Samstag, 10. Januar 2026

MünchenGeschäftsprozess-Management gestärkt

[07.07.2022] Die Stadt München arbeitet seit 2019 an der Einführung ihres Geschäftsprozess-Management. Es soll die Politik beim Erreichen ihrer Ziele unterstützen, die Digitalisierung voranbringen und den Bürgern nutzen. Nun stimmte der Stadtrat dem Ausbau des Geschäftsprozess-Management zu.

Große Fortschritte hat die Stadt München laut eigenen Angaben in den vergangenen drei Jahren bei der Konzeption und Einführung ihres Geschäftsprozess-Management (GPM) gemacht. Wie die bayerische Landeshauptstadt in ihrem Digitalblog „München. Digital. Erleben.“ berichtet, geht es dabei um die Ausrichtung der internen Arbeitsorganisation auf das, was die die Bürger, Unternehmen und Organisationen von ihrer Stadtverwaltung benötigen. Am 29. Juni 2022 habe der Stadtrat grünes Licht für den Ausbau des Geschäftsprozess-Management gegeben.

Unterstützung aus dem Innovationsbereich GPM

Im Februar 2019 habe der Münchner Stadtrat erstmals den Auftrag für den Aufbau eines Geschäftsprozess-Management in der gesamten Stadtverwaltung gegeben. Ziel war es unter anderem, den für die Digitalisierung notwendigen organisatorischen und kulturellen Wandel anzustoßen. Der dazu gegründete Innovationsbereich GPM führte die benötige Expertise aus dem Personal- und Organisationsreferat (POR) und aus dem IT-Referat (RIT) zusammen.
Gemeinsam habe dieses Team wichtige Rahmenbedingungen, Vorgaben, Methoden und vor allem Unterstützungsformate zur Einführung des GPM erarbeitet. Schrittweise habe das Erarbeitete in den Referaten und Eigenbetrieben Fuß gefasst. Heute habe das Geschäftsprozess-Management fast überall Einzug erhalten, heißt es vonseiten der Stadt. An vielen Stellen seien spürbare Erfolge erzielt worden.

GPM dauerhaft verankert

Seit April 2022 ist der bisherige Innovationsbereich GPM als dauerhafte Organisationseinheit GPM Governance (LHM) im POR-Geschäftsbereich Organisation & Transformation angesiedelt. Er soll künftig auch vorgeben, wie GPM umgesetzt werden soll. Die Stadt sieht die Fokussierung auf Prozesse als dauerhaftes Entwicklungskonzept. So soll strategisches Geschäftsprozess-Management sicherstellen, dass Prozesse in einem spezifischen Bereich auf dessen Ziele ausgerichtet sind. Das operative Geschäftsprozess-Management soll dafür sorgen, dass diese Ziele im Tagesgeschäft umgesetzt werden. Der Stadtratsauftrag an den Bereich GPM Governance ist unter anderem, bis Ende 2025 den weiteren Ausbau von Geschäftsprozess-Management in der Organisation zu koordinieren und zu unterstützen. Künftig soll Geschäftsprozess-Management Politik und Verwaltung wirksam dabei unterstützen, Priorisierungen zu treffen und Strategien sowie Zielvorgaben umzusetzen.

Von der Funktions- zur Prozessorientierung

Die bislang stark funktionsorientierte, hierarchisch geprägte Organisation der Landeshauptstadt München soll durch GPM zu einer prozessorientierten Organisation weiterentwickelt werden. Auch neue Formen der Zusammenarbeit spielen hier eine Rolle. Diese Transformation sei ein wesentlicher Auftrag des Stadtrats an die Verwaltung, teilt die Stadt mit. In diesem Kontext gewinne die ablauforientierte Sichtweise an Bedeutung. Wesentlicher Unterschied zur bisherigen, aufbauorientierten Organisation: Alle Bereiche tragen die Verantwortung für eine zügige Aufgabenerledigung.
Sein volles Potenzial entfalte der umfassende Management-Ansatz GPM als Grundlage für die Digitalisierung, da optimierte Prozesse den Schlüssel zum digitalen Wandel der Landeshauptstadt darstellten. Besonders wichtig sei dabei die Zusammenarbeit mit dem IT-Referat: bei der Digitalisierung von Prozessen sei etwa eine enge Abstimmung zwischen Fachbereichen und IT-Referat notwendig. Prozesse können dazu beitragen, die Qualität der fachlichen Anforderungen und damit auch der IT-Lösungen zu steigern.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Grafik, die den Ablauf des Kölner IT-Planungsprozesses erläutert.

Köln: Erster IT-Planungsprozess

[22.12.2025] Um die IT- und Digitalisierungsvorhaben der Verwaltung schneller bewerten und priorisieren zu können, hat Köln erstmals einen gesamtstädtischen IT-Planungsprozess umgesetzt. Er orientiert sich an Industriestandards für die IT-Planung in Unternehmen und sorgt für einen optimalen Ressourceneinsatz sowie eine nachhaltig gesteuerte digitale Transformation. mehr...

Vier Personen stellen das Aachener Baumkataster vor

Aachen: Straßenbäume exakt dokumentiert

[19.12.2025] In Aachen wurden in den vergangenen Jahren alle Stadtbäume mit Stamm- und Zustandsdaten in ein Kataster eingepflegt. Das soll der Stadtverwaltung künftig alle Prozesse rund um Baumkontrolle und -pflege erleichtern. mehr...

Cuxhaven: Schnell informiert im Notfall

[19.12.2025] Seit 2005 informiert die Stadt Cuxhaven ihre Bürgerinnen und Bürger über regionale Gefahrenlagen oder Schadensereignisse per App. Nun erhielt die mobile Anwendung ein umfassendes Update. mehr...

Junger Mann sitzt mit Laptop, Taschenrechner und einigen Papieren in sorgenvoller Haltung am Schreibtisch.

Fraunhofer FOKUS: Zwischen Medienbrüchen und Bürokratiearbeit

[03.12.2025] Was macht einen Verwaltungsprozess wahrhaft nutzerfreundlich? Dieser Frage geht – anhand des Wohngeldantrags – eine Studie von Fraunhofer FOKUS nach. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, ein handlungsleitendes Gesamtbild der Verwaltungsmodernisierung zu entwickeln. mehr...

Fragestellung er Umfrage mit einem Störer "Deine Meinung zählt"

NeXT: Breite Umfrage zur Nachnutzung

[27.11.2025] Wie steht es um die Nachnutzung digitaler Lösungen in der öffentlichen Verwaltung? Das Netzwerk NeXT hat dazu eine Umfrage aufgesetzt Alle Verwaltungsbeschäftigten – ungeachtet der Ebene oder Rolle – können noch bis Ende November ihre Praxiserfahrungen teilen. mehr...

Gruppenfoto der Teilnehmenden am „Kooperationsraum für Verwaltungsmodernisierung in föderalen Strukturen“

Metropolregion Rhein-Neckar: Kooperationsraum für moderne Verwaltung

[25.11.2025] Die Länder Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie die Metropolregion Rhein-Neckar bauen ihre seit 2010 bestehende Kooperation aus und richten einen föderalen Kooperationsraum ein, der digitale Lösungen länder- und ebenenübergreifend entwickelt und erprobt. mehr...

Frau schreibt auf einem Notizblock, im Hintergrund weihnachtliche Deko
bericht

Studie: Intern besser integrieren

[20.11.2025] Wie erleben Behördenmitarbeitende die Digitalisierungsbemühungen in ihrem Alltag? Dies wollte das Unternehmen d.velop herausfinden. Ein Ergebnis der Umfrage: Eine vollständige Digitalisierung bis 2030 halten 75 Prozent der Befragten für unrealistisch. mehr...

Porträtaufnahme von Ilona Nickel.
interview

Lohr a.Main: Neue Perspektiven eröffnet

[19.11.2025] Ilona Nickel aus der IT-Abteilung der Stadt Lohr a.Main zählt zu den ersten Absolventen des Weiterbildungslehrgangs Digitalwirt. Im Interview erklärt sie, was den Lehrgang besonders macht und wie ihr dieser hilft, die Digitalisierung in Lohr voranzutreiben. mehr...

Szene aus einem Handballspiel.

Mainz: Mit Sportstättenverzeichnis online

[14.11.2025] In Mainz können jetzt die Belegungspläne von zunächst 20 Sporthallen online eingesehen werden. Weitere Hallen sollen sukzessive folgen. mehr...

Initiative Ehrenbehörde: Michelin-Stern für Behörden

[28.10.2025] Zwölf Behörden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden jetzt für neue Standards in Kommunikation, Digitalisierung und Führung als „Ehrenbehörden 2026“ ausgezeichnet. mehr...

dbb akademie: Digitalisierung im öffentlichen Dienst bleibt große Baustelle

[24.10.2025] Die dbb akademie hat jetzt das Fach- und Führungskräfte-Barometer 2025 vorgelegt. Demnach fühlen sich jüngere Generationen digital fitter, aber unzureichend vorbereitet. mehr...

Screenshot des 360-Grad-Rundgangs im Innern des Augsburger Doms

Augsburg: Dom in 4D erkunden

[17.10.2025] Der Augsburger Dom kann künftig auch in 4D erkundet werden. Der virtuelle Rundgang führt durch verschiedene Epochen und macht Geschichte auf besondere Art greifbar. mehr...

Drohne vor blauem Himmel

Katastrophenschutz: 5G-Drohne hilft Rettungskräften

[14.10.2025] Inwiefern Drohnen durch Live-Luftaufnahmen bei Rettungseinsätzen unterstützen können, testet aktuell die Berufsfeuerwehr Rostock. Koordiniert wird das Projekt ADELE vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). mehr...

Geschäftsmann hält Puzzle mit virtuellem Symbol.

Leitfaden: Wegweiser für Digitalisierungsbeauftragte

[07.10.2025] Studierende der Hochschule Ludwigsburg haben unter fachlicher Beratung von Axians-Infoma-Consultants einen Leitfaden entwickelt, der Digitalisierungsverantwortliche in Kommunen auf ihre vielfältigen Aufgaben vorbereiten soll. mehr...

Journalist und Podcast-Host Martin Brüning (l.) mit Oberbürgermeister Belit Onay im Maschpark.

Hannover: Podcast mit dem OB

[25.09.2025] Ein neues Kommunikationsformat startet Niedersachsens Landeshauptstadt: „Hannover macht das!“ lautet der Podcast mit dem Oberbürgermeister, der einen Beitrag zum demokratischen Diskurs leisten möchte. mehr...