NiedersachsenCybersicherheitsanalysen für Kommunen
Seit Jahren ist die Bedrohungslage aus dem Cyber-Raum für Unternehmen, kritische Infrastrukturen und die öffentliche Verwaltung auf einem hohen Niveau. Um die niedersächsischen Kommunen bei der Stärkung ihrer Cyber-Sicherheit zu unterstützen, hat das Land Niedersachsen im vergangenen Jahr ein Budget von einer Million Euro für die Durchführung von Cybersicherheitsanalysen zur Verfügung gestellt. Aufgrund der positiven Resonanz soll dieses Programm mit einem Budget von 1,2 Millionen Euro im Jahr 2023 fortgesetzt werden, wie nun das Niedersächsische Innenministerium bekannt gab. Dadurch sollen 100 weitere Kommunen die Chance auf eine Überprüfung ihrer Sicherheitsstandards erhalten. Im vergangenen Jahr haben rund 90 Städte, Gemeinden und Landkreise den Cybersicherheitscheck durchgeführt.
Das Angebot erfolgt in Zusammenarbeit mit den Kommunalen Spitzenverbänden in Niedersachsen, durchgeführt wird es vom Unternehmen Bechtle. Die teilnehmenden Landkreise, Städte und Gemeinden können auf Basis der Ergebnisse ihre Maßnahmen individuell anpassen. Im Gegenzug erhält das Land in anonymer Form wichtige Erkenntnisse darüber, in welchen Bereichen weitere Unterstützungsmaßnahmen wirkungsvoll eingesetzt werden können.
Die hohe Nachfrage aus den Kommunen habe gezeigt, dass das Land mit dem Angebot von Cybersicherheitsanalysen einen Nerv getroffen habe, sagt die Niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens. Nicht erst seit dem Cyber-Angriff in Neustadt am Rübenberge im Jahr 2019, in dessen Folge die Stadtverwaltung über Wochen nur sehr eingeschränkt arbeiten konnte, sei deutlich, welche Folgen eine solche Attacke haben könne. Deshalb habe der Schutz der IT sowie der vorhandenen Daten in den Kommunen eine herausragende Bedeutung. Mit den Cybersicherheitsanalysen leiste das Land einen wichtigen Beitrag, so die Ministerin.
Flyer von Bechtle zum Angebot (PDF, 278 KB)
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