Montag, 9. März 2026

WiesbadenDigitalisierung der Personenstandsregister

[22.01.2026] Zur Digitalisierung ihrer Personenstandsregister hat die Stadt Wiesbaden die Stabsstelle DiRegiSta eingerichtet. Mithilfe einer Software überträgt diese nach und nach die geprüften und ergänzten alten Einträge in das elektronische Register. Dabei orientiert sich Wiesbaden an den Erfahrungen Berlins.
Vektorgrafik, die zwei Personen zeigt, die in einem Archiv mit papierbasierten und digitalen Registern arbeiten.

Mit der Digitalisierung sollen die Wiesbadener Daten für den Registeraustausch nutzbar gemacht werden.

(Bildquelle: edgecreative01/123rf.com)

In Wiesbaden sollen Geburten- und Eheregister künftig elektronisch erfasst und damit für den Registeraustausch nutzbar gemacht werden. Wie Hessens Landeshauptstadt mitteilt, liegen ihr viele dieser Daten für die Zeit vor dem Jahr 2009 sowohl im Standesamt als auch in den Ortsverwaltungen noch auf Papier vor. Um dies zu ändern, sei die Stabsstelle DiRegiSta eingerichtet worden. Sie werde die alten Register Schritt für Schritt digitalisieren. Dafür lese eine spezielle Software die Registereinträge aus, die anschließend geprüft und ergänzt werden. Danach werden sie in das elektronische Personenstandsregister übertragen. 

„Mit DiRegiSta stellen wir sicher, dass die Register nicht nur digital, sondern auch vollständig und zuverlässig nutzbar sind“, erklärt Projektkoordinatorin Monika Rubbel. „Das hilft den Behörden im Alltag und macht viele Anliegen für Bürgerinnen und Bürger einfacher.“ 

Vom Elterngeld über die Rente oder Namensänderungen bis hin zu Eheschließungen bauen viele Verwaltungsleistungen auf den Daten der Personenstandsregister auf. Wenn die Daten digital vorliegen, können sie einfacher zwischen Behörden ausgetauscht werden, erklärt die Stadt. Bürgerinnen und Bürger müssen ihre Urkunden und Nachweise dann nicht mehr ständig neu vorlegen.

Wiesbaden orientiere sich bei DiRegiSta an den Erfahrungen aus Berlin. Dort laufe ein ähnliches Projekt bereits erfolgreich. Bewährte Strukturen und Arbeitsweisen seien übernommen und an die Wiesbadener Gegebenheiten angepasst worden. Zudem stehe die Wiesbadener Projektkoordinatorin im ständigen Austausch mit der Berliner Projektleiterin Simone Kleeberg. „Gute Lösungen aus anderen Städten wie Berlin übernehmen wir gezielt, wenn sie den Alltag in Wiesbaden konkret verbessern“, kommentiert dies die zuständige Dezernentin für Smart City, Europa und Ordnung, Maral Koohestanian.

Das Projekt betrifft nicht nur das Wiesbadener Standesamt in der Innenstadt, heißt es vonseiten der Kommune. Auch die Ortsverwaltungen mit eigenen Registerbeständen seien eingebunden.

Aktuell seien rund 25 Prozent der Register digital erfasst. Etwa 107.000 Einträge stehen noch aus. Die Stabsstelle im Dezernat VII arbeite seit Jahresbeginn an der Umsetzung.

Die vollständige Einbindung der digitalen Register in die bundesweite Registermodernisierung ist für Ende 2027 geplant. Mit DiRegiSta schaffe Wiesbaden dafür schon heute die notwendigen Voraussetzungen.





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