Sonntag, 24. Mai 2026

EssenDigitalstrategie ganzheitlich gedacht

[23.02.2023] Digitale Prozesse sollten so gut gestaltet sein, dass sie von den Zielgruppen – Bürgern und Unternehmen sowie Verwaltungsmitarbeitern – auch wirklich genutzt werden. Diesen Anspruch an die Digitalisierung ihrer Verwaltung hat die Stadt Essen nun in einer Digitalstrategie festgehalten.
In ihrer neuen Digitalstrategie geht die Stadt Essen das Thema Digitalisierung umfassend an. So sollen Verwaltungsprozesse entstehen

In ihrer neuen Digitalstrategie geht die Stadt Essen das Thema Digitalisierung umfassend an. So sollen Verwaltungsprozesse entstehen, die gerne genutzt werden.

(Bildquelle: Elke Brochhagen, Stadt Essen)

Der Rat der Stadt Essen hat eine Digitalstrategie für die Stadt beschlossen. In den vergangenen Monaten wurde das Strategiepapier unter Federführung der Verwaltung erarbeitet; dem voraus gingen Workshops und Interviews mit verschiedenen Ebenen der Verwaltung sowie der politischen Mandatsträger. Auch Erkenntnisse aus Umfragen seien berücksichtigt worden, berichtet die Stadt, beispielsweise der von der Initiative D21 jährlich erhobene Digital-Index (wir berichteten). Die Digitalstrategie mit dem Titel „Zukunft sichern – Gemeinsam.Modern.Bürgernah.“ will für die strategischen Überlegungen, Planungen und Handlungen der kommenden fünf Jahre einen Rahmen bieten. Die Digitalstrategie der Stadt Essen gibt fünf thematische Handlungsfelder vor: Ein nutzungsfreundlicher digitaler Verwaltungsservice für Bürger, Unternehmen und Mitarbeitende; die Stadt als moderne, zeitgemäße Arbeitgeberin; offenes Verwaltungshandeln; datenbasiertes Verwaltungshandeln sowie digitale Souveränität und Resilienz sind die Kernthemen für die Arbeit der kommenden Jahre.

Funktionierende digitale Gesamtprozesse

Im Fokus sollen dabei insbesondere die Nutzerinnen und Nutzer stehen – und zwar explizit nicht nur die Bürgerinnen und Bürger und die Unternehmen, sondern auch die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung, wie Oberbürgermeister Thomas Kufen betonte. Bei der Umsetzung will die Stadt nicht nur die klassische IT, sondern auch weitere Querschnittsthemen wie etwa Personal, Organisation, Arbeitssicherheit, Datenschutz oder Informationssicherheit in den Blick nehmen. So soll eine hohe Qualität der digitalen Angebote über den gesamten Prozess der Beantragung, Bearbeitung und Rückmeldung ermöglicht werden. Wenn die Qualität stimme, würden digitale Angebote der Verwaltung auch genutzt, heißt es aus Essen. Außerdem sei die Stadtverwaltung gebeten worden, die bestehenden Möglichkeiten für eine Nutzung der städtischen Dienstleistungen über die Online-Ausweisfunktion zu skizzieren, insbesondere für städtische Dienstleistungen mit besonders hoher Nachfrage oder hoher Machbarkeit.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
bericht

re:publica26: Vom Ankündigen zum Liefern

[21.05.2026] Auf der Digitalkonferenz re:publica26 zieht Bundesdigitalminister Karsten Wildberger eine Jahresbilanz und spricht sich resolut für mehr digitale Souveränität und Open Source aus. mehr...

Komm.ONE: Landesregierung strebt engere Zusammenarbeit an

[18.05.2026] Die neue Landesregierung in Baden-Württemberg will Landes-IT und kommunale IT künftig enger zusammenführen und ein gemeinsames Rechenzentrum aufbauen. Komm.ONE unterstützt die Pläne und sieht darin eine wichtige Grundlage für die weitere Digitalisierung der Verwaltung. mehr...

Offizielles Porträt von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger

Ein Jahr BMDS: Gute Ansätze – zu wenig Verbindlichkeit

[07.05.2026] Ein Jahr nach dem Start des Digitalministeriums ziehen weitere Branchenverbände Bilanz. Die Open Source Business Alliance fordert mehr Verbindlichkeit bei Open Source und digitaler Souveränität, der BREKO verlässliche Rahmenbedingungen für den Glasfaserausbau. mehr...

Mitglieder des Digitalausschusses des DStGB

DStGB: Umsteuern zur rein digitalen Verwaltung

[30.04.2026] Wie digitale Lösungen, Automatisierung und Künstliche Intelligenz zur Modernisierung des Staates beitragen und so für die dringend nötige Entlastung der Kommunen sorgen können, diskutierte der Ausschuss für Digitalisierung des Deutschen Städte- und Gemeindebunds auf seiner Frühjahrstagung.
 mehr...

Vitako: Impulse für die Digitalisierung

[29.04.2026] Auf der Vitako-Mitgliederversammlung haben Deutschlands kommunale IT-Dienstleister zentrale Weichen für die Verwaltungsdigitalisierung gestellt. Im Fokus standen der Deutschland-Stack, die interföderale Marktentwicklung, das Zukunftsbild der kommunalen IT sowie Fragen der digitalen Souveränität.  mehr...

Bitkom: Schulen erhalten Smart-School-Siegel

[24.04.2026] Bundesbildungsministerin Karin Prien hat in Berlin Schulen für herausragende digitale Bildungskonzepte ausgezeichnet. Der Wettbewerb des Branchenverbands Bitkom zeigt, wie sich digitale Innovationen im Unterricht erfolgreich umsetzen lassen und künftig stärker verbreitet werden sollen. mehr...

Porträt von Heiko Geue

Mecklenburg-Vorpommern: Schub für die Registermodernisierung

[21.04.2026] Mecklenburg-Vorpommern hat bis zu 150 Millionen Euro für Registermodernisierung und Maßnahmen für mehr IT-Sicherheit freigegeben. Land und Kommunen betonen die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit bei der Verwaltungsdigitalisierung. mehr...

Deutschland hat früh digitale Ambitionen entwickelt.

IT-Planungsrat: Kommunen scheuen EfA-Kosten

[17.04.2026] Eine neue Studie des IT-Planungsrats zeigt, warum Online-Dienste von Bürgern zu wenig genutzt und von Kommunen kaum nachgenutzt werden. Sie schlägt eine föderale Antragsplattform mit kommunalen Marken, Ende-zu-Ende-Digitalisierung und einer Cloud-Infrastruktur vor. mehr...

Niedersachsen beschließt IT-Strategie  „Digitale Verwaltung 2025“.

BMDS/Niedersachsen: Fokusleistungen in alle Kommunen

[16.04.2026] Mit einem neuen Ansatz will das BMDS digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen. Kernstück ist die Beauftragung eines Generalunternehmers, der die Ende-zu-Ende-Verantwortung für den Roll-out in den Kommunen übernimmt. Nach Bayern und Hessen hat nun Niedersachsen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. mehr...

Porträt Jasmin Grünschläger
interview

Interview: Wir sitzen im gleichen Boot

[02.04.2026] Im Märkischen Kreis haben sich mehrere Kommunen zum Netzwerk Digitalisierung und E-Government zusammengeschlossen. Welchen Mehrwert der interkommunale Austausch bringt, beschreibt Jasmin Grünschläger, Digitalisierungsbeauftragte der Stadt Menden. mehr...

Digitalstrategie SH 2026

Schleswig-Holstein: Digitalstrategie 2026 vorgestellt

[19.03.2026] Schleswig-Holstein hat seine neue Digitalstrategie beschlossen. Erstmalig waren zentrale Partner aus Kommunen und Zivilgesellschaft systematisch in den Strategieprozess eingebunden, um einen breiten gesellschaftlichen Ansatz zu ermöglichen. mehr...

Vier lächelnde Männer in Anzügen sitzen nebeneinander an einem Holztisch, vor sich Dokumente, hinter sich drei drapierte Flaggen (EU; BRD, Baden-Württemberg)

Baden-Württemberg: Gemeinsam schneller digital

[18.03.2026] In Baden-Württemberg haben Land und Kommunen eine neue – die inzwischen dritte – E-Government-Vereinbarung unterzeichnet. Das Land will den Roll-out von Verwaltungsleistungen in den Kommunen mit weiteren zehn Millionen Euro finanzieren. mehr...

Porträtaufnahme von Milen Starke.

Thüringen: Land unterstützt Kommunen intensiv

[17.03.2026] Ein neuer Prüfbericht des Thüringer Rechnungshofs sieht beträchtliche Defizite bei der OZG-Umsetzung und der Digitalisierung der kommunalen Verwaltung. In einer Stellungnahme erläutert das Digitalministerium, wie das Land Kommunen unterstützt. mehr...

Spielwürfel mit aufgedruckten Pfeilen weisen den Weg hin zu einem Würfel mit grünem Häkchen.
bericht

Verwaltungsdigitalisierung: Lehren für die Zukunft ziehen

[12.03.2026] In 25 Jahren Verwaltungsdigitalisierung mangelte es nicht an ehrgeizigen Zielen. Diese wurden aber trotz der nötigen finanziellen Ressourcen häufig verfehlt. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit können Lehren für aktuelle Projekte gezogen werden. mehr...

Luftbild von Meschede

Hochsauerlandkreis: Weichenstellung für die Zukunft

[11.03.2026] Im Hochsauerlandkreis will ein neuer Ausschuss für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung für Zukunftsfähigkeit sorgen. In der Auftaktsitzung befassten sich die Ausschussmitglieder intensiv mit dem aktuellen Stand der Verwaltungsdigitalisierung und dem Ausbau der Breitband- und Mobilfunkinfrastruktur. mehr...