Dienstag, 11. August 2026

krzGemeinsam für Low Code

[15.03.2023] Mit Low-Code-Plattformen erstellte Software kann kommunale Verwaltungen bei der Digitalisierung ihrer Prozesse entscheidend voranbringen. In Ostwestfalen soll eine Low-Code-Plattform zusammen mit den Kommunen ausgewählt werden, um typische Schwierigkeiten beim Betrieb zu umgehen.

Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) und die IT-Zweckverbände OWL-IT und GKD Paderborn wollen gemeinsam mit Kunden aus den Zweckverbänden eine Low-Code-Plattform auswählen und beschaffen. Die Plattform soll neben dem Fokus auf die internen Workflows der IT-Dienstleister insbesondere eine Lösung für die Verwaltungsabläufe der Verbandskunden sein, um diese nach dem Baukastenprinzip schnell und einfach zu digitalisieren. Ende Februar 2023 fand dazu im krz die Kick-off-Veranstaltung mit allen Beteiligten statt. Die Einbindung der Kommunen in den Auswahlprozess sei von zentraler Bedeutung, damit eine passgenaue Lösung gefunden wird, die auch von den künftigen Nutzern akzeptiert wird, heißt es in einer Pressemeldung des krz. Mit dem Vergabeverfahren Wettbewerblicher Dialog, der bei besonders komplexen Aufträgen durchgeführt werden kann, gibt es zudem die Möglichkeit, Impulse der Bieter und Behörden nach einer Produktdemonstration zu berücksichtigen.

Nachteile von Low Code auffangen

Low-Code-Plattformen erlauben eine Software-Entwicklung im Baukastenprinzip, ohne dass klassische textbasierte Programmiersprachen genutzt werden müssen. So sollen lediglich IT-affine Mitarbeiter in den Fachabteilungen der Behörden eigene, bedarfsgerechte Lösungen entwickeln können. Auf diese Weise lassen sich etwa Prozesse automatisieren, für die es mangels ausreichender Fallzahlen keine Fachverfahren gibt. Auch der Mangel an IT-Fachkräften soll so kompensiert werden. Das krz verweist jedoch auch auf die Fallstricke beim kommunalen Einsatz von Low-Code-Lösungen: rapide steigende Komplexität mit der Skalierung, hohe Migrationsaufwände beim Wechsel zu Fachverfahren und eine nicht immer vorhandene Dokumentation.
Solche Problemen will man mit der nun angestrebten einheitlichen Lösung umgehen. Zudem sollen wichtige Aspekte wie Barrierefreiheit, Datenschutz und die Anbindung an bereits vorhandene technische Gegebenheiten von Anfang an im Blick bleiben. Nach der Einführung der gemeinsam ausgewählten Low-Code-Plattform wollen das krz und die GKD Paderborn die Verbandsmitglieder intensiv bei der Nutzung unterstützen. Den Betrieb soll OWL-IT übernehmen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur
Abgedunkelter Saal mit Holzvertäfelung, Blick über Zushcauerköpfe aufs Podium, wo man eine grüße Projektion und verschiedene Flaggen sieht.

Baden-Württemberg: Kommunalregister vor dem Umbau

[05.08.2026] Kommunen müssen ihre Register fit für die Zukunft machen. Baden-Württemberg ist mit einer Kick-off-Veranstaltung zum Identitätsdatenabruf der Kommunalregister den ersten Schritt zur Umsetzung gegangen. Informationsmaterialien zur RegMo und der Veranstaltung sollen in Kürze zur Verfügung stehen. mehr...

Luftbild der Gemeinde Eichenzell
bericht

Eichenzell: Infrastruktur setzt Maßstäbe

[24.07.2026] Mit einer kommunalen Datenplattform sowie vernetzter Sensorik hat die hessische Gemeinde Eichenzell ein starkes Fundament für die digitale Daseinsvorsorge gelegt. Perspektivisch soll die Infrastruktur auch von Nachbarkommunen genutzt werden können. mehr...

Geschäftsmann hält Puzzle mit virtuellem Symbol.
bericht

IT-Dienstleister: Next Level IT

[22.07.2026] Das Programm Komm2IT arbeitet daran, Kompetenzen zu bündeln, Doppelstrukturen zu reduzieren und landesweit einheitliche, stabile Lösungen für die Kommunen zu schaffen. mehr...

Lennart_Schaer_Stephan_Brinkmann
interview

IT-Dienstleister: Kompetenzen vereinen

[22.07.2026] Stephan Brinkmann und Lennart Schaer sprechen als Leiter über das Programm Komm2IT. mehr...

drei Personen durchtrennen vor einem Gebäude ein rotes Band

regio iT: Energieeffizientes Rechenzentrum

[14.07.2026] In Aachen hat der kommunale IT-Dienstleister regio iT sein neues Rechenzentrum namens EURaix Evolution (EVO) in Betrieb genommen. Es soll Maßstäbe bei der Energieeffizienz setzen. mehr...

Darmstadt: Städtische IT ist zu alt

[13.07.2026] Die Stadt Darmstadt hatte Ende Juni mit einem massiven Ausfall ihres E-Mail-Systems zu kämpfen. Der Grund: veraltete Technik. Mittlerweile ist die Erreichbarkeit der betroffenen Ämter wiederhergestellt – und die städtische IT soll nun mit Nachdruck modernisiert werden. mehr...

Zwie Personen in einem Meetingraum, auf einem Monitor sind weitere Teilnehmer per Videokonferenz zugeschaltet

ITEBO: Sichere Telefonie mit innovaphone

[06.07.2026] Der IT-Dienstleister ITEBO stellt öffentlichen Verwaltungen in Deutschland jetzt die Lösung innovaphone Conferencing zur Verfügung. Darüber können Behörden und kommunale Einrichtungen sichere Audio- und Videokonferenzen durchführen. 
 mehr...

rescueTablet bei Feuerwehr Hanau im Einsatz
bericht

Hanau: Tablets im Einsatz

[17.06.2026] Die Feuerwehr Hanau arbeitet mit einer digitalen Einsatzunterstützung. Eine innovative Software stellt wichtige Informationen in Echtzeit auf Tablets bereit. Die Lösung wird anhand der Rückmeldungen aus der Praxis weiterentwickelt. mehr...

Frau am Schreibtisch mit Overlay aus Ordnericons und Dokumentenicons

Bayern: Grundlagen für NOOTS geschaffen

[15.06.2026] Der Freistaat Bayern hat mit drei Erprobungsprojekten wichtige Grundlagen für den künftigen behördlichen Datenaustausch über das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) geschaffen. Die Ergebnisse sollen nun als Blaupause für weitere NOOTS-Vorhaben dienen. mehr...

Symbolbild Cloud Computing

GISA: BVVG stellt SAP-Betrieb neu auf

[15.06.2026] GISA begleitet die BVVG beim Wechsel in die SAP Private Cloud. Seit 2008 betreut der IT-Dienstleister die SAP-Systeme der Gesellschaft. Im aktuellen Transformationsprojekt unterstützt er Beratung, Qualitätssicherung und künftiges Betriebsmodell. mehr...

Bremen-NRW_API-Strategie

Bremen/Nordrhein-Westfalen: Schnittstellen statt Amtsgrenzen

[19.05.2026] Bremen und Nordrhein-Westfalen wollen den Datenaustausch in der Verwaltung vereinfachen. Eine gemeinsame Plattform soll technische Schnittstellen bündeln, Standards vereinheitlichen und Kommunen bei der Entwicklung digitaler Dienste einbinden. mehr...

Frauenhand die auf einem weißen Telefon eine Nummer eintippt

Bremen: Klassisches Telefon hat ausgedient

[05.05.2026] Die bremische Verwaltung verabschiedet sich weitgehend vom klassischen Telefon und setzt stattdessen in Zukunft auf das Softphone als Grundausstattung. 
 mehr...

Markus Bremkamp, Stephan Hauber Porträtfotos
interview

Interview: Zwischen Praxis und Politik

[28.04.2026] Im Kommune21-Interview erläutern Stephan Hauber, Vorstandsvorsitzender des VOIS-Vereins, und Markus Bremkamp, Schatzmeister des VOIS-Vereins, was sie zur Gründung ihres Vereins bewogen hat und welche Ziele dieser verfolgt. mehr...

Kreishaus Düren

Kreis Düren: Microsoft 365 eingeführt

[21.04.2026] Der Kreis Düren hat Microsoft 365 flächendeckend ausgerollt. Unterstützt wurde die Kommunalverwaltung dabei vom Dienstleister regio iT. mehr...

Rheinland-Pfalz: OPTIKOM kommt voran

[17.04.2026] Im interkommunalen Prozessmanagement-Projekt OPTIKOM in Rheinland-Pfalz wurden bereits Meilensteine erreicht, wie eine rund 1.000 Prozesse umfassende Blaupause für ein gemeinsames Prozessregister. Im kommenden Jahr können weitere Kommunen in das Projekt aufgenommen werden. mehr...