PotsdamGeschichtsapp für die Stadt

Die PotsdamHistory App macht Stadtgeschichte und Stadtentwicklung nachvollziehbar.
v.l.: Thomas Steller, Direktor des Potsdam Museums; Birgit-Katharine Seemann, Fachbereichsleiterin Kultur und Museum Potsdam; Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg; Markus Wicke, Vorsitzender Fördervere
(Bildquelle: LHP/Juliane Güldner)
Die PotsdamHistory App macht Stadtgeschichte und Stadtentwicklung nachvollziehbar.
v.l.: Thomas Steller, Direktor des Potsdam Museums; Birgit-Katharine Seemann, Fachbereichsleiterin Kultur und Museum Potsdam; Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg; Markus Wicke, Vorsitzender Fördervere
(Bildquelle: LHP/Juliane Güldner)
Das Potsdamer Toleranzedikt, die Potsdamer Konferenz, Agentenaustausch, Bundesgartenschau und vieles andere Wissenswerte aus Potsdams Geschichte für die Hosentasche – möglich macht das die PotsdamHistory App, die ab sofort in den gängigen App Stores verfügbar ist. Initiiert und umgesetzt wurde das Projekt vom Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte und dessen Förderverein. Darüber informierten jetzt das Land Brandenburg und die Stadt Potsdam in einer gemeinsamen Meldung. „Die ehemalige preußische Residenz- und heutige brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam ist ein überaus geschichtsträchtiger Ort von überregionaler Bedeutung in Deutschland, Europa und der Welt. Als zeitgemäßes und attraktives Format der Geschichtsvermittlung ist die App sowohl für die Stadt und ihre Gäste als auch für Bildungseinrichtungen von großem Interesse. Indem sie die Potsdamerinnen und Potsdamer zur Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit anregt, stärkt sie zugleich die Identifikation mit der Stadt“, sagt Walid Hafezi, Beigeordneter für Bildung, Kultur, Jugend und Sport.
Entwickelt wurde die App in Zusammenarbeit mit dem Verein berlinHistory, der schon seit mehreren Jahren die gleichnamige App betreibt, um Berliner Geschichte im Stadtraum erlebbar zu machen. Die PotsdamHistory App wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, von der Wohnungsbaugesellschaft ProPotsdam und von der Stadt Potsdam finanziell gefördert.
Offen für Nutzung durch Dritte
In der PotsdamHistory App werden historische Dokumente wie Texte, Fotos, Audios und Videos veröffentlicht und mit aktuellen oder historischen Stadtplänen verknüpft. Derzeit gibt es unter anderem georeferenzierte historische Stadtpläne von 1912 und 1985/86, die mit der aktuellen Situation verglichen werden können, eine historische Straßenbahnfahrt mit Fotos, einen AudioWalk zu niederländischen Spuren in Potsdam, eine Übersicht von Orten jüdischen Lebens sowie viele historische Fotos – teilweise im Vorher-Nachher-Vergleich oder Bilder eines Ortes zu verschiedenen Zeiten – Epochentexte und Biografien von Potsdamer Persönlichkeiten. Auch die Stadtentwicklung ist Teil der App. So wird die Geschichte des Bornstädter Felds erzählt, in dem ein neues Stadtquartier entstehen soll. Die Inhalte der App sollen laut der Pressemeldung kontinuierlich wachsen.
Auch anderen Geschichtsvermittlern aus Potsdam soll die App offen stehen: „Über die Nutzung für das Potsdam Museum hinaus möchten wir die App als offene und institutionsübergreifende Plattform für andere Museen, Gedenkstätten, Vereine und weitere Potsdamer Akteure zur Vermittlung ihrer themenspezifischen historischen Inhalte öffnen“, sagt Markus Wicke, Vorsitzender des Fördervereins des Potsdam Museums. Eine erste Informationsveranstaltung für Interessierte ist für den 29. April 2024 im Potsdam Museum geplant.
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