Freitag, 3. Juli 2026

OZGDigitaler Gewerbesteuerbescheid startet

[19.04.2023] Der digitale Gewerbesteuerbescheid soll verwaltungsinterne Prozesse abkürzen, Standortvorteile für ortsansässige Unternehmen schaffen und den Aufwand bei der Datenerfassung verringern. Nun geht die länderübergreifend entwickelte Lösung in rund 20 Kommunen in den Pilotbetrieb.
Ein Mann sitzt an einem Schreibtisch mit Steuerformularen und füllt diese manuell aus.

Ihren Gewerbesteuerbescheid können Unternehmen künftig auch in digitaler Form erhalten.

(Bildquelle: serezniy/123rf.com)

Der digitale Gewerbesteuerbescheid geht in die Pilotphase. Das berichtet das Bundesinnenministerium (BMI) auf seiner OZG-Informationswebsite. Rund 3,9 Millionen Unternehmen sowie über 50.000 Steuerberatungen und Konzernsteuerabteilungen in Deutschland sollen künftig den menschen- und maschinenlesbaren digitalen Gewerbesteuerbescheid erhalten. Derzeit werde dieser in mehr als 20 Pilotkommunen erprobt. Dazu müssen unter anderem die unterschiedlichen Haushalts-, Kassen- und Rechnungssysteme der Kommunen angepasst werden. Unternehmen und Steuerberatungen können aber schon jetzt – direkt bei Abgabe der Gewerbesteuererklärung – mitteilen, ob sie den Gewerbesteuerbescheid künftig in digitaler Form erhalten wollen. Dazu müssen sie einfach beim Online-Portal der Steuerverwaltungen, Mein ELSTER, die Option Elektronischer Zustellwunsch auswählen. Auf diese Weise erhielten die zuständigen Kommunen und Finanzverwaltungen Hinweise zur Nachfrage und können die Umstellung der Systeme entsprechend priorisieren, heißt es vom BMI. Der Pilotierung waren Vorbereitungen zur Verzahnung der föderalen Strukturen innerhalb des Leistungsprozesses und zur Standardisierung des Gewerbesteuerbescheids vorausgegangen (wir berichteten).

Rechtssicher, effizient, nachhaltig

Vorgesehen ist, dass der digitale Gewerbesteuerbescheid online in das elektronische Postfach des bundesweiten, ELSTER-basierten Unternehmensportals eingeht. Die Zustellung sei ebenso rechtssicher wie der Postversand. Versendet werde der digitale Gewerbesteuerbescheid im PDF-A3-Format mit eingebettetem XML. Unternehmen und Steuerberatungen können den Bescheid dann direkt in die Fach-Software einlesen und medienbruchfrei verarbeiten. Der digitale Gewerbesteuerbescheid soll im Vergleich zum Papierbescheid eine schnellere Bearbeitung ermöglichen und den Aufwand in der Datenerfassung senken. Auch die Kommunen versprechen sich Effizienz- und damit Standortvorteile für ortsansässige Unternehmen sowie mehr Nachhaltigkeit. Bedingung für den digitalen Gewerbesteuerbescheid ist allerdings, dass die technischen Voraussetzungen bei der Kommune geschaffen wurden. Bis es soweit ist, versenden die Kommunen den Gewerbesteuerbescheid weiterhin postalisch.
Der digitale Gewerbesteuerbescheid ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von Bund, den 16 Bundesländern sowie Pilotkommunen im Rahmen der OZG-Umsetzung. Das Angebot wurde im Themenfeld Steuern & Zoll als EfA-Lösung konzipiert und bereitgestellt.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren
stilisierter Identitätsnachweis mit einem Schloss, Symbol für sichere eID
bericht

Meldewesen: Fit für die digitale Welt

[02.07.2026] Die zunehmende Bedeutung digitaler Identitäten für verwaltungsinterne Vorgänge ist nur eine der Herausforderungen, auf die das Meldewesen Antworten finden muss. Auch den Themen Sicherheit und Resilienz gilt es, künftig verstärkt Aufmerksamkeit zu widmen. mehr...

Blick in einen Trausaal der Stadt Magdeburg, im Vordergrund ein Smartphone auf dem das neue Angebot Digitaler Traukalender geöffnet ist

Magdeburg: Standesamt digitalisiert Terminvergabe

[01.07.2026] Künftige Brautpaare können ihren Wunschtermin zur Eheschließung jetzt online beim Standesamt der Stadt Magdeburg reservieren. Die neuen digitalen Trau- und Terminkalender können zudem für weitere Anliegen genutzt werden. mehr...

Care Kita-app in Mainz_Logos

Mainz: Kita-App für alle

[01.07.2026] In Mainz wird die Care Kita-App in allen städtischen Kindertagesstätten ausgerollt. Bis zum Start des neuen Kita-Jahres 2026/2027 werden alle städtischen Kitas an die Anwendung angebunden. mehr...

Unternehmensgründung: Loslegen statt Formulare ausfüllen

[08.06.2026] Aachen und Düsseldorf testen ab Juli den digitalen Kombiantrag im Bund-Länder-Projekt Schneller Gründen. Er soll Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung verbinden, doppelte Dateneingaben vermeiden und Bearbeitungszeiten verkürzen. mehr...

bericht

Personalabrechnung: Belastbare Strukturen

[29.05.2026] Steigende Komplexität und Fachkräftemangel setzen die Personalabrechnung in der öffentlichen Verwaltung zunehmend unter Druck. Die Auslagerung wird daher zu einem strategischen Instrument, um Risiken zu reduzieren und weiterhin handlungsfähig zu bleiben. mehr...

Dom Luftaufnahme Fulda Domplatz Innenstadt

Fulda: Pilotstandort für schnelleres Gründen

[28.05.2026] Fulda übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Modernisierung von Gründungsverfahren. Als eine von neun Pilotkommunen wurde die Stadt mit ihrer Nachbargemeinde Petersberg vom Bund für das Projekt „Schneller Gründen“ ausgewählt. mehr...

eine Frau schiebt eine Restabfalltonne auf die Straße

Kreis Oldenburg: SAP zentralisiert Abfallwirtschaft

[08.05.2026] Pünktlich zum Jahresbeginn hat der Kreis Oldenburg gemeinsam mit dem IT-Dienstleister KDO ein technisches Großprojekt auf Basis seines bestehenden SAP-Systems erfolgreich zum Abschluss gebracht: Die Zentralisierung der Abfallwirtschaft. mehr...

Auf einem Smartphone ist eine digitale G´Hundemarke zu sehen, im Hintergrund ist verschwommen ein Hundesgesicht erkennbar
bericht

Essen: Hundesteuermarke auf dem Smartphone

[06.05.2026] Wer einen Hund hält, muss diesen anmelden und erhält dafür eine Hundesteuermarke. Für die rund 30.000 Hunde in Essen steht diese seit Beginn dieses Jahres nicht mehr als Metallmarke, sondern in digitaler Form zur Verfügung. mehr...

Räumfahrzeug auf einer verschneiten Straße in einer Stadt

Winterdienst: Digital auf den nächsten Schnee vorbereiten

[05.05.2026] Bei frühsommerlichen Temperaturen bereiten sich viele Kommunen bereits auf den nächsten Winterdienst vor. Angesichts zunehmend dynamischer Wetterlagen und hoher Anforderungen an Reaktionsgeschwindigkeit und Koordination gewinnen digitale Lösungen zur Alarmierung und Einsatzsteuerung an Bedeutung. mehr...

Kita
bericht

Kita-Lösungen: Ganztagsbetreuung verwalten

[29.04.2026] Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem kommenden Schuljahr stehen Kommunen vor der Aufgabe, mehr Angebote zu schaffen und deren Vergabe effizient zu organisieren. Digitale Lösungen können helfen, Nachfrage und Kapazitäten besser zu steuern. mehr...

Straßenfest mit Essensbuden

EDV Ermtraud: Gaststätte online anmelden

[15.04.2026] Das Land Baden-Württemberg hat den Anzeigeweg im Gaststättengewerbe vereinfacht. Das Unternehmen EDV Ermtraud hat jetzt einen Online-Dienst vorgestellt, über den Bürgerinnen und Bürger ihre Anzeige künftig digital einreichen können. mehr...

Mainz: Umstellung auf den digitalen Bauantrag

[14.04.2026] Die Stadt Mainz treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltungsleistungen voran: Künftig wird auch das zentrale Fachverfahren Bauantrag digital unterstützt. Die Umstellung auf das neue Verfahren erfolgt schrittweise. 
 mehr...

Hund Vicky

nextgov iT: Digitale Hundeverwaltung

[09.04.2026] Gemeinsam mit kommunalen Fachämtern hat der Anbieter nextgov iT einen Dienst für die digitale Hundeverwaltung entwickelt. Der medienbruchfreie Prozess soll den Bürgerservice erhöhen und die Kommunen entlasten. mehr...

Park im Frühling, Bäume, ein Weg und Bänke

RIWA: Lösungen für die digitale Baumpflege

[08.04.2026] Mit seinem Produktportfolio für ein modernes, digitales Baum- und Grünflächenmanagement gibt GIS-Anbieter RIWA Kommunen ein praxisnahes Werkzeug an die Hand, um ihr Baummanagement effizient zu gestalten. mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur.

Erkrath: KRZN migriert VOIS-Plattform

[02.04.2026] Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) hat erstmals eine bereits produktiv genutzte VOIS-Plattform in sein Betriebsumfeld migriert. Es handelt sich um die VOIS-Fachverfahren der Stadt Erkrath für das Einwohnerwesen, das Gewerbewesen sowie die Gebührenkasse. mehr...