Freitag, 29. August 2025

Kreis StarnbergDurchgängig digitale Ausländerbehörde

[22.08.2022] Die Ausländerbehörde des Landratsamts Starnberg setzt das Fachverfahren OK.VISA der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) ein. Prozesse wie der Antrag für eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen oder den elektronischen Aufenthaltstitel sind nun durchgehend digital.

Die Ausländerbehörde des Landratsamts Starnberg verwaltet rund 25.000 ausländische Einwohner und nutzt dafür die Software OK.VISA der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB). Wie die AKDB berichtet, werden in dem bayerischen Landkreis alle anfallenden Fachaufgaben mit der Lösung erledigt, zudem erlaube sie eine Anbindung an neue Online-Dienste. Eine der Hauptaufgaben von Ausländerbehörden ist die Erteilung von Aufenthaltstiteln. Derzeit zähle die Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen zu den meistgenutzten Online-Diensten. Dieser von der AKDB entwickelte Dienst wurde im Mai 2022 eingeführt. Auf der bundesweiten Plattform Germany4Ukraine.de können die Antragsdaten geflüchteter Ukrainer online angegeben werden.
Die Antragsdaten laufen dann direkt in die zuständige Ausländerbehörde. Seit Mai gehen auch im Landratsamt Starnberg solche Anträge ein. „Sie landen im Nachrichtenkorb und können dann geregelt in das Fachverfahren übernommen werden“, beschreibt Sebastian Neuenfeldt von der Ausländerbehörde des Landratsamts Starnberg den Prozess, der sich reibungslos in die gewohnten Arbeitsabläufe der Sachbearbeitenden einfüge. In einem weiteren Schritt werden die biometrischen Daten der Antragsteller vor Ort aufgenommen und ein vorläufiges Dokument wird ausgestellt. Danach laufen die Daten direkt an die Bundesdruckerei, wo das Aufenthaltstitel-Dokument entsteht und an die Ausländerbehörde zurück geht.

Online-Quote soll steigen

Daneben bietet das Landratsamt Online-Dienste für den Antrag des elektronischen Aufenthaltstitels (eAT) an, der beispielsweise zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit notwendig ist. Seit Jahresanfang 2022 kann der Antrag auf Erteilung eines eAT im Landkreis Starnberg auch online gestellt werden. Der durchgehend digitale Prozess umfasst ein Online-Formular mit der benutzerfreundlichen Möglichkeit, Nachweise direkt mit dem Smartphone abzufotografieren und hochzuladen. Danach könne wie bei OK.VISA in Starnberg eine medienbruchfreie Bearbeitung bis in das Back End des Fachverfahrens stattfinden.
Ein online-affines Segment der Antragsteller nutze den Dienst gerne und komme sehr gut damit zurecht, berichtet Sebastian Neuenfeldt von den Erfahrungen im Landkreis. Nach wie vor werde zwar eine Mehrzahl der Anträge klassisch über die persönliche Vorsprache abgewickelt, aber im Landratsamt ist man zuversichtlich, dass durch eine offensivere Bewerbung die Online-Quote sukzessive steigen werde. Die Entwicklung gehe in die Richtung, dass künftig alle eAT-Anträge digitalisiert zur Verfügung stehen werden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren
Eine Person steht an der Grenze zu Deutschland.

Aufenthalt Digital: Exportschlager aus Brandenburg

[22.08.2025] Der Onlinedienst Aufenthalt Digital entlastet nun bundesweit 300 Ausländerbehörden bei der Antragsbearbeitung. Zuletzt ging er im bayerischen Kreis Amberg-Sulzbach an den Start. In 150 weiteren Kommunen befindet sich die im Zuge des Onlinezugangsgesetzes (OZG) von Brandenburg entwickelte Lösung im Roll-out. mehr...

Eine Frau sitzt zwischen Umzugskartons und hält ein Smartphone in der Hand.

Digitale Wohnsitzanmeldung: Rheinland-Pfalz erreicht Flächendeckung

[13.08.2025] In Rheinland-Pfalz können jetzt alle Bürgerinnen und Bürger ihren Wohnsitz digital ummelden. Der flächendeckende Einsatz der entsprechenden Einer-für-Alle-Lösung aus Hamburg macht es möglich. mehr...

Mehrere Personen sitzen im Hörsaal einer Hochschule.
bericht

Bauwesen: Digitaltage in Merseburg

[08.08.2025] Ende August finden die Merseburger Digitaltage sowie der 17. brain-SCC Anwendertag statt. Im Mittelpunkt des Anwendertags stehen die EfA-Fokusleistung „Digitale Baugenehmigung“ und der VOIS-Vorgangsraum. mehr...

Zwei Kleinkinder spielen in einem Raum.

Oberkrämer: Einfacher zum Betreuungsplatz

[07.08.2025] In der brandenburgischen Gemeinde Oberkrämer steht Eltern seit Anfang August ein neues Onlineportal zur Verfügung, das die Suche und Anmeldung für Kitaplätze digitalisiert und erheblich vereinfacht. Zum Einsatz kommt dabei die Lösung von Anbieter Little Bird. mehr...

Eine Person macht in einem Büro Notizen in einem Bauplan.

Osnabrück: EfA-Lösung für Bauanträge

[30.07.2025] Die Stadt Osnabrück nimmt Bauanträge ab August nur noch über die für das Land Niedersachsen entwickelte Einer-für-Alle (EfA)-Lösung entgegen. Bautechnische Nachweise sind über die Elektronische Bautechnische Prüfakte (ELBA) einzureichen. mehr...

Ein stilvoll mit Graffiti versehenes Haus.
bericht

E-Voting: Demokratische Teilhabe

[25.07.2025] Konstanz ermöglicht Jugendlichen seit 2023 eine digitale Wahl ihrer Jugendvertretung mit Open-Source-Technologie von wer denkt was. Das rechtssichere E-Voting erhöht die Beteiligung und senkt den Aufwand – auch für andere Kommunen. mehr...

Jobcenter Lippe: Onlineservice via Sozialplattform

[21.07.2025] Als bundesweit erste Kommune hat das Jobcenter Lippe eine EfA-Leistung der Sozialplattform NRW per FIT-Connect angebunden und wurde dabei vom Dienstleister OWL-IT unterstützt. mehr...

Bildschirm, der die Plattform DiPlanung zeigt

Bayern: DiPlanung im Roll-out

[17.07.2025] In Bayern ist jetzt der Roll-out der digitalen Bauleitplanungs- und Beteiligungsplattform DiPlanung gestartet. Er wird von Informations- und Unterstützungsangeboten begleitet. mehr...

Start des virtuellen Bauamts im Landkreis Uckermark

Brandenburg: Weitere Kommunen starten Virtuelles Bauamt

[07.07.2025] Mit der Freischaltung des Virtuellen Bauamts in der Landeshauptstadt Potsdam sowie im Kreis Uckermark und der Stadt Schwedt ist in Brandenburg ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur flächendeckenden Digitalisierung der Bauantragsverfahren erreicht. mehr...

Panoramasicht von oben auf die Stadt Wiesbaden.

Wiesbaden: Neue Software im Bürgerbüro

[30.06.2025] Auf eine neue Software hat die Stadt Wiesbaden im Melde- und Passwesen umgestellt. Da es sich um eine landesweit für Hessen entwickelte Lösung handelt, können beispielsweise erprobte Services anderer Kommunen einfacher übernommen werden. Im Ergebnis lassen sich Verwaltungsvorgänge schneller bearbeiten. mehr...

Zwei Kleinkinder spielen in einem Raum.
bericht

Kita-Lösungen: Überblick ohne Aufwand

[27.06.2025] Die Vergabe von Kitaplätzen bringt viele Kommunen jedes Jahr an ihre Grenzen: hoher Verwaltungsaufwand, fehlende Transparenz und unzufriedene Eltern prägen den Prozess. Dabei könnte Software eine digitale, effiziente und faire Vergabe unterstützen. mehr...

Blick auf viele Personen von oben, im Hintergrund sind zweidimensionale Wolken zu sehen

Sonnen: Meldedaten in der Cloud

[26.06.2025] Da der lokale IT-Betrieb immer anspruchsvoller wird, ist die Gemeinde Sonnen mit ihrem Einwohnerfachverfahren in die Cloud gewechselt. Es wird nun im Rechenzentrum der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) betrieben. Die Migration verlief reibungslos. mehr...

Schild für Behindertenparkplatz vor einer Häuserwand

Verkehrsordnungswidrigkeiten: Privatanzeigen in Mainz nur noch digital

[19.06.2025] Privatanzeigen im ruhenden Verkehr können in der Stadt Mainz künftig ausschließlich digital übermittelt werden. Mit dem neuen Onlinedienst will die Stadt den Bürgerservice verbessern und die Effizienz steigern. mehr...

Außenaufnahme einer Hand mit Smartphone. Das Display zeigt die Website der elektronischen Wohnsitzanmeldung. Im Hintergrund ist unscharf das Erfurter Wahrzeichen, die Krämerbrücke, erkennbar.

Erfurt: Elektronische Wohnsitzanmeldung pilotiert

[13.06.2025] In Thüringen kommt der Roll-out der elektronischen Wohnsitzanmeldung in Gang: Nach Meiningen ist Erfurt die zweite Kommune, die den neuen Onlinedienst pilotiert. Von dem Service profitieren Personen, die innerhalb der Stadt umziehen ebenso wie Zuzügler. mehr...

Greven: Digitalisierung der Bauverwaltung

[12.06.2025] Bauanträge können in Greven jetzt auch digital gestellt werden. Dazu nutzt die Stadt die Fachanwendung ProBAUG sowie die Onlineplattform Prosoz elan comfort des Anbieters Prosoz. mehr...