WürselenBestes digitales Bildungskonzept

Am Gymnasium Würselen lernen die Schüler mit Tablett-Computern.
(Bildquelle: goodluz/Fotolia.com)
Das Gymnasium der nordrhein-westfälischen Stadt Würselen ist Gewinner des delina-Innovationspreises für digitale Bildung 2017 in der Kategorie „School“. Den zweiten Platz teilen sich die Staatliche Realschule Rottenburg an der Laaber und das Ohm-Gymnasium Erlangen. Das gab der Digitalverband Bitkom bekannt, welcher den Preis bereits zum fünften Mal ausgeschrieben hatte. Wie der Branchenverband weiter mitteilt, würdigte die 25-köpfige Jury aus renommierten Bildungsexperten mit der Auszeichnung die erfolgreiche Entwicklung und Anwendung eines digitalen Bildungskonzepts am Gymnasium Würselen. Dieses wurde in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen, der Stadtverwaltung und dem kommunalen Dienstleister regio iT erarbeitet und beinhaltet den Einsatz von Tablet-Computern im Unterricht, der durch fach- und klassenstufenspezifische Mediencurricula, die systematische Integration eines Lern-Management-Systems und regelmäßige schulinterne Fortbildungsangebote für Lehrer begleitet wird. Vor diesem erfolgreichen Projekt hatte das Gymnasium Würselen laut Bitkom im Bereich E-Learning Rückschläge verkraften müssen: 2008 sei die Einführung von Laptop-Klassen noch an einem fehlenden didaktischen Konzept gescheitert. „Die Schule der Zukunft vereint eine ausgezeichnete digitale Infrastruktur mit innovativem Unterricht und motivierten Lehrern und Schülern. Das breite Engagement des Gymnasiums Würselen hat die Jury besonders beeindruckt und macht das Gymnasium zu einer Smart School“, erklärte Bitkom-Geschäftsleiter Joachim Bühler.
Vorbilder für die Schule von morgen
Auch die weiteren Preisträger sind laut Bitkom echte Vorbilder: So hat die Staatliche Realschule Rottenburg an der Laaber eine eigene App entwickelt, die ein fächerübergreifendes Feedback-System bietet und datenintensive Informationen auf einen Schul-Server auslagert. Per App reagieren die Schüler auf Fragen und Problemstellungen im Unterricht. Die Antworten werden in der Lehrerversion der App gesammelt und übersichtlich in einer Projektion dargestellt, um dies für die pädagogische Arbeit verwerten zu können.
Das Ohm-Gymnasium Erlangen wiederum macht Unterrichtsinhalte durch den Einsatz von Virtual und Augmented Reality anschaulich und begreifbar. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von ergänzenden Bildern aus Schulbüchern und Postern mit Grafiken, Videos und Animationen bis hin zu komplexer Objekterkennung, beispielsweise eines Modells des menschlichen Herzens. Viele der Objekte haben die Schüler selbst in 3D-Programmen modelliert oder mit speziellen Scan-Apps eingelesen, nachbearbeitet und mit dem schuleigenen 3D-Drucker in Klassensätzen ausgedruckt. Zentrale Schnittstelle ist eine selbstentwickelte App, welche die Inhalte geräte- und plattformübergreifend darstellt sowie Hintergrundinformationen, Tests und eine Wissensdatenbank bereithält. Bitkom-Geschäftsleiter Joachim Bühler: „Alle ausgezeichneten Projekte sind richtungweisende Modelle für die Schule von morgen.“
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