Mittwoch, 28. Oktober 2026

KRZNGebührenbescheide schneller verwalten

[14.10.2016] Einen neuen Service bietet das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) ab kommendem Jahr rund um die Grundsteuer. Die Lösung wird die Verwaltung von Gebührenbescheiden beschleunigen.
Dieter Thelen

Dieter Thelen, Vorstand der GWG für den Kreis Viersen (l.) und Dr. Andreas Coenen, Verbandsvorsteher und zugleich Landrat des Kreises Viersen, freuen sich über den baldigen Start des neuen Systems für elektronische Gebührenbescheide.

(Bildquelle: Alois Müller)

Die Abwicklung von Gebührenbescheiden rund um die Grundsteuer soll schneller und effizienter werden. Deshalb startet das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) im Jahr 2017 ein Pilotprojekt mit den Wohnungsbaugesellschaften Viersener Aktion-Baugesellschaft (VAB) und der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft für den Kreis Viersen (GWG). Die Bescheide lassen sich dann elektronisch übertragen. Das bedeutet laut dem IT-Dienstleister vor allem für Wohnungsbaugesellschaften und für Inhaber vieler Objekte Arbeitserleichterungen. „Das neue System markiert einen weiteren Schritt, Verwaltungsprozesse im Kreis Viersen für Unternehmen effizienter zu machen“, sagt Verbandsvorsteher Andreas Coenen, zugleich auch Landrat des Kreises Viersen. Bisher mussten laut KRZN die in Papierform zugestellten Bescheide stets von Hand in die entsprechenden Systeme von Wohnungsbaugesellschaften und Besitzern vieler Objekte eingegeben werden. Dieser Schritt könne nun entfallen. „Lizenznehmer des Systems sparen Zeit, Geld und reduzieren parallel mögliche Fehlerquellen“, ergänzt KRZN-Geschäftsleiter Jonas Fischer. Wie der IT-Dienstleiter weiter mitteilt, soll das neue Verfahren in das gemeinsam mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Stadt Bochum entwickelte Kommunale integrierte Veranlagungsinformationssystem (KIVi) eingebunden werden. Alle Gebührenbescheide rund um die Grundsteuer können darüber verarbeitet werden. Die Formulare dazu werden künftig nicht nur als reine Daten, die bei den Kunden automatisch in ihre eigenen Systeme übertragen werden können, verschickt. Sie werden auch als digitale Bescheidkopie zur Archivierung und in Papierform versendet. Diese mehrfache Ausführung habe vor allem rechtliche Gründe. So ist für die digitale Übertragung von Bescheiden mit so genannter Schriftformerfordernis eine qualifizierte elektronische Signatur gesetzlich vorgeschrieben. Die Infrastruktur, die dafür aufgebaut werden müsste, wäre laut KRZN jedoch mit enormen Kosten verbunden, die indirekt auf die Kommunen zurückfallen würden. Bis zum Ende des Jahres plant das KRZN, die kommunalen Verwaltungen im Leistungsgebiet anzuschreiben und sie um eine Teilnahme am neuen Verfahren zu bitten.



Stichwörter: Fachverfahren, Bauswesen


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren
Deutsches Nummernschild plus Spielzeugauto auf einem Holztisch

Kfz-Zulassung: Erprobung zeigt Modernisierungspotenzial

[27.10.2026] Ein Erprobungsprojekt des IT-Planungsrats zeigt, wie sich die Kfz-Zulassung bürgerfreundlicher und effizienter gestalten lässt. Im Fokus stehen ein besserer Zugang zu digitalen Angeboten, die Bündelung von Support-Anfragen und die Digitalisierung bislang nicht online abwickelbarer Sonderfälle. Die Ergebnisse sollen in die weitere Modernisierung der Kfz-Zulassung einfließen. mehr...

Eine Gruppe von Businesspersonen sitzen an einem Tisch und besprechen sich

Lämmerzahl: Einheitliche Plattform für die Sozialverwaltung

[27.10.2026] Die geplante Sozialstaatsreform stellt Kommunen auch bei der Digitalisierung ihrer Verwaltungsprozesse vor neue Herausforderungen. Der Softwareanbieter Lämmerzahl sieht in integrierten Fachverfahren einen wesentlichen Schlüssel, um gesetzliche Anforderungen effizient umzusetzen und die Sozialverwaltung langfristig zu entlasten. mehr...

BIM-LV-Container Export in CaliforniaX

G&W Software: BIM-basierte Kostenermittlung

[22.10.2026] Auf der BIM World Munich 2026 zeigt G&W Software, wie sich Mengen- und Kostenermittlungen aus digitalen Bauwerksmodellen weitgehend automatisieren lassen. Neue Funktionen der AVA-Software CaliforniaX sollen zudem den Datenaustausch zwischen Projektbeteiligten erleichtern. mehr...

bericht

Osnabrück: Basis für Finanzprozesse

[19.10.2026] Im Rahmen des Projekts RISE 4 OS stellt die Stadt Osnabrück ihre Finanzprozesse auf SAP S/4HANA Cloud Private Edition um. Neben dem Plattformwechsel stehen standardisierte Prozesse, Datenmigration und Changemanagement im Mittelpunkt. mehr...

Erbauer mit dem Kran, der mehrstöckiges Haus baut. Winter- oder Herbsthintergrund. Bauarbeiter Arbeiter mit Kran auf einem Mehrfamilienhaus. Unter blauem Himmel.

Bremen: Vorreiter bei der digitalen Baugenehmigung

[14.10.2026] Seit Juli 2026 können Bauanträge in der Stadtgemeinde Bremen ausschließlich digital eingereicht werden. Auch die Bearbeitung und Bescheidung erfolgen vollständig elektronisch. Damit setzt Bremen bereits um, was der Bund bis 2028 als verbindlichen Regelweg etablieren will. mehr...

Rendering Hallenbad Zuffenhausen

Stuttgart: BIM stadtweit auf Kurs bringen

[12.10.2026] Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart baut den Einsatz von Building Information Modeling (BIM) weiter aus. Neben neuen Projekten stehen dabei gemeinsame Standards, eine bessere Datenqualität und eine stadtweite IT-Architektur für digitale Bauwerksdaten im Fokus. mehr...

Gruppenbild: Männer in Sackos neben Komm.ONE Werbebanner

Lübeck: Finanzwesen aus einer Hand

[12.10.2026] Die Hansestadt Lübeck hat sich für ein Finanzsoftware-Paket von Komm.ONE entschieden. Der IT-Dienstleister aus Baden-Württemberg übernimmt auch Betrieb und Support. Das Einführungsprojekt für die SAP-basierten Anwendungen startete am 1. Oktober 2026. mehr...

Gruppenfoto von Lennart Schaer, Patricia Pichottki (beide GovConnect) und Martin Kuban (ekom21).

ekom21 / GovConnect: Kooperation bei Ordnungswidrigkeiten

[06.10.2026] Die kommunalen IT-Dienstleister ekom21 und GovConnect wollen bei der Digitalisierung von Ordnungswidrigkeitenverfahren enger zusammenarbeiten. Ziel ist ein gemeinsames, cloudfähiges und sicheres Produktportfolio. mehr...

Smart Country Convention: S-Public Services verbindet digitale Verwaltungsprozesse

[05.10.2026] S-Public Services zeigt auf der Smart Country Convention Lösungen, die digitale Anträge, interne Bearbeitung und Bezahlung miteinander verbinden. Im Mittelpunkt stehen die Anwendungen PublicForms und PublicFlow sowie verschiedene digitale Bezahlverfahren. mehr...

Gruppenfoto Team Bauordnung in Detmold

Detmold: Ohne Papier zur Baugenehmigung

[30.09.2026] Ab Anfang Oktober müssen Bauanträge bei der Stadt Detmold digital eingereicht werden. Das Bauportal.NRW und die Kommunikationsplattform ELAN Classic sollen von der Antragstellung über den Austausch bis zur Bearbeitung einen medienbruchfreien Ablauf ermöglichen. mehr...

bericht

Friedhofsverwaltung: Stimmiges Gesamtkonzept

[29.09.2026] Selbst Friedhöfe sind von der Digitalisierung betroffen. Moderne, webbasierte Software hilft Friedhofsverwaltungen, ihre Aufgaben besser zu organisieren. Zudem schafft sie für Angehörige mehr Verlässlichkeit in einem sensiblen Umfeld. mehr...

Wennigsen: Ferienbetreuung digital buchen

[21.09.2026] Die Gemeinde Wennigsen setzt für die Anmeldung zur Ganztagsbetreuung in den Herbstferien die Fachsoftware NOLIS | Schulkind ein. Nach Angaben des Anbieters lagen zwischen Bereitstellung und Produktivbetrieb lediglich zwei Wochen. mehr...

Märkischer Kreis: WiNOWiG im Echtbetrieb

[15.09.2026] Der Märkische Kreis hat die Umstellung auf die Software WiNOWiG abgeschlossen. Die Lösung für die Bearbeitung von Ordnungswidrigkeiten soll schrittweise das bislang eingesetzte Verfahren SC-OWi ablösen. Weitere Kreise und Kommunen sollen folgen. mehr...

Junge Frau im Auto sitzend präsentiert ihre Führerscheinkarte

Kreis Calw: Führerscheinwesen neu aufgestellt

[08.09.2026] Der Landkreis Calw hat sein Führerscheinwesen mithilfe des kommunalen IT-Dienstleisters Komm.ONE auf ein neues Fachverfahren umgestellt. Die Einführung von KM-Fahrerlaubnis ist ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung der Verwaltungsdienstleistungen im Bereich Verkehrswesen. mehr...

Ein Geschäftsmann in Startposition vor einer Startlinie

Gewerbewesen: Praxisbewährte Lösungen statt Schlagworte

[08.09.2026] Die Modernisierung und Vereinfachung von Gründungsverfahren ist aktuell ein großes Thema und wird im Rahmen des Bundesprojekts „Schneller Gründen“ derzeit in neun Pilotkommunen erprobt. Dabei sind die Voraussetzungen zur schnellen Unternehmensgründung längst vorhanden und die digitalen Prozesse werden bereits intensiv genutzt. Darauf weist jetzt das Unternehmen EDV Ermtraud hin. mehr...