StuttgartBreitband-Service-Gesellschaft geplant
In Stuttgart soll eine regionale Breitband-Service-Gesellschaft gegründet werden. Konkrete Schritte zur Gründung hat jetzt laut eigenen Angaben der Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung des Verbands Region Stuttgart beschlossen. Wie der Verband mitteilt, sollen die Aufgaben der regionalen Koordinierungs- und Unterstützungsfunktion sowie des regionalen Breitband-Beauftragten auf die künftige Gesellschaft übertragen werden. An ihr beteiligen soll sich unter anderem die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, eine Tochtergesellschaft des Verbands. Vorgesehen sei außerdem, dass sich die Landeshauptstadt und die fünf Kreise der Region Stuttgart zu je einem Siebtel beteiligen. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die enge Zusammenarbeit der Region mit den Landkreisen und der Landeshauptstadt in eine schlagkräftige Organisationsform zu bringen – auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit privaten Anbietern“, sagt Nicola Schelling, Regionaldirektorin des Verbands. „Die künftige GmbH muss die weiteren Schritte koordinieren: den gemeinsamen Ausbau eines zukunftsfähigen Glasfasernetzes, das Datenmengen auch im Petabit-Bereich verlässlich und sicher transportieren kann und damit ein echter Standortfaktor für Wirtschaft und Mobilität in der Region Stuttgart ist.“
Synergien heben
Als Aufgaben der neuen Gesellschaft nennt der Verband unter anderem die Entwicklung einheitlicher Vorgaben und Richtlinien für den Breitband-Ausbau in der Region sowie die Definition von Standards im Umgang mit den Telekommunikationsunternehmen und Abstimmungsprozesse mit Fördermittelgebern. Sie soll als zentrale Schnittstelle zu Region, Land, Bund, Verbänden sowie Netzbetreibern und -eigentümern fungieren und Kommunen bei Finanzierung und Förderung unterstützen und beraten. Eine weitere Aufgabe sei die zentrale Steuerung von Planungs-, Ausschreibungs- und Fördermittelfragen und der Abschluss von Rahmen- oder Musterverträgen für juristische und technische Beratung.
Mit der Gründung der gemeinsamen regionalen Breitband-Service-Gesellschaft wird laut Verbandsangaben die Aufgabenteilung mit den Kreis-Infrastruktur-Organisationen klar geregelt. Zielsetzung sei es, so viele Synergien wie möglich zu nutzen und teures, personalintensives Know-how zentral vorzuhalten. Damit werde auch den begrenzten Personalkapazitäten bei Breitband-Experten Rechnung getragen. Darüber hinaus soll die Gesellschaft der gemeinsame Verhandlungspartner für mögliche Kooperationen mit den Telekommunikationsunternehmen sein.
Als einer der nächsten Schritte ist laut Verbandsangaben geplant, die Grundzüge der Gründung zu konkretisieren und mit dem Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg abzustimmen. In der Juni-Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung soll dann eine mit den anderen regionalen Partnern einvernehmlich ausgehandelte Glasfaser-Strategie verabschiedet werden.
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