E-Government-WettbewerbFinalisten präsentieren sich

Begrüßung zu den Finalistentagen des 17. E-Government-Wettbewerbs.
Jon Abele, Partner und Leiter Public Services bei BearingPoint (links) und Jonas Rahe, Sales Manager bei Cisco Deutschland.
(Bildquelle: BearingPoint)
Auf den Finalistentagen des 17. E-Government-Wettbewerbs von BearingPoint und Cisco (15. bis 16. Mai, Berlin) kämpften insgesamt 15 Bewerber um eine Auszeichnung als bestes Projekt zur Verwaltungsmodernisierung. Das Spektrum reichte nach Angaben der Wettbewerbsveranstalter in diesem Jahr von Konzeptionen zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes über die Realisierung konkreter E-Government-Anwendungen für Bürger bis hin zur Erleichterung elektronischer Dienste für Unternehmen. Beeindruckend sei der gezielte Einsatz neuer Technologien in den Projekten. Hierzu zähle beispielsweise die Anwendung von Virtual Reality, künstlicher Intelligenz, Spracherkennung und Big Data Analytics. Zudem zeige die hohe Zahl der eingereichten Ideen im Bereich Kooperationen, dass in allen beteiligten Organisationen die Chancen für eine schnellere Digitalisierung durch intensive Zusammenarbeit genutzt werden.
Jon Abele, Partner und Leiter Public Services bei BearingPoint, kommentiert: „Der E-Government-Wettbewerb verdeutlicht, dass es bei der Transformation der öffentlichen Verwaltung nicht nur um sich ändernde Prozesse innerhalb der Verwaltungen geht, sondern sich durch neue, teilweise disruptive Technologien das Leben der Menschen verändert. Mit dem Wettbewerb schaffen wir gemeinsam mit Cisco eine Plattform, um die notwendige Transformation zu unterstützen.“ Jonas Rahe, Sales Manager bei Cisco Deutschland, ergänzt: „Viele der eingereichten Konzepte werden bereits umgesetzt, was die hohe Qualität der Projekte unterstreicht. Die Einreichungen boten somit eine sehr gute Basis für die Auszeichnung von richtungsweisenden Beiträgen im E-Government in Deutschland, Österreich und der Schweiz.“
Finalisten im Überblick
In der Kategorie „Beste Konzeption zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes“ konnten sich das Bayerische Landesamt für Steuern mit dem Projekt „EKONA mit Schnittstelle für Nutzerkonten KOLIBRI“ sowie das baden-württembergische Innenministerium mit dem Vorhaben „50×1101 – Nutzerzentrierte Standardprozesse für Baden-Württemberg“ durchsetzen. Dritter Finaliste in dieser Kategorie ist das Projekt „Zentrale Rechnungseingangsplattformen, Bund-Bremen-Kooperation E-Rechnung“ (wir berichteten).
Das beste Digitalisierungsprojekt machen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Sprachbiometrisches Assistenzsystem), das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (Elektronische Gründung) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Gründerplattform) unter sich aus. Um den Titel „Bestes Modernisierungsprojekt“ bewerben sich das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik mit ihrem Projekt zur „Gewinnung, Einarbeitung und Bindung von mehr als 260 neuen Mitarbeitern seit dem Jahr 2016“, die Staatskanzlei Schleswig-Holstein für die Konzeption und Durchführung einer landesweiten Nachwuchskräfte-Werbekampagne sowie die Stadt Kaiserslautern mit ihrem Projekt KLAR (KaisersLauternAnalyseRecherche, wir berichteten).
Nominiert in der Kategorie „Bestes Kooperationsprojekt“ sind die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) mit ihrem kooperativen Informationsmanagement in der Wasserwirtschaft, das Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalen mit dem IT-Verfahren Online Sicherheitsprüfung (OSiP), sowie das Projekt eUmzugCH der Schweizerischen Informatikkonferenz.
Ausgezeichnet wird zudem das beste Infrastrukturprojekt. Als Finalisten wurden hier die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg für den Einsatz von Virtual und Augmented Reality im Hamburger Hafen, die Handwerkskammer für München und Oberbayern mit ihrem Kundenportal der bayerischen Handwerkskammern sowie das Verkehrsministerium Baden-Württemberg mit dem Projekt Verkehrssicherheitsscreening ausgewählt.
Die Preisverleihung erfolgt auf dem Zukunftskongress „Staat und Verwaltung“ am 19. Juni 2018 in Berlin. Auch in diesem Jahr wird zudem ein Publikumspreis vergeben. Bis zum 3. August kann jeder per Online-Voting für seinen Favoriten abstimmen. Der Gewinner des Publikumspreises wird am 7. September im Rahmen des 23. Ministerialkongresses ausgezeichnet.
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