Donnerstag, 26. Februar 2026

ekom21Datenplattform für smarte Kommunen

[25.04.2022] IT-Dienstleister ekom21 stellt gemeinsam mit Partnern eine Plattform bereit, die es smarten Kommunen und Regionen erlaubt, Daten sinnvoll zu verwalten, zu vernetzen und zu nutzen. Use Cases zeigen mögliche Einsatzszenarien.
ekom21-Cockpit aus der Präsentationsversion für die fiktive Musterkommune „Schönwetter am Berg“.

ekom21-Cockpit aus der Präsentationsversion für die fiktive Musterkommune „Schönwetter am Berg“.

(Bildquelle: ekom21)

Kommunen stehen derzeit vor großen Herausforderungen: Umwelt-, Klima- und Katastrophenschutz, Energieversorgung, Erhalt und Weiterentwicklung der Lebensqualität in Städten und Regionen. Nach Einschätzung des hessischen IT-Dienstleisters ekom21 können die Daten, die in Kommunen rund um die Uhr anfallen, dazu beitragen, diese Aufgaben zu bewältigen. Solche Daten entstehen etwa in Bereichen wie Mobilität, Energie, Wetter oder Ver- und Entsorgung, seien bisher aber noch vielfach ungenutzt. Würden diese Datenmengen nun harmonisiert, in Daten-Pools verwaltet und vernetzt, erhielten Kommunen intelligente Tools zur Analyse und Steuerung.
ekom 21 unterstützt Kommunen unter anderem mit Lösungen und Dienstleistungen für Smart Citys und Smart Regions, in deren Kern eine Datenplattform steht (wir berichteten). So kann nach Worten des IT-Dienstleisters „ein vernetztes Ökosystem für ein nachhaltiges, lebenswertes und inklusives Leben in der Kommune und der Region“ entstehen. Als typische Anwendungsbeispiele für solche Smart-City- oder Smart-Region-Lösungen nennt ekom21 Energie-Monitoring in Echtzeit oder die umweltsensitive Verkehrssteuerung. Doch auch in anderen Szenarien spiele die Datenplattform ihre Vorteile aus.

Smarte Parkplatzsuche

Nicht nur in Ballungsräumen tritt das Problem auf, dass viele Verkehrsteilnehmer gleichzeitig nach freien Parkplätzen suchen. Der Parksuchverkehr wirkt negativ auf das gesamte Verkehrsgeschehen und die Luftqualität. Abhilfe könne mit Rückgriff auf Daten aus Fahrzeugen geschaffen werden, die sich innerhalb einer bestimmten Kommune oder Region fortbewegen, so ekom21. Solche Floating Car Data (FCD) werden von Apps oder bei neueren Fahrzeugen auch fest verbauten GPS gesammelt. Auf diese kann ekom21 mittels eines so genannten Konnektors zugreifen. Weitere Datenquellen sind Sensoren der Verkehrs- und Parkrauminfrastruktur. Parkengpässe würden sichtbar und die durchschnittliche Dauer der Parkplatzsuche in einem Bereich könne berechnet werden. Dies könne die Grundlage für ein Echtzeit-Parkleitsystem sein. Kommunen könnten die gewonnenen Daten aber auch als Planungshilfe beim Ausbau weiterer Parkraumangebote nutzen.

Smarter Katastrophenschutz

Das zweite von ekom21 genannte Praxisbeispiel für die Anwendung der Datenplattform betrifft den Katastrophenschutz, vor allem bei Starkregenereignissen. Mittels Wasserstandssensoren von verschiedenen Punkten in den Gewässern einer Kommune oder Region können Daten an die ekom21-Lösung gesendet und mit weiteren Daten wie beispielsweise Wetterdaten angereichert werden. Daraus gewonnene Informationen würden dann auf dem Cockpit der Datenplattform visualisiert. Eine KI-Komponente erlaube es außerdem, Voraussagen zu treffen und dann rechtzeitig durch vordefinierte Schwellwerte Warnungen oder Alarmierungen auszulösen.

Breit aufgestellte Kooperation

Um das Angebot zu realisieren, kooperiert ekom21 mit den Unternehmen Kommunale Informationsverarbeitung Thüringen (KIV Thüringen) und T-Systems International und als Nachunternehmen mit dem [ui!] Urban Software Institute sowie mit Dataport. Diese Partner wurden im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung gefunden. Die abgeschlossene Rahmenvereinbarung ermögliche es, dass nahezu alle hessischen und thüringischen Kommunen ohne eigene Ausschreibung auf das Angebot von ekom21 zugreifen können. Interessierte können sich bei der Online-Veranstaltung „Open Door Digitalisierung“ am 28. April 2022 oder bei der Hausmesse eXPO22 am 1. Juni 2022 in Hanau informieren.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Nahaufnahme der Reifen und des Unterbodens eines PKW auf verschneiter Straße.

Bad Pyrmont: Smarte Glätte-Detektion

[26.02.2026] Wie glatt es auf den Straßen wird, ist eine Frage, die nicht nur Verkehrsteilnehmende, sondern auch die Winterdienste stark beschäftigt. In Bad Pyrmont werden dazu spätestens im nächsten Winter exakte Daten zur Verfügung stehen. Möglich macht’s ein über LoRaWAN verbundenes Sensorennetzwerk. mehr...

Ein öffentlicher Mülleimer mit Transponder in Arnsberg.

Arnsberg: Smarte Abfallbehälter

[20.02.2026] Die Technischen Dienste Arnsberg behalten öffentliche Abfallbehälter nun mittels Künstlicher Intelligenz (KI) im Blick. Transponder messen den Füllstand der Behältnisse, die KI wertet die gesammelten Daten aus und berechnet optimale Abfuhrtouren.  mehr...

Vier Personen stehen unter einer LED-Tafel, die Parkmöglichkeiten in Wolfsburg anzeigt.

Wolfsburg: City-Infosystem ersetzt Parkleitschilder

[12.02.2026] In Wolfsburg informieren jetzt smarte, frei programmierbare LED-Tafeln flexibel über freie Parkmöglichkeiten und den Verkehr in der Stadt und können auch darüber hinausgehende Hinweise ausstrahlen. Aus dem einstigen Parkleitsystem ist somit ein multifunktionales City-Informationssystem geworden. mehr...

Gruppenfoto vor weißem Lieferwagen

Marpingen: Pilotprojekt für KI-gestütztes Straßenmanagement

[02.02.2026] In Marpingen werden Schäden an Straßen und Verkehrsschildern von kommunalen Fahrzeugen bei Alltagsfahrten per Smartphone erfasst. Eine KI-gestützte Open-Source-Lösung übernimmt die Aufbereitung der Daten. Bald soll die Lösung in 25 weiteren saarländischen Kommunen ausgerollt werden. mehr...

Richard Himes und Landrat Bär halten einen Taupunktsensor, der in einem Raum steht.
bericht

Kreis Hof: Werkzeug für Winterdienst

[29.01.2026] Taupunktsensoren unterstützen im Hofer Land den Winterdienst. Dabei agieren Kreis und angehörige Kommunen gemeinsam. Die Entscheidung über das Ausrücken, Streuen oder Räumen treffen trotz der umfassenden Daten weiterhin die Beschäftigten. mehr...

Drei Personen stehen nebeneinander in einem Raum und halten eine Urkunde und den Milesight Impact Award 2025 in den Händen.

Smart Waste Hürth: Weltweites Leuchtturmprojekt

[27.01.2026] In Hürth messen Ultraschallsensoren den Füllstand öffentlicher Abfallbehältnisse und senden diese Daten an eine Künstliche Intelligenz. Die ermittelt, wann die Müllwagen welche Route nehmen sollten, um die Behälter zu leeren. Jetzt ist Smart Waste Hürth als weltweit sichtbares Leuchtturmprojekt ausgezeichnet worden. mehr...

Zwei Screenshots aus er App Park Stark: links die Umkreissuche, rechts Anzeige aller freien bzw. belegten Parkplätze im Stadtgebiet von Mannheim.

Mannheim: Orientierung für barrierefreies Parken

[20.01.2026] In Mannheim steht eine neue, barrierefreie App für die Suche nach freien Schwerbehindertenparkplätzen zur Verfügung. Park-Stark nutzt Echtzeitdaten von über 250 Stellplätzen und zeigt Verfügbarkeit, Navigation und Alternativen direkt auf dem Smartphone an. mehr...

Blick auf eine Veranstaltungshalle. Im Hintergrund ist ein Messestand zu sehen, davor stehen zahlreiche kleinere Tische, an denen Personen zusammen sitzen.

Mönchengladbach: Fünfter Smart City Summit Niederrhein

[20.01.2026] Mönchengladbach lädt am 26. Februar zur fünften Auflage des Smart City Summit Niederrhein ein. Mit Vorträgen, Workshops und einem großen Ausstellungsbereich richtet er sich an ein Fachpublikum, das sich mit der digitalen Transformation von Kommunen beschäftigt. Dabei werden strategische Perspektiven mit anschaulichen Praxisbeispielen verknüpft. mehr...

Bürgermeister Michael Gerdhenrich hält die neue Broschüre in der Hand, im Hintergrund ist auf einem Bildschirm das Video zu BE smart zu sehen.

Beckum: BE smart

[09.01.2026] Konsequent treibt Beckum die Entwicklung zur Smart City voran. Beispielsweise bietet die Stadt mittlerweile ein digitales Bürgerbüro, eine Mängelmelder-App oder einen Kita-Navigator an. Einige ihrer Digitalisierungsprojekte stellt die Kommune nun in einer digitalen Broschüre und einem Kurzfilm vor. mehr...

Porträtaufnahme von Karola Voss.
interview

Serie Digitalstädte: KI wird uns weiterhelfen

[08.01.2026] Die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß will im Bereich Wissensmanagement noch stärker auf Künstliche Intelligenz setzen und dadurch Ressourcen schonen. mehr...

Blick auf das Hauser Rathaus, ein großzügiger Backsteinbau.
bericht

Serie Digitalstädte: Mit Super-App unterwegs

[07.01.2026] In einer losen Serie stellt Kommune21 Digitalstädte mit Vorbildcharakter vor. Den Anfang macht Ahaus: Die nordrhein-westfälische Stadt ist ein Reallabor für digitale Anwendungen – mit einer Super-App als Schlüssel. mehr...

Screenshot der Startseite von herzlich-digital.de.

Kaiserslautern: Geordnete Liquidation von KL.digital

[06.01.2026] Die Stadt Kaiserslautern bereitet die geordnete Liquidation der KL.digital GmbH zum 30. Juni 2026 vor. An diesem Tag endet der Förderzeitraum der Modellprojekte Smart Cities, auf der die finanzielle Grundlage von KL.digital vollständig beruht. Die Projekte und Ideen sollen aber nahtlos in die Stadtverwaltung übergehen und dort weiterentwickelt werden. mehr...

Ein Netzwerk bestehend aus leuchtenden Linien.

Göttingen: Ausbau des städtischen Messnetzes

[22.12.2025] Ein Sensoriknetzwerk liefert der Stadt Göttingen wichtige Informationen über Wasserstände, die Baumgesundheit und die lokale Klimaentwicklung. Das Netz soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Die Daten sollen unter anderem in Forschung, Analysen und Planungsprozesse einfließen. mehr...

Skyline der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt am Main: Digital Ressourcen schonen

[15.12.2025] Die Stadt Frankfurt am Main hat drei weitere Digitalisierungsprojekte umgesetzt: den Aufbau eines digitalen Wassermanagements, die Einführung der automatisierten Straßenzustandserfassung sowie die Open Library. Alle drei Projekte tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen und Kosten zu sparen. mehr...

Screenshot der digitalen Karte auf Mainziel.de, welche die Parkhäuser der Stadt anzeigt.

Frankfurt am Main: Informiert zum Parkhaus

[12.12.2025] Viele Parkhausbelegungen in Frankfurt am Main sind jetzt in Echtzeit online einsehbar. Die erfassten Daten können von Verkehrstelematikanbietern oder Radiosendern für eigene Angebote abgerufen werden. Auch an die Mobilithek des Bundes werden sie übertragen. mehr...