Schleswig-HolsteinEinheitliche Technik für große Schadenslagen

Im Krisenfall muss Kommunikation reibungslos funktionieren. In Schleswig-Holstein werden mit Katastrophenschutz befasste Kommunal- und Landesbehörden künftig die gleiche Software nutzen.
(Bildquelle: lensw0rld/123rf.com)
Die Bevölkerungsschutzbehörden in Schleswig-Holstein werden künftig mit einer gemeinsamen Software arbeiten. Dieses sogenannte Führungsunterstützungssystem soll die Einsatzstäbe bei der Bewältigung von Krisen und Katastrophen unterstützen. Die einheitliche Software soll einen schnelleren Informationsaustausch und eine bessere Zusammenarbeit der Einsatzstäbe im Rahmen von Großschadenslagen und Katastrophen ermöglichen. Das Land hat nach einer europaweiten Ausschreibung den Auftrag für die landesweite Einführung an das Unternehmen Eurocommand aus Eckernförde vergeben. Das Auftragsvolumen beträgt nach Angaben des Ministeriums für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport rund sechs Millionen Euro.
Bessere Zusammenarbeit der Kommunen
„Katastrophen machen an Gemeinde- und Kreisgrenzen keinen Halt,“ betont Marc Ziertmann, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städteverbandes Schleswig-Holstein für die Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Landesverbände. Die landesweit einheitliche Software werde die Zusammenarbeit aller Kommunen und ihrer Einheiten im Brand-, Katastrophen- Bevölkerungsschutz stärken und effizienter gestalten, so Ziertmann. Dieses erleichtert nicht nur den Austausch von Informationen zwischen den Einsatzstäben – auch der Einsatz von Material und verfügbaren Kräften kann besser gesteuert werden.
Einige der 16 unteren Katastrophenschutzbehörden in Schleswig-Holstein arbeiten bereits heute mit dem künftig landesweit eingesetzten System; andere Behörden nutzen bislang andere Programme oder arbeiten noch ohne digitale Unterstützung. Nach der landesweiten Einführung werden alle Beteiligten dieselbe technische Grundlage nutzen. Parallel zur Einführung sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einsatzstäbe einheitlich geschult werden und regelmäßig mit dem System üben.
Weitere Schritte
Das einheitliche Führungsunterstützungssystem ist nach Angaben des Innenministeriums die erste Komponente der gemeinsamen Datenplattform für Katastrophen-, Brand- und Zivilschutz (DIKatS), die in Schleswig-Holstein bis 2030 fertiggestellt werden soll. Als nächstes soll in enger Abstimmung mit den Gemeinden, Städten und Kreisen sowie ihren Feuerwehren die Ausschreibung für ein Verwaltungsprogramm folgen, durch das Abläufe und Prozesse im Zusammenhang mit Personal und Material Bevölkerungsschutz deutlich vereinfacht und vereinheitlicht werden sollen.
Im Rahmen früherer Projekte war bereits die Katastrophenkommunikation bereits von der Hardwareseite gestärkt worden. So wurden die Netze für den BOS-Digitalfunk gehärtet und eigene 5G Campuszellen erfolgreich in Betrieb genommen.
Heidelberg: Stadtblatt wird digital
[18.09.2026] Heidelberg stellt die Verteilung seines Stadtblatts neu auf. Statt einer Zustellung an alle Haushalte setzt die Stadt künftig vor allem auf die digitale Ausgabe. mehr...
Gütersloh: Webseite zur Stadtgeschichte in neuem Look
[11.09.2026] Die Stadt Gütersloh hat den Bereich zur Stadtgeschichte auf ihrer Website grundlegend überarbeitet. Inhalte wurden neu geordnet und verknüpft, historische Abbildungen durch hochauflösende Digitalisate ersetzt und weitere Seiten um Bilder, Videos und Links ergänzt. mehr...
Berlin: Klimaanpassung spielerisch erfahren
[11.09.2026] Mit dem Online-Spiel Schwammtastisch soll das Konzept der Schwammstadt für Berlinerinnen und Berliner anschaulich werden. Straßen und Plätze lassen sich digital mit Bäumen, Pflanzstreifen oder Regenwassernutzung umgestalten und deren Wirkung erkunden. mehr...
Studie: Automatisierungspotenzial in Behörden nicht ausgeschöpft
[09.09.2026] Eine Studie von Foundry, UiPath und Materna zeigt deutliche Lücken bei der Digitalisierung deutscher Behörden: Nach Einschätzung der Befragten könnten 49 Prozent der Verwaltungsaufgaben automatisiert werden, tatsächlich sind es erst 23 Prozent. Zudem ist ein Drittel der Leistungen noch komplett offline. mehr...
Ulm: Goldenes Buch ist digital erlebbar
[04.09.2026] Das Goldene Buch der Stadt Ulm können Gäste im Rathaus via Touchbildschirm ab sofort digital durchblättern. mehr...
GEAS-Reform (2): Was jetzt auf die Verwaltung zukommt
[03.09.2026] Neue Verfahren, angepasste IT-Systeme und komplexere Rechtsfragen: Mit der GEAS-Reform wächst der Umsetzungsaufwand für die beteiligten Behörden. Sie müssen europäische und nationale Vorgaben stärker gemeinsam berücksichtigen - und up to date bleiben. mehr...
GEAS-Reform (1): Die rechtlichen Implikationen
[02.09.2026] Die GEAS-Reform regelt wesentliche Bereiche des Asylrechts nun durch unmittelbar geltende EU-Verordnungen. Damit sinken nationale Gestaltungsspielräume, während die Anforderungen an Rechtsanwendung und Verwaltungsvollzug steigen. mehr...
KGSt/Helmut-Schmidt-Universität Hamburg: Agile Arbeitsweisen in Kommunen
[01.09.2026] Die KGSt und die Hamburger Helmut-Schmidt-Universität wollen herausfinden, wie agile Arbeitsweisen in Kommunalverwaltungen eingeführt und etabliert werden. Für eine kurze Umfrage werden noch Personen gesucht, die agiles Arbeiten in ihrer Kommune voranbringen. mehr...
Vitako: Schlaglichter auf kommunale Digitalisierung
[31.08.2026] Mit einer neuen YouTube-Reihe zeigt Vitako Perspektiven aus der öffentlichen IT in kurzen Videos. In den ersten Beiträgen geht es um verlässliche digitale Infrastrukturen, digitale Souveränität und interkommunale Zusammenarbeit. mehr...
digitalSIGNAGE: Digitale Bürgerkommunikation für Rathaus & Co.
[31.08.2026] Digitale Informations- und Anzeigesysteme können das Personal in Kommunen entlasten: Sie erleichtern die Orientierung, organisieren den Besucheraufruf und informieren. Der ISO/IEC 27001 zertifizierte Anbieter digitalSIGNAGE deckt dafür ein breites Produktspektrum ab. mehr...
KGSt: Neues Verwaltungsleitbild
[27.08.2026] Die KGSt hat mit der „Netzwerkkommune“ ein neues Verwaltungsleitbild vorgelegt. Es beschreibt eine Verwaltung, die komplexe Aufgaben gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft löst. Die Steuerung solcher Netzwerke muss so angelegt sein, dass Kooperation und Vertrauen möglich werden. mehr...
Peine: Onlinedienste bekannter machen
[27.08.2026] Die Stadt Peine will ihre digitalen Verwaltungsangebote bekannter machen sowie Bürgerinnen und Bürger über deren Vorteile und Nutzungsmöglichkeiten informieren. Dazu begann nun eine langfristig angelegte Kampagne, die Werbeflächen in der Stadt und Social Media bespielt. mehr...
Saarland: Weniger Behördengänge im Trauerfall
[25.08.2026] Ein neuer Online-Dienst ermöglicht Angehörigen und Bestattungsunternehmen, Bestattungen digital anzumelden und Unterlagen hochzuladen. Nach dem Start in St. Wendel steht das Angebot nun auch in Kirkel bereit und allen saarländischen Kommunen zur Nachnutzung offen. mehr...
European Public Administration Report: Ist eine teure Verwaltung auch gut?
[25.08.2026] Deutschland leistet sich eine der teureren öffentlichen Verwaltungen Europas. Mehr Wirkung folgt daraus aber nicht automatisch. Eine Studie aus Österreich zeigt, dass es gute Organisation, qualifiziertes Personal und digitale Werkzeuge sind, die den Unterschied machen. mehr...
NExT/RuDi: Gemeinsam digital vernetzt
[25.08.2026] Das Verwaltungsnetzwerk NExT baut seine Zusammenarbeit mit der Plattform RuDi aus. Eine zentrale Dateiablage soll Dokumente aus den NExTcommunities bündeln und Beschäftigten des öffentlichen Dienstes den Austausch zwischen Treffen und über Communitygrenzen hinweg erleichtern. mehr...


















