Mittwoch, 22. Juli 2026

Bad NauheimHessens dritter Smart Region Hub

[24.06.2025] Ende Juni eröffnet mit Digital.im.Puls der dritte Smart Region Hub in Hessen. Mit smarten Technologien macht er in Bad Nauheim digitale Anwendungsbeispiele im Stadtleben ersichtlich und soll als Ort der Ideen, des Austauschs und der Zusammenarbeit fungieren.
Drei Personen sitzen vor einem Banner, das die Eröffnung des Smart Region Hub in Bad Nauheim ankündigt.

Bad Nauheim: Bürgermeister Klaus Kreß (l.), die städtische Community-Managerin Smart City Jessica Francke, und Matthias Wieliki, Fachbereichsleiter Zentrale Steuerung, freuen sich auf die Eröffnung des Smart Region Hubs.

(Bildquelle: Bad Nauheim)

Ein Ort für für innovative, kreative und smarte Lösungen steht ab dem 29. Juni 2025 in Bad Nauheim zur Verfügung. An diesem Tag eröffnet dort der dritte Smart Region Hub in Hessen. „Mit Digital.im.Puls setzen wir ein klares Zeichen: Bad Nauheim ist offen für neue Ideen und Technologien“, kündigt Bürgermeister Klaus Kreß an. „Unser Smart Region Hub soll alle Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Institutionen inspirieren und vernetzen.“ Matthias Wieliki, Fachbereichsleiter Zentrale Steuerung, ergänzt: „Bei all unseren Digitalisierungsvorhaben steht der konkrete Nutzen für die Menschen, die in der Stadt leben, im Mittelpunkt. Der Hub bietet daher umfassende Möglichkeiten und Veranstaltungsformate für alle Zielgruppen, um digitale Anwendungsbeispiele im Stadtleben zu zeigen und gemeinsam Zukunftslösungen zu entwickeln.“

Wie die hessische Kommune mitteilt, stehen im Hub unterschiedliche smarte Technologien zur Verfügung. Beispielsweise zeige ein digitaler Planungstisch Bad Nauheims Stadtkarte und ermögliche es, die Messdaten der smarten Sensoren, die im Stadtgebiet verteilt sind, darzustellen. Dabei werden auch Abhängigkeiten der unterschiedlichen Werte abgebildet. Eine neue KI-Stele beantworte den Nutzenden via Sprachsteuerung Fragen. Virtual-Reality-Brillen wiederum lassen durch das virtuelle Bad Nauheim reisen und zeigen dabei verschiedene Zukunftsszenarien auf, etwa wie sich die Parkstraße und der Kurpark aufgrund verschiedener Einflussfaktoren verändern würden.

Smart-City-Projekte mit Vorbildcharakter

Bei einem smarten Stadtspaziergang mache Augmented Reality, die über Smartphones genutzt werden kann, verbaute Sensoren und deren Zweck sichtbar. So können die Bürgerinnen und Bürger beispielsweise die verbauten Bodenfeuchtigkeitssensoren an dem tatsächlichen Standort sehen. Eine Datenethik-Stele im Smart Region Hub zeige des Weiteren den Weg der Daten auf, die von einem Verkehrssensor erfasst werden. Es soll ersichtlich werden, welche Daten gesammelt und verarbeitet werden und wie sie datenschutzkonform für den Verbraucher sichtbar werden. Auch ein 3D-Drucker sei im Hub vorhanden. „Ein weiteres Highlight ist unsere LED-Wall. Die Technologie dahinter schafft ein immersives, interaktives Erlebnis und das ganz ohne sichtbare LEDs oder Bildschirme. Sie fördert Neugier sowie Austausch und macht digitale Inhalte intuitiv erlebbar“, erläutert Jessica Francke, städtische Community-Managerin Smart City im Fachdienst IT und Digitalisierung.

„Mit dem Smart Region Hub in Bad Nauheim entsteht eine weitere zentrale Anlaufstelle für Kommunen, die ihre digitale Transformation vorantreiben wollen“, erklärt Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus. „Der Hub dient als Ort der Ideen, des Austausches und der Zusammenarbeit. Denn Digitalisierung lebt vom Miteinander. Ich freue mich, wenn an diesem Ort digitale Anwendungen entstehen, die den Menschen konkret helfen und von denen auch andere Kommunen profitieren können. Denn Bad Nauheim hat mit seinen Smart-City-Projekten Vorbildcharakter.“ Die Smart-City-Projekte Bad Nauheims werden mit Landesmitteln über rund zwei Millionen Euro aus dem Programm Starke Heimat des Digitalministeriums, bei einer Förderquote von 90 Prozent, realisiert.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Vier Personen aus dem Bad Belziger Smart-City-Team sitzen vor einer Infotafel
bericht

Serie Digitalstädte: Mehrwerte schaffen

[07.07.2026] Förderprojekte wie der Wettbewerb Modellprojekte Smart Cities sind für kleinere Kommunen wie die Stadt Bad Belzig wichtig, um mit der Digitalisierung voranzukommen. Es braucht aber sichtbare Mehrwerte, damit es anschließend weitergeht. mehr...

Mehrere Personen halten Sensoren in die Kamera

Gütersloh: Sensoren unterstützen Winterdienst

[07.07.2026] 
In Gütersloh geht das Smart-City-Projekt „Smarter Winterdienst“ in den Testbetrieb – an 13 Standorten im Stadtgebiet werden künftig Sensoren den Zustand der Fahrbahnoberfläche erfassen. mehr...

Die Stadt der Zukunft ist vernetzt.

BBSR: Smarte Praxisbeispiele für Kommunen

[06.07.2026] Das BBSR hat sein Kompendium „Smart Cities und Smart Regions“ und die dazugehörige Storymap erweitert. Die 30 neuen Beispiele zeigen, wie Kommunen aus konkreten Problemen digitale Lösungen entwickeln – und was andere Städte und Gemeinden daraus für eigene Projekte lernen können. mehr...

eine der Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen

Mannheim: Sensoren schützen Rheinbrücken

[06.07.2026] Optische Sensoren erfassen ab sofort den Verkehr auf den beiden Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen. Das von der Smart City Mannheim realisierte Monitorungprojekt soll dazu beitragen, Verkehrsströme transparent zu machen und gezielte Maßnahmen zum Schutz der Bauwerke abzuleiten. 
 mehr...

Grafik zur urbanen Datenplattform in Aalen
bericht

Aalen / Heidenheim: Hoher Praxisnutzen

[29.06.2026] In Aalen und Heidenheim wird Smart City praxisnah: Sensoren liefern Daten zu Glatteis, Pegelständen und weiteren Risiken. Eine gemeinsame Plattform verbindet diese Informationen und unterstützt Verwaltung, Feuerwehr und Bauhof im Alltag. mehr...

Fahrraddaten Screenshot Digitaler Zwilling

Wiesbaden: Positive Bilanz zum Digitalen Zwilling

[29.06.2026] Der Digitale Zwilling Wiesbaden hat sich für die Stadt seit seinem Start im Sommer vergangenen Jahres bereits zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt. 
 mehr...

Mehrere Personen eröffnen die Digitalen Tage Hamm 2026 durch drücken auf einen symbolischen Startknopf

Hamm: Smart-City-Strategie beschlossen

[29.06.2026] Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Stadt Hamm in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen angestoßen und teils bereits umgesetzt. Für den Zeitraum 2027 bis 2032 wird die Strategie nun als Smart-City-Strategie fortgeschrieben. Die Bürger können mitbestimmen, welche Themen künftig stärker in den Fokus rücken sollen. mehr...

Auf einem Monitor ist der Digitale Zwilling einer Stadt zu sehen

Serie Smart Cities, Teil 3: Mit Zwilling planen

[25.06.2026] Urbane Digitale Zwillinge erlauben es Kommunen, Daten zu ihrem Stadtgebiet strukturiert sichtbar und für Entscheidungen nutzbar zu machen, etwa in der Verkehrs- oder Wärmeplanung. Beim Aufbau eines Digitalen Zwillings lohnt es sich, auf Kooperation zu setzen. mehr...

bericht

MPSC: Vom Piloten zur Praxis (2) – Nachnutzung braucht Struktur

[24.06.2026] Die Modellprojekte Smart Cities haben viele erfolgreiche Lösungen und auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit hervorgebracht. Nun geht es darum, entstandene Netzwerke, Unterstützungsangebote und Entwicklungsgemeinschaften zu verankern - nur so können die Pilotprojekte breit nachgenutzt werden. mehr...

Vektorgrafik einer Smart City.

BBSR: Die Wirkung von Smart-City-Vorhaben darstellen

[24.06.2026] Smarte digitale Projekte stärken die regionale Wirtschaft – aber oft indirekt. Das erschwert es Kommunen, den konkreten Nutzen zu benennen und argumentativ zu vertreten, etwa gegenüber Politik oder Projektpartnern. Eine Praxishilfe erklärt, wie Kommunen solche Effekte erkennen und verständlich vermitteln können. mehr...

Hand mit einem Smartphone auf dem die Temperatur mit 40 Grad Celsius angegeben wird
bericht

Klimawandel: Daten gegen den Hitzestress

[23.06.2026] Auf die Herausforderungen des Klimawandels können Städte nicht nur mit baulich-physischen Maßnahmen reagieren. Auch der Aus- und Umbau der digitalen Dateninfrastruktur und die systematische Organisation klimarelevanter Daten stärken die kommunale Resilienz. mehr...

bericht

MPSC: Vom Piloten zur Praxis (1) – Zusammenarbeit statt Insellösungen

[23.06.2026] Seit 2019 gibt es das Fördervorhaben Modellprojekte Smart Cities, über 70 Kommunen und Regionen haben bisher teilgenommen. Dabei entstanden nicht nur viele erfolgreiche technische Lösungen, sondern auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit – für viele Beteiligte ein entscheidender Faktor. mehr...

Bodensensor in einer Straße in Gütersloh

Gütersloh: Sensoren erfassen Parkplatzauslastung

[12.06.2026] Mit Bodensensoren erfasst die Stadt Gütersloh zurzeit die Auslastung von vier Fahrzeugstellplätzen an der Königstraße. Die Daten sollen in die Planungen zur Umgestaltung des Kreuzungsbereichs zur Hohenzollernstraße einfließen, der ein Unfallschwerpunkt ist. mehr...

Screenshot BBSR-Studie zu digitalen Zwillingen

Studie: Digitale Zwillinge in der Praxis

[10.06.2026] Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat eine neue Veröffentlichung zum Thema urbane Digitale Zwillinge herausgegeben, die im Rahmen der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities entstanden ist. mehr...

Stadt, Bäume und Internet of Things Sensorien Symbolisch
bericht

Serie Smart Cities, Teil 2: Sensoren sinnvoll nutzen

[20.05.2026] Sensorik und Internet of Things sind das Nervensystem der smarten Stadt – sie liefern Daten, welche Prozesse optimieren und die Entscheidungsfindung erleichtern können. Beim Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur können Kommunen auch klein starten. mehr...