Frankfurt am MainMit Wohni zum Wohngeld

Frankfurt holt sich bei der Beantragung von Wohngeld Unterstützung durch KI.
(Bildquelle: creativ collection Verlag)
Die Stadt Frankfurt am Main setzt ab 1. April 2026 das KI-Assistenzsystem Wohni ein, um die hohe Zahl der Wohngeldanträge zu bewältigen und die Bearbeitungszeiten zu verkürzen. Wie die Mainmetropole mitteilt, gingen allein im Jahr 2025 17.460 Anträge ein – bei einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von 4,5 Monaten, eine für viele Haushalte zu lange Dauer. Mit der KI reagiere das Amt für Wohnungswesen auf den seit Jahren konstant hohen Bedarf nach Wohngeld und die damit verbundene große Auslastung der Verwaltung. Das vom Münchner Unternehmen forml entwickelte System habe das Potenzial sowohl die Bearbeitung der Anträge zu beschleunigen als auch die Beschäftigten spürbar zu entlasten.
Wohni prüft nach Angaben der Stadt Frankfurt eingereichte Unterlagen automatisch auf Vollständigkeit, fordert fehlende Dokumente nach und übergibt sortierte Datensätze an Mitarbeitende der Wohngeldbehörde. So werde der gesamte Prozess beschleunigt, ohne dass das System eigenständige Entscheidungen treffe. Diese seien nach wie vor den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern vorbehalten.
Das KI-Assistenzsystem hat forml nach Angaben der Stadt Frankfurt speziell für den Einsatz in Wohngeldbehörden konzipiert. Kommunen wie Düsseldorf, Hannover (wir berichteten), Potsdam (wir berichteten) und Hildesheim setzen bereits vergleichbare KI-Assistenzsysteme in ihren Wohngeldbehörden ein. Die bisherigen Erfahrungen zeigten, dass sich damit Bearbeitungszeiten verkürzen und zugleich die Arbeitsabläufe für Beschäftigte sowie der Bürgerservice verbessern lassen.
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