Montag, 20. April 2026

Kreis StarnbergDurchgängig digitale Ausländerbehörde

[22.08.2022] Die Ausländerbehörde des Landratsamts Starnberg setzt das Fachverfahren OK.VISA der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) ein. Prozesse wie der Antrag für eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen oder den elektronischen Aufenthaltstitel sind nun durchgehend digital.

Die Ausländerbehörde des Landratsamts Starnberg verwaltet rund 25.000 ausländische Einwohner und nutzt dafür die Software OK.VISA der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB). Wie die AKDB berichtet, werden in dem bayerischen Landkreis alle anfallenden Fachaufgaben mit der Lösung erledigt, zudem erlaube sie eine Anbindung an neue Online-Dienste. Eine der Hauptaufgaben von Ausländerbehörden ist die Erteilung von Aufenthaltstiteln. Derzeit zähle die Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen zu den meistgenutzten Online-Diensten. Dieser von der AKDB entwickelte Dienst wurde im Mai 2022 eingeführt. Auf der bundesweiten Plattform Germany4Ukraine.de können die Antragsdaten geflüchteter Ukrainer online angegeben werden.
Die Antragsdaten laufen dann direkt in die zuständige Ausländerbehörde. Seit Mai gehen auch im Landratsamt Starnberg solche Anträge ein. „Sie landen im Nachrichtenkorb und können dann geregelt in das Fachverfahren übernommen werden“, beschreibt Sebastian Neuenfeldt von der Ausländerbehörde des Landratsamts Starnberg den Prozess, der sich reibungslos in die gewohnten Arbeitsabläufe der Sachbearbeitenden einfüge. In einem weiteren Schritt werden die biometrischen Daten der Antragsteller vor Ort aufgenommen und ein vorläufiges Dokument wird ausgestellt. Danach laufen die Daten direkt an die Bundesdruckerei, wo das Aufenthaltstitel-Dokument entsteht und an die Ausländerbehörde zurück geht.

Online-Quote soll steigen

Daneben bietet das Landratsamt Online-Dienste für den Antrag des elektronischen Aufenthaltstitels (eAT) an, der beispielsweise zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit notwendig ist. Seit Jahresanfang 2022 kann der Antrag auf Erteilung eines eAT im Landkreis Starnberg auch online gestellt werden. Der durchgehend digitale Prozess umfasst ein Online-Formular mit der benutzerfreundlichen Möglichkeit, Nachweise direkt mit dem Smartphone abzufotografieren und hochzuladen. Danach könne wie bei OK.VISA in Starnberg eine medienbruchfreie Bearbeitung bis in das Back End des Fachverfahrens stattfinden.
Ein online-affines Segment der Antragsteller nutze den Dienst gerne und komme sehr gut damit zurecht, berichtet Sebastian Neuenfeldt von den Erfahrungen im Landkreis. Nach wie vor werde zwar eine Mehrzahl der Anträge klassisch über die persönliche Vorsprache abgewickelt, aber im Landratsamt ist man zuversichtlich, dass durch eine offensivere Bewerbung die Online-Quote sukzessive steigen werde. Die Entwicklung gehe in die Richtung, dass künftig alle eAT-Anträge digitalisiert zur Verfügung stehen werden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren
Straßenfest mit Essensbuden

EDV Ermtraud: Gaststätte online anmelden

[15.04.2026] Das Land Baden-Württemberg hat den Anzeigeweg im Gaststättengewerbe vereinfacht. Das Unternehmen EDV Ermtraud hat jetzt einen Online-Dienst vorgestellt, über den Bürgerinnen und Bürger ihre Anzeige künftig digital einreichen können. mehr...

Mainz: Umstellung auf den digitalen Bauantrag

[14.04.2026] Die Stadt Mainz treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltungsleistungen voran: Künftig wird auch das zentrale Fachverfahren Bauantrag digital unterstützt. Die Umstellung auf das neue Verfahren erfolgt schrittweise. 
 mehr...

Hund Vicky

nextgov iT: Digitale Hundeverwaltung

[09.04.2026] Gemeinsam mit kommunalen Fachämtern hat der Anbieter nextgov iT einen Dienst für die digitale Hundeverwaltung entwickelt. Der medienbruchfreie Prozess soll den Bürgerservice erhöhen und die Kommunen entlasten. mehr...

Park im Frühling, Bäume, ein Weg und Bänke

RIWA: Lösungen für die digitale Baumpflege

[08.04.2026] Mit seinem Produktportfolio für ein modernes, digitales Baum- und Grünflächenmanagement gibt GIS-Anbieter RIWA Kommunen ein praxisnahes Werkzeug an die Hand, um ihr Baummanagement effizient zu gestalten. mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur.

Erkrath: KRZN migriert VOIS-Plattform

[02.04.2026] Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) hat erstmals eine bereits produktiv genutzte VOIS-Plattform in sein Betriebsumfeld migriert. Es handelt sich um die VOIS-Fachverfahren der Stadt Erkrath für das Einwohnerwesen, das Gewerbewesen sowie die Gebührenkasse. mehr...

Eine lächelnde Frau hält ein Tablet in der Hand, im Hintergrund ist ein Großraumbüro zu sehen.

AKDB: Digitale Einbürgerung wird flexibler

[31.03.2026] Die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern hat den Online-Dienst Digitale Einbürgerung um eine Zwischenspeicherungsfunkion erweitert. Laufende Anträge können nun für bis zu 30 Tage gesichert und zu einem späteren Zeitpunkt beispielsweise über ein anderes Endgerät weiterbearbeitet werden. mehr...

Frau mit laptop auf dem Sofa - Start Kita-Portal cloppenbrügge

Coppenbrügge: Kitaportal gestartet

[26.03.2026] Über ein digitales Kitaportal verfügt jetzt der Flecken Coppenbrügge. Die Kommune im Kreis Hameln-Pyrmont setzt dabei auf Software vom E-Government-Spezialisten NOLIS. mehr...

Mehrere Personen stehen um einen Tisch mit einem Startknopf versammelt.

Kreis Kassel: Medienbruchfrei zur Baugenehmigung

[17.03.2026] Seit März nimmt der Kreis Kassel Bauanträge nur noch online entgegen. Somit läuft das gesamte Baugenehmigungsverfahren vollständig digital ab, was die Abläufe für alle Beteiligten vereinfachen und beschleunigen soll. mehr...

Advertorial: Digitale Transformation braucht Struktur – und konkrete Lösungen

[05.03.2026] Auf dem GovTech-Gipfel Berlin 2026 wurde deutlich: Digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung braucht mehr als Strategiepapiere – sie braucht sofort umsetzbare Lösungen. In der Masterclass von Christopher Bock zeigte sich, wie skalierbare Fachverfahren wie raum]für[raum bereits heute Effizienz, Transparenz und Struktur in hybride Arbeitsmodelle bringen. Der klare Tenor des Gipfels: Jetzt handeln – nicht später. mehr...

Stadt Wolfsburg will sich zukunftsorientiert aufstellen.

Wolfsburg: SAP für Finanz- und Personalprozesse

[05.03.2026] In Wolfsburg wird die bisherige Software zur Steuerung von Finanz- und Personalprozessen durch ein neues ERP-System (Enterprise Resource Planning) abgelöst. Zum Einsatz kommen die Lösungen SAP S/4HANA für das Finanzwesen sowie das Personalmanagement- und Abrechnungssystem SAP SuccessFactors. mehr...

Richter hält Hammer in der Hand im Gerichtssaal

München: Open Source für die Schöffenwahl

[04.03.2026] Einen weiteren Schritt hin zu einer modernen Justizverwaltung macht die Stadt München. Die Einführung der Open-Source-Anwendung Ehrenamtjustiz soll für effizientere Abläufe bei der Auswahl von Schöffen und ehrenamtlichen Richtern sorgen. mehr...

Advertorial: Low Code vereinfacht interkommunale Zusammenarbeit

[19.02.2026] Digitale Fachverfahren müssen heute schneller, flexibler und wirtschaftlicher entstehen – doch klassische Entwicklungsprozesse bremsen viele Verwaltungen aus. Die Low-Code-Anwendung OutSystems verschafft Abhilfe. mehr...

Bayerns Bauminister Christian Bernreiter am Rednerpult, im Vordergrund Publikum.

Bayern: Digitale Bauleitplanung flächendeckend

[17.02.2026] Die digitale Bauleitplanungs- und Beteiligungsplattform DiPlanung ist in Bayern landesweit verfügbar. Informations- und Schulungsangebote erleichtern Kommunen den Einstieg. Ein Förderprogramm unterstützt sie zudem dabei, Planungen im Standard XPlanung umzusetzen. mehr...

Kiel: Digitales Verfahren zur Geburtsanzeige

[12.02.2026] Die in Kiel realisierte elektronische Geburtsanzeige zeigt, was Digitalisierung ermöglicht: Kliniken und Hebammen sparen Zeit und vermeiden doppelte Eingaben, die Eltern bekommen Urkunden automatisch zugeschickt und Mitarbeitende des Standesamts können Anzeigen schneller prüfen und bearbeiten. mehr...

eingerüstetes Gebäude Bauwesen Baugenehmigung

Rostock: Pilot für digitalen Bauantrag

[11.02.2026] Schluss mit Papierakten und Postwegen: Rostock startet als Pilotkommune den Digitalen Bauantrag in Mecklenburg-Vorpommern – ein organisatorisch und technisch anspruchsvolles Großprojekt. mehr...