Dienstag, 21. Juli 2026

BremenSchub für die Verwaltungsdigitalisierung

[03.03.2026] Performa Nord, ein Verwaltungsdienstleister der Freien Hansestadt Bremen, erhält aus dem Investitionssofortprogramm des Landes rund vier Millionen Euro. 2026 und 2027 sollen Terminmanagement, Heil- und Dienstunfallfürsorge sowie die IT-Ausstattung der Einrichtung digitalisiert und modernisiert werden.
Bremen: Verwaltung punktet mit Online-Services.

Der Bremische Senat hat der Verwendung von Mitteln für die Modernisierung und Digitalisierung des Verwaltungsdienstleisters Performa Nord zugestimmt.

(Bildquelle: sergeyphoto7/123rf.com)

Performa Nord, ein Eigenbetrieb der Freien Hansestadt Bremen, bietet umfangreiche Dienstleistungen für öffentliche Verwaltungen. Darunter fallen etwa Bezügeabrechnung, Beihilfeleistungen und beamtenrechtliche Versorgung, aber auch Leistungen wie das Bürgertelefon, die Kita-Abrechnung und die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung bremischer Einrichtungen. Neben der Hansestadt hat Performa Nord auch Kunden in anderen Bundesländern. Darunter fallen beispielsweise Kommunalverwaltungen, Energieversorger sowie Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts. Nun stehen für die Digitalisierung und nachhaltige Modernisierung von Verwaltungsprozessen bei Performa Nord im Rahmen des Investitionssofortprogramms rund vier Millionen Euro bereit. Dem hatte der Bremische Senat zugestimmt.

Digitalisierung nutzt allen

Wie der Senator für Finanzen berichtet, sollen in den Jahren 2026/27 vier Maßnahmen umgesetzt werden. Dies betrifft ein verbessertes System beim Terminmanagement, die Digitalisierung im Bereich der Freien Heilfürsorge und der Dienstunfallfürsorge sowie die Ausstattung von Performa Nord mit dem einheitlichen IT-Betriebsmodell der Kernverwaltung, das über standardisierte Hardware, Software und Support verfügt. Finanzsenator Björn Fecker spricht von einer Win-win-Situation. „Die Weiterentwicklung des Terminmanagements kommt den bürgernahen Dienstleistungen zugute. Vom optimierten Service profitieren die Bürgerinnen und Bürger. Aber auch die Beschäftigten haben etwas von den Maßnahmen: Die Bearbeitung von Dienstunfallanträgen beispielweise wird durch eine neue Software für die Beschäftigten komfortabler und für die Antragstellenden beschleunigt“, so der Senator.

Weniger Papier, mehr Effizienz

Insbesondere die Digitalisierung der Dienstunfallfürsorge und der Freien Heilfürsorge soll zu einer effizienten und beschleunigten Bearbeitung führen. Dort sind die Arbeitsprozesse bisher überwiegend papierbasiert und mit einem hohen manuellen Aufwand verbunden. Die Gesamtkosten für beide Maßnahmen belaufen sich auf rund 2,9 Millionen Euro.

Die Ausstattung von Performa Nord mit dem Basis.bremen PC – eine laufend aktualisierte Softwareauswahl mit einer leistungsfähigen Hardware mit einheitlichen Standards – und die Einführung des Dokumentenmanagementsystems VIS stärken unter anderem die medienbruchfreie Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen und erhöhen die Ausfallsicherheit. Für das Vorhaben stehen insgesamt rund 974.000 Euro bereit.

Das VOIS-Baukastensystem für das Terminmanagement mit seiner einheitlichen Oberfläche verbessert die Nutzerfreundlichkeit und Effizienz der Terminverwaltung und Kundensteuerung in den Dienststellen. Dafür sind insgesamt 270.000 Euro vorgesehen.

Gespeist wird das Investitionssofortprogramm des Landes Bremen aus Mitteln des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes. Dem Land Bremen stehen daraus in den kommenden Jahren insgesamt 941 Millionen Euro zur Verfügung.



Stichwörter: Panorama, Bremen, Performa Nord


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
William Schmitt leitet den kommunalen IT-Dienstleister Komm.ONE und folgt nun an der Spitze des Kontrollgremiums der govdigital auf Dieter Rehfeld.

Vitako: Neue Vorstandsspitze

[20.07.2026] Digitale Souveränität, KI, Registermodernisierung und knappe Kassen: Die kommunalen IT-Dienstleister stehen vor anspruchsvollen Jahren. Mit William Schmitt rückt nun der bisherige Stellvertreter an die Spitze ihres Bundesverbands Vitako. mehr...

Farbige Sprechblasen, die mit Linien verbunden sind

TSA: Satzungen und Ortsrecht digital verwalten

[20.07.2026] Viele Kommunen stehen vor ähnlichen Herausforderungen bei der Pflege, Veröffentlichung und Bereitstellung von Satzungen und Rechtsvorschriften. Ein von TSA Public Services initiierter Erfahrungsaustausch soll dabei helfen, bewährte Ansätze kennenzulernen. mehr...

Mehrere Personen auf einem Gehweg, schauen auf ein Smartphone

Hamm: App ins Abenteuer Stadtgeschichte

[17.07.2026] App ins Abenteuer Stadtgeschichte: In der App „Heimat Hamm“ verschmelzen auf einem digitalen Stadtrundgang dank Augmented Reality (AR) Geschichte und Gegenwart. mehr...

Kampagnenmotiv von „125 Jahre Stuttgarter Amtsblatt“ in goldenem Design. Auf der rechten Seite sieht man Leseproben auf verschiedenen digitalen Endgeräten und der Printausgabe.

Stuttgart: Amtsblatt auch als E-Paper

[17.07.2026] Das Stuttgarter Amtsblatt informiert seit 125 Jahren über Kommunalpolitik, Verwaltung und Stadtleben. Nun erscheint das offizielle Bekanntmachungsorgan der Stadt auch als E-Paper mit Vorlesefunktion und Archiv. Die Printausgabe bleibt bestehen. mehr...

DLR-Drohne findet Menschen, die in Not geraten sind – hier im Übungsszenario


DLR: Neue Technik für den Katastrophenschutz

[16.07.2026] In einer groß angelegten Übung im Ahrtal haben 16 Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gezeigt, wie neue Technologien – etwa Drohnen oder robotische Systeme – die Prozesse im Katastrophenschutz stärken und verbessern können. mehr...

Eine Person arbeitet an einem Laptop. Über der Tastatur sind grafisch dargestellte digitale Benutzerprofile und Checklisten eingeblendet. Die Illustration symbolisiert die digitale Verwaltung von Nutzerdaten, Identitäten oder Registrierungsprozessen.

Kommune21 im Gespräch: Digitaler Wandel in Baden-Württemberg

[15.07.2026] Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Baden-Württemberg steht vor wichtigen Entscheidungen. Im Webinar „Kommune21 im Gespräch“ werden Roland Bernhard und William Schmitt am 21. Juli 2026 über die künftige Ausrichtung der Verwaltungsdigitalisierung, die Rolle von Komm.ONE und die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen diskutieren. mehr...

Weißer Kopfhörer auf grauer Schreibtischplatte, mit Laptop

Podcast: Verwaltungsdigitalisierung zum Zuhören

[15.07.2026] Ein neuer Podcast des KDO-Tochterunternehmens Public Experts will Verwaltungsdigitalisierung verständlich erklären. In der ersten Folge geht es um die Registermodernisierung – ein Thema mit weitreichenden Auswirkungen auf Verwaltung, Staat und Gesellschaft. mehr...

zwei Männer mit Preis_govdigital mit Top 100 ausgezeichnet

govdigital: Mit TOP 100-Award ausgezeichnet

[10.07.2026] Den TOP 100-Award hat jetzt govdigital erhalten. Die Genossenschaft überzeugte in der Größenklasse bis 50 Mitarbeitende insbesondere in der Kategorie Innovationserfolg sowie durch ihr Wachstum. mehr...

Drohne der Feuerwehr über Wiesbaden

Wiesbaden: Drohne unterstützt Feuerwehr

[09.07.2026] Die Feuerwehr Wiesbaden testet in einem Pilotprojekt eine automatisiert alarmierbare Drohne, die Luftbilder von Einsatzorten liefert. Die Rettungskräfte sollen damit frühzeitig wichtige Informationen erhalten, um Einsätze effizienter planen zu können. mehr...

Cover der Studie von MeisterTask

Umfrage: Bürgermeister möchten schneller digitalisieren

[08.07.2026] Eine Umfrage unter deutschen Bürgermeistern, welche die Firma MeisterTask in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa durchgeführt hat, zeigt: Die Digitalisierung bleibt für Städte und Gemeinden ein zentrales Zukunftsthema, kommt in vielen Rathäusern jedoch nur langsam voran. Vor allem regulatorische Vorgaben, Finanzierungsengpässe und fehlende personelle Ressourcen bremsen die Umsetzung. mehr...

sieben Männer stehen nebeneinander_ekom21 wird Mitglied des VOIS-Vereins

ekom21: Mitglied im VOIS-Verein

[08.07.2026] Als elftes Mitglied ist der hessische IT-Dienstleister ekom21 in den VOIS-Verein aufgenommen worden, dessen Mitglieder neue Lösungen entwickeln, mit denen die Effizienz der Verwaltungstätigkeit erhöht und Bürger direkt online einbezogen werden. mehr...

Kreis Soest: Gesundheitsamt kommuniziert digital

[03.07.2026] Das Gesundheitsamt im Kreis Soest etabliert das Verfahren KIM (Kommunikation im Medizinwesen). Gesundheitsbezogene Dokumente können somit auf elektronischem Wege mit Krankenhäusern, Arztpraxen, Apotheken und anderen Leistungserbringern ausgetauscht werden. mehr...

William-Schmitt_KOMM.One

govdigital: Aufsichtsratsvorsitz bestätigt

[02.07.2026] William Schmitt bleibt für weitere drei Jahre Aufsichtsratsvorsitzender von govdigital. Die bundesweite Genossenschaft öffentlicher IT-Dienstleister bestätigte damit den Komm.ONE-Chef in seiner Rolle, die er bereits seit 2023 ausübt. mehr...

Tochter und Mutter im Seniorenalter im Park mit Smartphone

Digitaltag-Studie: Nachholbedarf bei Digitalkompetenzen

[26.06.2026] Eine Studie im Vorfeld des diesjährigen Digitaltags am 26. Juni zeigt: Ein Drittel der befragten Bürgerinnen und Bürger hat Hemmungen, digitale Angebote – etwa von Banken, Onlineshops oder Behörden – zu nutzen. 
 mehr...

Drei weibliche Hände recken ein Mikrofon und verschiedene Print-Zeitungen hoch; gelber Hintergrund

NEGZ: Woher nehmen Fachleute ihr Digitalwissen?

[18.06.2026] Mit dem Thema Verwaltungsdigitalisierung befasst sich inzwischen eine ganze Reihe von Print- und Online-Publikationen sowie Podcasts. Das NEGZ will nun wissen, welche Medien von Fachleuten gelesen oder gehört werden. Die Umfrage ist in unter fünf Minuten zu schaffen. mehr...