Montag, 23. März 2026

GöttingenAusbau des städtischen Messnetzes

[22.12.2025] Ein Sensoriknetzwerk liefert der Stadt Göttingen wichtige Informationen über Wasserstände, die Baumgesundheit und die lokale Klimaentwicklung. Das Netz soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Die Daten sollen unter anderem in Forschung, Analysen und Planungsprozesse einfließen.
Ein Netzwerk bestehend aus leuchtenden Linien.

Das Sensoriknetz erhebt ausschließlich umweltbezogene Daten, personenbezogene Informationen werden nicht erfasst.

(Bildquelle: plaifahwannapa11/123rf.com)

In Göttingen sollen Umwelt- und Klimadaten noch umfassender erfasst werden. Mit diesem Ziel baut die niedersächsische Kommune laut eigenen Angaben ihr Sensoriknetzwerk aus. Derzeit umfasst das Netz Pegelsensoren, Sensoren zur Baumgesundheit, Wettersensoren und Sensoren zur Übermittlung von Verbrauchsdaten. Die Installation zusätzlicher Wettersensoren und weiterer Umweltmesspunkte sei bereits geplant.

Die Pegelsensoren sind entlang der Flüte am Kiessee in der Göttinger Südstadt installiert. Sie sollen dabei helfen, die Entwicklung bei Starkregenereignissen besser einschätzen zu können. An derzeit zwölf Messstellen werde außerdem der Grundwasserpegel automatisiert und tagesaktuell erfasst. So könne beobachtet werden, wie sich die Pegel im Jahresverlauf oder bei Extremwetterlagen verändern.

Die Sensoren zur Baumgesundheit seien im Wurzelbereich bestimmter Bäume zu finden. Hinzu kommen sogenannte Dendrometer an den Stämmen. Die Stadt erhalte somit Daten zur Bodenfeuchte in verschiedenen Tiefen sowie zur Vitalität der Bäume. Diese Informationen sollen zukünftig helfen, den Wasserbedarf präziser einzuschätzen und besonders die Pflege von Jungbäumen zielgerichtet anzupassen.

Ohne personenbezogene Informationen

Die Klima- und Wettersensoren erfassen an ausgewählten Standorten die Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag, während die Sensoren zur Übermittlung von Verbrauchsdaten von den Stadtwerken Göttingen im Wärme- und Wasserbereich eingesetzt werden. Hier übermitteln moderne Zähler die Messwerte automatisiert und verschlüsselt über ein LoRaWAN, wodurch die manuelle Ablesung entfalle. Die Datenpakete sind laut Göttingen technisch gesichert und nicht mit personenbezogenen Informationen verknüpft.

Die Stadt stelle insgesamt sicher, dass über das Sensoriknetz ausschließlich umweltbezogene Daten erhoben werden. Personenbezogene Informationen werden gar nicht erst erfasst. Bei ausgewählten Projekten sei vorgesehen, Messdaten öffentlich zur Verfügung zu stellen, um Transparenz zu schaffen und Forschung sowie Innovation zu unterstützen. Langfristig sollen die Messdaten ohnehin in Forschung, Analysen und Planungsprozesse einfließen.

Kooperation mit Stadtwerken, Energieversorger und Wissenschaft

Im Rahmen der Projekte kooperiert die Stadt eng mit den Stadtwerken und dem Energieversorger EAM. Die Stadtwerke stellen das Funknetz bereit, über das die Sensoren ihre Daten versenden. Die Masten der Straßenbeleuchtung der EAM bieten in vielen Fällen die Möglichkeit, Sensoren an schon bestehender Infrastruktur zu installieren, sodass sie optisch so wenig wie möglich stören. 

Bei einzelnen Sensorprojekten arbeitet die Stadt außerdem eng mit Forschungseinrichtungen zusammen. Sie unterstützen mit wissenschaftlicher Expertise etwa in Bodenforschung, Hydrologie und Klimabeobachtung. Durch diese Kooperationen können Messmethoden weiterentwickelt, Daten fachlich eingeordnet und gemeinsame Pilotprojekte realisiert werden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Eine Person scannt mit dem Smartphone den QR-Code eines Stadtwürfels in Bremerhaven.

Bremerhaven: Stadtwürfel statt Baustellenschild

[20.03.2026] Mit QR-Code versehene Stadtwürfel sollen in Bremerhaven künftig direkt am Ort des Geschehens über Bauprojekte informieren. Der QR-Code führt zu einer ausführlichen Projektbeschreibung auf der kommunalen Website. Im Gegensatz zu Bauschildern können die Würfel flexibel platziert und verlinkt werden. mehr...

Mönchengladbach: Echtzeit-Sensoren überwachen Verkehrsflüsse

[18.03.2026] Ob ausverkaufte Heimspiele der Borussia, Konzerte populärer Bands oder internationale Sportereignisse – im Mönchengladbacher Nordpark finden zahlreiche Großveranstaltungen statt. Mithilfe smarter Daten will die Stadt die dort anfallenden Verkehrsströme besser verstehen und lenken. mehr...

Abstrakte Darstellung eines Baums, der Daten sendet.

KI: Wenn Bäume ihren Wasserbedarf selbst melden

[17.03.2026] Um Stadtbäume gesund zu erhalten, müssen sie vor Trockenstress geschützt werden. Nicht zuletzt aus Kostengründen ist aber auch eine Überwässerung zu vermeiden. Ein urbanes, mit Künstlicher Intelligenz (KI) arbeitendes Bewässerungssystem erfüllt beide Kriterien und unterstützt obendrein bei der Routenplanung. mehr...

Screenshot vom Deckblatt des Studienberichts zum Smart City Index 2025, den der Digitalverband Bitkom vorgelegt hat.

Smart City Index 2025: Studienbericht liefert Detailergebnisse

[17.03.2026] Den Smart City Index 2025 ergänzend hat der Digitalverband Bitkom nun einen Studienbericht mit bislang unveröffentlichten Teilergebnissen herausgegeben. Er macht beispielsweise ersichtlich, dass fast alle Städte bei der Energie- und Wärmeplanung auf digitale Technologien setzen. mehr...

Screenshot aus dem Simulationstool

Hamburg: Mit dem Digitalen Zwilling Verkehrslärm simulieren

[11.03.2026] Hamburg hat ein neues Tool zur Lärmsimulation entwickelt, mit dem bereits in frühen Phasen die Verkehrslärmverhältnisse für Bauvorhaben bewertet werden können. Die quelloffene Lösung steht über OpenCoDE auch anderen Städten zur Verfügung. mehr...

Mehrere Personen stehen in einem Raum zum Gruppenfoto versammelt. Zwei von ihnen betätigen einen symbolischen Startknopf, eine dritte hält einen aufgeklappten Laptop in den Händen auf dem die Startseite der neuen Website zu sehen ist.

Kreis Warendorf: Smart Region mit eigener Website

[11.03.2026] Als Smart Region Kreis Warendorf bringen der Landkreis und 13 kreisangehörige Kommunen ihre Digitalisierung gemeinsam voran. Auf einer neuen Website präsentiert das Zukunftsprojekt nun seine Digitalisierungsstrategie und erklärt die einzelnen Handlungsfelder. mehr...

Der Digitale Zwilling der Stadt Dresden ist auf einem Tablet zu sehen, das eine Person in den Händen hält.

Dresden: Digitaler Zwilling simuliert Unwetter

[09.03.2026] Wie sich Unwetterereignisse auf Dresden auswirken können, simuliert jetzt ein Digitaler Zwilling der Stadt. Welche Eindrücke und Erfahrungen die Nutzerinnen und Nutzer mit dem öffentlich zugänglichen Prototyp der 3D-Anwendung machen, soll eine Online-Umfrage zeigen. mehr...

Mehrere Personen stehen in einem Raum zum Gruppenfoto versammelt.

Oberhausen: Smarte Ideen aus der Stadtgesellschaft

[09.03.2026] Über ihren Co-Creation Fund unterstützt die Stadt Oberhausen zum zweiten Mal innovative Smart-City-Vorhaben aus der Stadtgesellschaft. Der Fund wird durch Fördermittel des Bundes ermöglicht mit dem Ziel, Ideen aus der Bürgerschaft sowie von Initiativen, Organisationen und weiteren Beteiligten gemeinsam mit der Stadtverwaltung umzusetzen. mehr...

Screenshot des DigiTal Zwilling Wuppertal mit den eingeblendeten Bodenfeuchtedaten.

DigiTal Zwilling Wuppertal: Erste Echtzeitsensordaten

[06.03.2026] Der Digitale Zwilling Wuppertals zeigt jetzt Echtzeitdaten zur Bodenfeuchte an unterschiedlichen Standorten an. Es handelt sich um die ersten live verfügbaren Sensordaten auf der Plattform. mehr...

Blick von Außen durch die Glasfront eines Ladengeschäfts ins Stadtlabor Soest

Studie: Ankerorte für den digitalen Wandel

[04.03.2026] Stadtlabore, Makerspaces und Digitalwerkstätten machen Smart-City-Themen für den Alltag greifbar. Im Rahmen der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities (MPSC) wurde nun untersucht, wie solche Ankerorte des digitalen Wandels wirken – und was sie für Kommunen leisten können. mehr...

Eine bei der Polizeibehörde Freiburg um Breisgau angestellte Person nimmt mit der Smartphonekamera ein geparktes Fahrzeug auf.

Scan-Fahrzeuge: Abschluss der Versuchsreihe in Freiburg

[02.03.2026] Baden-Württemberg hat in mehreren Pilotkommunen den Einsatz von Scan-Fahrzeugen zur digitalen Parkraumkontrolle getestet. Den Abschluss der Versuchsreihe bildet nun Freiburg. Die Ergebnisse aller Pilotversuche sollen in einem Handlungsleitfaden für Kommunen zusammengefasst werden. mehr...

Nahaufnahme der Reifen und des Unterbodens eines PKW auf verschneiter Straße.

Bad Pyrmont: Smarte Glätte-Detektion

[26.02.2026] Wie glatt es auf den Straßen wird, ist eine Frage, die nicht nur Verkehrsteilnehmende, sondern auch die Winterdienste stark beschäftigt. In Bad Pyrmont werden dazu spätestens im nächsten Winter exakte Daten zur Verfügung stehen. Möglich macht’s ein über LoRaWAN verbundenes Sensorennetzwerk. mehr...

Ein öffentlicher Mülleimer mit Transponder in Arnsberg.

Arnsberg: Smarte Abfallbehälter

[20.02.2026] Die Technischen Dienste Arnsberg behalten öffentliche Abfallbehälter nun mittels Künstlicher Intelligenz (KI) im Blick. Transponder messen den Füllstand der Behältnisse, die KI wertet die gesammelten Daten aus und berechnet optimale Abfuhrtouren.  mehr...

Vier Personen stehen unter einer LED-Tafel, die Parkmöglichkeiten in Wolfsburg anzeigt.

Wolfsburg: City-Infosystem ersetzt Parkleitschilder

[12.02.2026] In Wolfsburg informieren jetzt smarte, frei programmierbare LED-Tafeln flexibel über freie Parkmöglichkeiten und den Verkehr in der Stadt und können auch darüber hinausgehende Hinweise ausstrahlen. Aus dem einstigen Parkleitsystem ist somit ein multifunktionales City-Informationssystem geworden. mehr...

Gruppenfoto vor weißem Lieferwagen

Marpingen: Pilotprojekt für KI-gestütztes Straßenmanagement

[02.02.2026] In Marpingen werden Schäden an Straßen und Verkehrsschildern von kommunalen Fahrzeugen bei Alltagsfahrten per Smartphone erfasst. Eine KI-gestützte Open-Source-Lösung übernimmt die Aufbereitung der Daten. Bald soll die Lösung in 25 weiteren saarländischen Kommunen ausgerollt werden. mehr...