Innovation trifft PraxisDigitale Teilhabe auf dem Land

Wenn Gemeinden ihre IoT-Infrastruktur und ihr Know-how im Bereich Smart Villages bündeln, entstehen smarte Regionen.
(Bildquelle: Alpha-Omega Technology)
Seit neun Jahren setzt Alpha-Omega Technology mit Martinfeld, einem Ortsteil der Gemeinde Schimberg sensorbasierte Internet-of-Things(IoT)-Anwendungen um. Wie das ortsansässige Unternehmen mitteilt, macht der Modellort SMARTinfeld erlebbar, wie IoT-Lösungen für eine ganze Gemeinde funktionieren. Das Projekt zählt zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Digitale Orte im Land der Ideen“ (wir berichteten).
Nun will das Unternehmen seine Erfahrungen und Kenntnisse aus diesem Projekt mit einem breiten Publikum teilen. Dazu lädt es am 25. Juni 2025 zwischen 14 und 18 Uhr zu einer Veranstaltung ein, die kostenlos und online im Livestream oder vor Ort im thüringischen Schimberg besucht werden kann. Sie steht unter der Überschrift „Digitale Teilhabe auf dem Land: Innovation trifft Praxis“ und thematisiert unter anderem, worauf es beim Aufbau eines Tech-Unternehmens abseits einer großen Stadt ankommt. Ein weiterer Vortrag soll anhand realer IoT-Anwendungen veranschaulichen, wie Sensordaten schon heute dabei helfen, Energie zu sparen, Gebäude zu überwachen oder Umweltwerte zu erfassen. Den Abschluss bilde ein Ausblick auf das zukünftige Zusammenspiel von IoT, KI und Plattformen.
Die Veranstaltung richtet sich an Bürger, Kommunalvertreter, Unternehmen und alle Interessierte, die mehr über digitale Technologien und ihre Anwendungsmöglichkeiten im ländlichen Raum erfahren und sich zu dem Thema austauschen möchten. Jan Bose, Geschäftsführer von Alpha-Omega Technology erklärt: „Im Mittelpunkt stehen praxisrelevante Fragen: Wie stärkt Digitalisierung den ländlichen Raum? Was kann KI im Unternehmensalltag leisten? Und wie hilft das Internet-of-Things beim nachhaltigen Wandel? Wir wollen auch Schülerinnen und Schüler, Studierende und Lehrkräfte einladen sich anzumelden.“
Smart-City-Projekte sind in der Regel auf städtische Umgebungen beschränkt, erklärt Alpha-Omega. Das IoT-Projekt SMARTinfeld sei hingegen auf eine geringe Bevölkerungsdichte und einen engen Gemeinschaftssinn zugeschnitten. Es ziele darauf ab, eine ländliche Lebensweise beizubehalten und gleichzeitig Technologie und Innovation zu integrieren.
Um besser voranzukommen, könnten sich ländliche Gemeinden zusammenschließen und beispielsweise ihre IoT-Infrastruktur wie Sensordaten, Gateways, Plattformen und die Kosten teilen. So entstehen smarte Regionen – typischerweise in ländlichen oder stadtnahen Gebieten, in denen mehrere kleinere Gemeinden in geografischer Nähe und mit ähnlichen Herausforderungen und Bedürfnissen zusammenkommen. „Sie setzen Anwendungen zur Energieüberwachung, für das Wasser- und Abfallmanagement, die Verkehrssteuerung oder zur Erfassung von Umweltdaten um“, sagt Jan Bose und ergänzt: „Die Gemeinden profitieren gegenseitig von ihren Erfahrungen, Lösungsansätzen und Erkenntnissen. Diese Zusammenarbeit fördert ein schnelleres Lernen und eine effizientere Umsetzung.“
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