Sonntag, 6. September 2026

HeidelbergDigitale Stadt

[08.08.2018] In Heidelberg arbeiten die Stadt, die städtischen Gesellschaften und Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft an der digitalen Zukunft der Kommune. Die Bürgerbeteiligung spielt dabei eine wichtige Rolle und soll etwa durch ein neues Amt für Digitalisierung und Informationsverarbeitung gestärkt werden.
Beim Forum Digital Stadt informierten Experten wie André Domin

Beim Forum Digital Stadt informierten Experten wie André Domin, Geschäftsführer des Technologieparks Heidelberg, über verschiedene Aspekte der Digitalisierung.

(Bildquelle: Stadt Heidelberg / Dittmer)

Heidelberg entwickelt sich zur digitalen Stadt. Ihren Weg dorthin präsentierte die Kommune beim zweiten Forum Digitale Stadt (25. Juli 2018) und kündigt unter anderem an, dass zum 1. Januar 2019 die Einrichtung eines neuen Amts für Digitalisierung und Informationsverarbeitung geplant ist. Wie die baden-württembergische Stadt mitteilt, soll es als zentrale Anlaufstelle der Stadtverwaltung für Bürger, Wirtschaft und Wissenschaft bei Fragen rund um die Digitalisierung dienen. Ferner soll es die Schnittstelle zur Digital-Agentur Heidelberg bilden, die vor einem Jahr gemeinsam mit den Stadtwerken gegründet worden sei. Heidelberg will außerdem den Service für die Bürger verbessern. So sollen beispielsweise Bürger, die neu nach Heidelberg ziehen, am Computer künftig genau die Formulare erhalten, die sie benötigen und diese rund um die Uhr digital an die Stadtverwaltung zurücksenden können. Aber auch die Besucher des Forums brachten Anregungen ein, welche die Stadt laut eigenen Angaben aufgenommen hat und in den weiteren Prozess einfließen lässt. „Die Digitalisierung verändert die Welt“, sagt Nicole Huber, Stadtdirektorin und Koordinatorin der digitalen Aktivitäten der Stadt Heidelberg. „Wir wollen die digitale Zukunft in Heidelberg gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern selbst gestalten, um den größtmöglichen Nutzen zu erhalten und die Lebensqualität für die Menschen in Heidelberg weiter erhöhen zu können. Deswegen arbeiten wir bereits in vielen Bereichen mit unseren Partnern aus der Region an innovativen Projekten. Das Forum hat einen guten Überblick vermittelt, welche Möglichkeiten sich dadurch für die Zukunft Heidelbergs ergeben.“ Die Forumsbesucher sprachen sich laut Heidelberg unter anderem für einen weiteren Ausbau des städtischen WLAN-Netzes Heidelberg4you aus. Auch sei der Wunsch geäußert worden, Bürger und Mitarbeiter noch stärker in die digitale Entwicklung einzubinden. Die Wichtigkeit des Datenschutzes sei ein weiteres Anliegen der Bürger gewesen. Die Besucher wiederum erfuhren beispielsweise, wie das Amt für Verkehrsmanagement mit intelligenten Lösungen in Zukunft die Parkplatzsuche erleichtern möchte. Ferner informieren Sensoren in ausgewählten Altglas- und Abfallcontainern bereits heute die zuständigen Stellen in Heidelberg, wenn die Behälter in Kürze ihr Fassungsvermögen erreichen. Auch der neue Zukunftsstadtteil auf der Konversionsfläche Patton Barracks in Kirchheim war Thema des Forums. Mit Unterstützung der Internationalen Bauausstellung (IBA) soll dieser komplett digital geplant werden. Rahmenbedingungen für Beteiligungsprozesse hat die Stadt zudem seit dem Jahr 2012 in den Leitlinien für die Bürgerbeteiligung festgelegt. Im Juli beispielsweise konnten die Bürger ihre Ideen zur Gestaltung einer neuen Rad- und Fußgängerverbindung online einbringen.





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