Cuckoo Coding / NOLISEchtes Win-win

Maren Warnecke (l.) und Mira Jago ziehen nach einem Jahr Zusammenarbeit ein positives Fazit.
(Bildquelle: NOLIS GmbH)
Frau Jago, Frau Warnecke, Ihre Unternehmen arbeiten jetzt seit gut einem Jahr zusammen. Wie bewerten Sie diese Kooperation?
Maren Warnecke: Wir sind wirklich froh über die Zusammenarbeit. Das Jahr hat gezeigt, dass wir uns fachlich gut ergänzen und dass beide Seiten zuverlässig liefern. Für uns ist das besonders wertvoll, weil wir unseren kommunalen Kunden damit ein noch breiteres und besseres Angebot machen können.
Mira Jago: Ich bin sehr froh, dass ich mich nicht alleine und ohne Erfahrung in einen für mich weitgehend unbekannten Markt gestürzt habe. Heute weiß ich, welche Anforderungen und Rahmenbedingungen uns nicht bewusst waren – und vermutlich bei vielen Kommunen die Akzeptanz geschmälert hätten.
Warum hat sich NOLIS entschieden, eine App anzubieten?
Warnecke: Für uns war es eine strategische Überlegung – und natürlich auch eine wirtschaftliche Entscheidung. Der Markt für kommunale Apps ist recht speziell und es gibt hier Projekte, die mit Steuergeldern finanziert werden oder wurden. Wir haben schon früher individuelle Apps umgesetzt. Aber da war immer die Frage: Warum nicht eine weitestgehend standardisierte App anbieten, die komplett in unsere Software-Suite integriert ist, wenig Aufwand verursacht und trotzdem eine richtig gute Lösung ist – und das zu überschaubaren Kosten? Mit Cuckoo Coding haben wir dafür den perfekten Partner gefunden.
Was waren für Cuckoo Coding wichtige Argumente für die Zusammenarbeit?
Jago: Im Herbst 2024 hatten wir gerade die Entwicklung unserer Kommunen-App abgeschlossen, und ich war mir sehr unsicher, ob ich ausgründen oder Investoren an Bord holen soll. Es hätte alles Sinn ergeben, entsprach aber nicht meinem Bauchgefühl. Und dann hat mich im richtigen Moment NOLIS angesprochen und vorgeschlagen, dass wir uns zusammentun, da sie ihr Content-Management-System (CMS) gerne um eine App erweitern würden. NOLIS hat uns auch als Firma sehr gut gefallen: Zum einen hat es menschlich gepasst, zum anderen haben sie tiefe Marktkenntnis und ihr Produkt hat einen Anspruch an Qualität und Design, der zu unserem Anspruch passt und auf dem kommunalen IT-Markt so selten zu finden ist.
Es gibt mittlerweile viele Apps. Was zeichnet Ihr gemeinsames Produkt aus?
Warnecke: CMS und E-Government-Suite sind komplett integriert, das spart den Kommunen im Alltag richtig Zeit und Aufwand. Gleichzeitig bietet die App echten Mehrwert, also guten Bürgerservice, direkten Zugang zu Onlineservices und Informationen, die gezielt auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten sind.
Jago: Um es einmal selbstbewusst zu formulieren: Das Zusammenspiel aus einer wirklich langen, herausragenden Erfahrung im kommunalen Bereich bei NOLIS und unserem tiefen Know-how in App-Design und -Entwicklung hat ein Produkt ergeben, das wirklich passt.
Gibt es bereits erste Erfahrungswerte aus Kommunen?
Warnecke: Die Rückmeldungen aus den Kommunen sind durchweg positiv. Alles, was schon auf der Website vorhanden ist, steht direkt in der App zur Verfügung. Und andere Inhalte lassen sich schnell ergänzen. Dabei geht es nicht nur um aktuelle Meldungen, sondern unter anderem um Onlineformulare, interessante Orte, Veranstaltungen und Dienstleistungen.
Jago: Ich war total erstaunt, dass es wirklich so wenig arbeitsintensiv ist, wie wir es geplant hatten. Die Gemeinde Neu Wulmstorf etwa berichtet, wie einfach es war, die App einzurichten und zu befüllen: Insgesamt gerade einmal fünf Arbeitstage für Absprachen, das Aufräumen des CMS, fürs Testen und Marketing.
Warum bietet die App keine Community-Features?
Jago: Community-Features klingen erst einmal verlockend, um den Gemeinschaftssinn zu stärken. Häufig sind dort aber nur wenige Personen aktiv, da es weitaus verbreitetere soziale Netzwerke gibt. Man bietet also kein neues Feature, auf das die Bürgerinnen und Bürger gewartet haben. Man schafft eher eine Parallelwelt mit wenig Mehrwert. Und dann ist ein solches Feature eher negative Werbung für die kommunale App.
Warnecke: Wir sind uns bewusst, dass Community-Features spannend wirken und viele Anbieter damit werben. Aus unseren Gesprächen mit Kommunen wissen wir aber auch, dass solche Funktionen häufig nicht genutzt werden. Und falls doch, erzeugen sie Aufwand, weil man moderieren muss. Wir wollen unseren Kunden nur Dinge anbieten, von denen wir überzeugt sind. Das heißt aber nicht, dass Communities komplett ausgeschlossen sind: Auf besonderen Wunsch und nach eingehender Beratung können solche Funktionen individuell ergänzt werden.
Was ist wichtig für eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen einem Start-up und einem etablierten Anbieter?
Jago: Es muss auch menschlich passen, und das tut es bei uns. Inhaltlich bringt mir die Kooperation unglaublich viel: Kein Fischen im Trüben sondern direkter Zugang zu langjähriger Erfahrung mit Kommunen. Aber mindestens ebenso wichtig ist das gegenseitige Verständnis und Vertrauen.
Warnecke: Wir arbeiten mit ganz unterschiedlichen Partnern zusammen. Mit etablierten Anbietern ebenso wie mit Start-ups. Für uns ist wichtig, dass eine Lösung im Alltag wirklich funktioniert. Es gibt immer wieder Produkte, die auf den ersten Blick super aussehen, aber wenn man genauer hinschaut, merkt man, dass da noch etwas fehlt, technisch oder konzeptionell. Dann sagen wir auch mal freundlich ab. Einfach, weil wir unseren Kunden nur stabile und verlässliche Lösungen anbieten wollen. Bei Cuckoo Coding und Mira war das komplett anders: sehr innovativ und gleichzeitig offen für Feedback. Das hat die Zusammenarbeit wirklich unkompliziert und angenehm gemacht.
Wie fällt Ihr Fazit nach gut einem Jahr Kooperation aus?
Warnecke: Das erste Jahr Zusammenarbeit hat uns allen Spaß gemacht. Und es geht ja weiter: Wir arbeiten noch an zahlreichen weiteren Apps, und das Interesse wächst stetig.
Jago: Ich würde sofort wieder die Kooperation mit einem solchen Partner dem Aufnehmen von Investoren vorziehen. Das geht natürlich nicht immer und für jedes Produkt, aber in unserem Fall ist es ein echtes Win-win.
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