up eines Monitors mit den Webinhalten

Krefeld: Update für die Stadt-Webseite

[28.01.2026] Krefeld.de startet mit neuem Design und klarer Struktur. Die Website bündelt Informationen, trennt Inhalte konsequent vom Serviceportal und ist mobil, barrierearm sowie suchmaschinenoptimiert aufgebaut. Ziel ist ein schneller Zugang zu städtischen Angeboten. mehr...

Ein Auto fährt durch eine überflutetet Straße

Kreis Viersen: Gute Kommunikation für Krisenzeiten

[21.01.2026] In Katastrophenszenarien ist es wichtig, Bürgerinnen und Bürger umgehend zu informieren. Cyber-Angriffe können die unmittelbare Kommunikationsfähigkeit von Behörden aber stark einschränken. Der Kreis Viersen hat deshalb eine Notfallseite konzipiert, die aktuelle Warnungen und Vorsorgetipps vereint. mehr...

Holger Dettmer präsentiert ein Smartphone, auf dessen Bildschirm die Goslar-App zu sehen ist.

Goslar: Alles in einer App

[12.01.2026] Nach erfolgreicher Testphase bietet Goslar den Bürgerinnen und Bürgern nun eine kostenfreie Stadt-App an. Sie vereint zahlreiche digitale Dienstleistungen der Verwaltung und Informationen rund um das Stadtleben. Erweiterungen sind bereits geplant. mehr...

Screenshot Startseite Augustdorf.de

Augustdorf: Frisches Design und neue Funktionen

[08.01.2026] Die Gemeinde Augustdorf hat ihren Internetauftritt überarbeitet und präsentiert sich online jetzt moderner, bürgernäher und funktionaler. mehr...

Person vor Computerbildschirm mit BauTheLänd-Homepage

Plattform: Bau the Länd

[04.12.2025] In Baden-Württemberg bietet die neue Wissensplattform „Bau the Länd“ Bauherren, Planern, Behördenmitarbeitern und interessierten Bürgern zentrale Informationen rund um das Bauen im Land und das Virtuelle Bauamt mehr...

Screenshot der Startseite von hannover.gov.de.

Hannover: Stadt und Region starten gov.de-Portale

[20.11.2025] Sowohl die Stadt als auch die Regionsverwaltung Hannover bieten ihre Serviceportale jetzt mit der Endung gov.de an. Die für deutsche Behörden und staatliche Institutionen reservierten Domain-Endungen sollen die Vertrauenswürdigkeit der Websites herausstellen. mehr...

Zwei Männer und zwei Frauen sitzen nebeneinander an einem rundlichen Tisch und unterzeichnen Unterlagen.

Rheinland-Pfalz: Vier Landkreise starten IKZ-Portal

[19.11.2025] Im Rahmen des Pilotprojekts Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) haben die Kreise Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell, Vulkaneifel sowie der Eifelkreis Bitburg-Prüm ein gemeinsames Portal eingerichtet, das die Verwaltungsdienstleistungen aller vier Landkreise, ihrer Verbandsgemeinden und Städte bündelt. mehr...

Auf einem Tablet ist die neue Website zur Grünen Entdeckerstadt Bendorf zu sehen, vor dem Tablet steht eine Tasse mit der Aufschrift Grüne Entdeckerstadt Bendorf.

Bendorf: Website zum Stadtentwicklungsprozess

[14.11.2025] Bendorf bündelt die Themen Klimakompetenz, Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung auf einer neuen Website zum Stadtentwicklungsprozess. Das Portal soll die Themen des Zukunftsprojekts nicht nur sichtbar machen, sondern auch verständlich vermitteln. Auch zeigt sie an, wie die Menschen vor Ort aktiv mitwirken können. mehr...

drei Endgeräte zeigen die Website Lippstadt im Advent

Portale: Lippstadt im Advent

[14.11.2025] Eine neue Website bündelt erstmals alle Adventsangebote in der nordrhein-westfälischen Stadt Lippstadt. Ein Adventskalender ist ebenfalls Teil des digitalen Angebots. mehr...

Gebärdensprach-Avatar für Ulmer Website

Ulm: Virtueller Helfer für Gehörlose

[13.11.2025] Auf der Website der Stadt Ulm finden sich jetzt auch Videos in deutscher Gebärdensprache. Präsentiert werden sie von einem Avatar. mehr...