Dienstag, 3. November 2026

E-Government-Wettbewerb 2021Gewinner gekürt

[05.10.2021] Die Gewinner des 20. E-Government-Wettbewerbs stehen fest. Beim Finale konnten sich sieben Wettbewerber in den verschiedenen Kategorien durchsetzen. Bei vielen der ausgezeichneten Projekte spielten Kooperation und smarte Weiternutzung einmal entwickelter Lösungen eine Rolle.
Wie die Digitalisierung in der Verwaltung in allen Bereichen vorangetrieben wird

Wie die Digitalisierung in der Verwaltung in allen Bereichen vorangetrieben wird, zeigen die Gewinnerprojekte des diesjährigen E-Government-Wettbewerbs.

(Bildquelle: Konstantin Gastmann)

Im Rahmen des Ministerialkongresses in Berlin sind jetzt die Preisträger des E-Government-Wettbewerbs 2021 ausgezeichnet worden. Im Jubiläumsjahr des Wettbewerbs, der zum 20. Mal von den Unternehmen BearingPoint und Cisco ausgelobt wurde, hatten 70 Projekt-Teams ihre Vorhaben eingereicht. Unter 19 Finalisten (wir berichteten) aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden die Gewinner in sechs Kategorien ausgewählt. Die Siegerprojekte – von Stadtverwaltungen bis hin zu Bundesministerien – zeigten eindrucksvoll, wie Digitalisierung in der Verwaltung in allen Bereichen mit großem Elan vorangetrieben und innovative Lösungen erarbeitet würden, heißt es in einer Meldung von BearingPoint. Der E-Government-Wettbewerb sei auch ein Fingerzeig für alle Verwaltungen in Deutschland, die sich gerade modernisieren und neue digitale Services einführten.
In der Kategorie „Bestes OZG- oder Registermodernisierungsprojekt“ wurde das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie Nordrhein-Westfalen für das Projekt „Digitalisierung von Verwaltungsleistungen für die Wirtschaft im WSP.NRW“ ausgezeichnet. Das Projekt stelle schon jetzt eine Vielzahl und künftig 350 OZG-Leistungen medienbruchfrei für die Wirtschaft von NRW als EfA-Leistung zur Verfügung und zeichne sich durch einen modularen Ansatz und einen hohen Grad der Nutzerorientierung aus, heißt es dazu in der Begründung der Jury.
In der Kategorie „Bestes Projekt zum Einsatz innovativer Technologien und Infrastrukturen“ ging der Preis an ein Pilotprojekt des österreichischen Bundesministeriums für Digitales und Wirtschaftsstandort, das in seinem Unternehmensserviceportal (USP) KI-basierte Funktionalitäten anbietet, um Unternehmen effektiv bei der Suche nach verfügbaren und für sie zutreffende Fördermöglichkeiten zu unterstützen.
Als „Bestes Digitalisierungsprojekt in Bund, Ländern und Kommunen“ konnte die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) mit ihrer Integrationsplattform für mobilitätsrelevante Daten und Services (MobiData) überzeugen. Mit dem Projekt sei es gelungen, ein Daten-Ecosystem zu Mobilitätsdaten aufzubauen und damit die Nutzung offener Daten in einem aus Klimaperspektive hochrelevanten Bereich zu fördern, so die Jury.
Das „Beste Projekt zur agilen Transformation“ war nach Einschätzung der Jury ein Projekt des deutschen Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin): die Modernisierung der BaFin selbst. Das zugrundeliegende Reformkonzept sei „bahnbrechend“, bemerkenswert etwa der Einsatz eines cross-funktionalen Teams aus Mitarbeitern des BMF, der BaFIn und externer Experten.
Als „Bestes Kooperationsprojekt“ konnten die Stadt Bad Salzuflen, der Landkreis Lippe und seine 15 kreisangehörigen Städte und Gemeinden zeigen, dass interkommunale Kooperation nicht beim gemeinsamen Betrieb von Kläranlagen endet. Positiv fiel die wertschätzende Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und mit der Kreisverwaltung auf – dies sei auch für die kommunale Digitalisierung ein echtes Zukunftsmodell.
Den „Besten Beitrag zur kurzfristigen Krisenbewältigung“ hatten nach Jurymeinung zwei Schweizerische Bundesbehörden geleistet. Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation und das Bundesamt für Gesundheit hatten in kürzester Zeit das komplexe Gemeinschaftsprojekt eines Covid-Zertifikats umgesetzt und dabei den Open-Source-Ansatz verfolgt. Andere Staaten, wie etwa Österreich, hatten von den Arbeiten profitieren können. Auch die „Impfnachrücker-Plattform“ des Landkreises Waldeck-Frankenberg, die auch von anderen Kommunen verwendet werden kann, wurde ausgezeichnet.





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