HamburgBeschleunigte Soforthilfe dank SAP
Bund und Länder haben ein Corona-Soforthilfe-Programm mit einem Volumen von 50 Milliarden Euro ins Leben gerufen, das über die Länder abgewickelt werden soll. Um die Flut von Anträgen zu bewältigen, hat SAP laut eigenen Angaben für die Freie und Hansestadt Hamburg und ihre Förderbank, die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) innerhalb kürzester Zeit ein digitales Antragsverfahren entwickelt.
„Die Bundesregierung hat eine bemerkenswerte Soforthilfe auf die Beine gestellt, die in einigen Ländern wie zum Beispiel Hamburg um weitere Haushaltsmittel ergänzt wird. Die zu erwartende Antragsflut lässt sich nur mit geeigneten IT-Prozessen bewältigen“, sagt Nikolaus Hagl, Leiter Public Services & Energy bei SAP. Um die Bearbeitungsprozess erheblich zu beschleunigen, habe SAP eine Cloud-Anwendung entwickelt. Diese biete den Vorteil, dass der Antragsteller die Förderung direkt online nachfragen kann, ohne hierfür PDF-Formulare herunterladen, ausfüllen und per E-Mail versenden zu müssen. Hierdurch entfalle erheblicher manueller Aufwand.
Mithilfe der SAP Cloud Platform wurde für die IFB Hamburg ein webbasiertes Antragsformular entwickelt und mit den nötigen Sicherheitsmechanismen versehen, um alle Datenschutzvorgaben zu erfüllen und das Portal vor Hacker-Angriffen zu schützen, teilt der Software-Konzern weiter mit. In einem nächsten Schritt sollen auch die Back-End-Prozesse in das System integriert werden, um Plausibilitätsprüfungen und die Kontrolle der Förderrichtlinien digital zu unterstützen.
Allein in den ersten Stunden nach Start der Förderung haben sich laut SAP knapp 38.000 Nutzer im Portal registriert und 16.500 Anträge übermittelt. Zu Spitzenzeiten verzeichnete das Portal 200.000 Aufrufe pro Stunde. Durch das von SAP entwickelte System habe die IFB Hamburg bereits in weniger als 24 Stunden die ersten Anträge bewilligen und die Antragsteller finanziell unterstützen können.
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