Sonntag, 4. Oktober 2026

E-Government-Wettbewerb 2021Gewinner gekürt

[05.10.2021] Die Gewinner des 20. E-Government-Wettbewerbs stehen fest. Beim Finale konnten sich sieben Wettbewerber in den verschiedenen Kategorien durchsetzen. Bei vielen der ausgezeichneten Projekte spielten Kooperation und smarte Weiternutzung einmal entwickelter Lösungen eine Rolle.
Wie die Digitalisierung in der Verwaltung in allen Bereichen vorangetrieben wird

Wie die Digitalisierung in der Verwaltung in allen Bereichen vorangetrieben wird, zeigen die Gewinnerprojekte des diesjährigen E-Government-Wettbewerbs.

(Bildquelle: Konstantin Gastmann)

Im Rahmen des Ministerialkongresses in Berlin sind jetzt die Preisträger des E-Government-Wettbewerbs 2021 ausgezeichnet worden. Im Jubiläumsjahr des Wettbewerbs, der zum 20. Mal von den Unternehmen BearingPoint und Cisco ausgelobt wurde, hatten 70 Projekt-Teams ihre Vorhaben eingereicht. Unter 19 Finalisten (wir berichteten) aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden die Gewinner in sechs Kategorien ausgewählt. Die Siegerprojekte – von Stadtverwaltungen bis hin zu Bundesministerien – zeigten eindrucksvoll, wie Digitalisierung in der Verwaltung in allen Bereichen mit großem Elan vorangetrieben und innovative Lösungen erarbeitet würden, heißt es in einer Meldung von BearingPoint. Der E-Government-Wettbewerb sei auch ein Fingerzeig für alle Verwaltungen in Deutschland, die sich gerade modernisieren und neue digitale Services einführten.
In der Kategorie „Bestes OZG- oder Registermodernisierungsprojekt“ wurde das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie Nordrhein-Westfalen für das Projekt „Digitalisierung von Verwaltungsleistungen für die Wirtschaft im WSP.NRW“ ausgezeichnet. Das Projekt stelle schon jetzt eine Vielzahl und künftig 350 OZG-Leistungen medienbruchfrei für die Wirtschaft von NRW als EfA-Leistung zur Verfügung und zeichne sich durch einen modularen Ansatz und einen hohen Grad der Nutzerorientierung aus, heißt es dazu in der Begründung der Jury.
In der Kategorie „Bestes Projekt zum Einsatz innovativer Technologien und Infrastrukturen“ ging der Preis an ein Pilotprojekt des österreichischen Bundesministeriums für Digitales und Wirtschaftsstandort, das in seinem Unternehmensserviceportal (USP) KI-basierte Funktionalitäten anbietet, um Unternehmen effektiv bei der Suche nach verfügbaren und für sie zutreffende Fördermöglichkeiten zu unterstützen.
Als „Bestes Digitalisierungsprojekt in Bund, Ländern und Kommunen“ konnte die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) mit ihrer Integrationsplattform für mobilitätsrelevante Daten und Services (MobiData) überzeugen. Mit dem Projekt sei es gelungen, ein Daten-Ecosystem zu Mobilitätsdaten aufzubauen und damit die Nutzung offener Daten in einem aus Klimaperspektive hochrelevanten Bereich zu fördern, so die Jury.
Das „Beste Projekt zur agilen Transformation“ war nach Einschätzung der Jury ein Projekt des deutschen Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin): die Modernisierung der BaFin selbst. Das zugrundeliegende Reformkonzept sei „bahnbrechend“, bemerkenswert etwa der Einsatz eines cross-funktionalen Teams aus Mitarbeitern des BMF, der BaFIn und externer Experten.
Als „Bestes Kooperationsprojekt“ konnten die Stadt Bad Salzuflen, der Landkreis Lippe und seine 15 kreisangehörigen Städte und Gemeinden zeigen, dass interkommunale Kooperation nicht beim gemeinsamen Betrieb von Kläranlagen endet. Positiv fiel die wertschätzende Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und mit der Kreisverwaltung auf – dies sei auch für die kommunale Digitalisierung ein echtes Zukunftsmodell.
Den „Besten Beitrag zur kurzfristigen Krisenbewältigung“ hatten nach Jurymeinung zwei Schweizerische Bundesbehörden geleistet. Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation und das Bundesamt für Gesundheit hatten in kürzester Zeit das komplexe Gemeinschaftsprojekt eines Covid-Zertifikats umgesetzt und dabei den Open-Source-Ansatz verfolgt. Andere Staaten, wie etwa Österreich, hatten von den Arbeiten profitieren können. Auch die „Impfnachrücker-Plattform“ des Landkreises Waldeck-Frankenberg, die auch von anderen Kommunen verwendet werden kann, wurde ausgezeichnet.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Personengruppe unter einer goldenen 50

ab-data: 50 Jahre Softwareentwicklung

[02.10.2026] Mit mehr als 100 Gästen feierte das Softwareunternehmen ab-data sein 50-jähriges Bestehen am historischen Ursprungsort. Neben Erinnerungen an die Gründungszeit ging es um das neue Finanzwesen VOIS|FIWE und die Bedeutung kommunaler Plattformen für die Digitalisierung. mehr...

Drohne in der Luft, im Hintergrund ist verschwommen ein Gebäude der Feuerwehr Hanau zu sehen

rescueTablet: Aus der Luft direkt ins Lagebild

[02.10.2026] Die Einsatzplattform rescueTablet kann jetzt Live-Luftbilder und Telemetriedaten von Drohnen einbinden. Einsatzleitungen sollen dadurch bei Bränden, Hochwasser oder Sucheinsätzen schneller einen Überblick über die Lage erhalten. mehr...

OZG: Kommunen sollten sich startklar machen.

Aachen/Mannheim: G24 geht in die Praxis

[28.09.2026] Aachen und Mannheim erproben den Kombiantrag des Bund-Länder-Projekts G24. Er verbindet Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung. Aachen bietet das Verfahren bereits vollständig online an, Mannheim folgt schrittweise. Langfristig sollen Gründungen binnen 24 Stunden möglich sein. mehr...

NeXT: Nachnutzung praktisch angehen

[28.09.2026] Ein neues Paper des NeXT-Netzwerks gibt Beschäftigten aller föderalen Ebenen praktische Hinweise, wie sie digitale Lösungen für andere bereitstellen oder selbst übernehmen können. Ein Schnellcheck führt zu den passenden Empfehlungen und weiterführenden Ressourcen. mehr...

Panoramablick über Berlins Innenstadt, in der Mitte der Fernsehturm, im Hintergrund dramatische Wolken

Berlin: Digitale Bürgerdienste holen auf

[25.09.2026] Bei der Verwaltungsdigitalisierung in Berlin geht es voran: Mehr als die Hälfte der 100 meistgenutzten Bürgerdienstleistungen ist inzwischen digital verfügbar. Nachholbedarf besteht allerdings bei der tatsächlichen Online-Nutzung und der Medienbruchfreiheit. mehr...

Person am Laptop, am Bildschirm ein Mock-Up-Umfrageformular, sonniger Schreibtisch mit Muffins

Verwaltungsmonitor 2026: Digitale Transformation im Arbeitsalltag

[24.09.2026] Eine neue bundesweite Befragung richtet den Blick auf die Menschen, die Verwaltungsdigitalisierung erleben und gestalten. Beschäftigte aller Verwaltungsebenen können bis Ende Oktober 2026 online und anonym teilnehmen. Durchgeführt wird die Untersuchung vom Netzwerk NExT und dem Kompetenzzentrum Öffentliche IT. mehr...

Jemand schaut sich die Stadtblatt Online-Ausgabe am Handy an


Heidelberg: Stadtblatt wird digital

[18.09.2026] Heidelberg stellt die Verteilung seines Stadtblatts neu auf. Statt einer Zustellung an alle Haushalte setzt die Stadt künftig vor allem auf die digitale Ausgabe. mehr...

Junge Frau zwischen Archivregalen streckt ihr Handy Richtung Kamera

Gütersloh: Webseite zur Stadtgeschichte in neuem Look

[11.09.2026] Die Stadt Gütersloh hat den Bereich zur Stadtgeschichte auf ihrer Website grundlegend überarbeitet. Inhalte wurden neu geordnet und verknüpft, historische Abbildungen durch hochauflösende Digitalisate ersetzt und weitere Seiten um Bilder, Videos und Links ergänzt. mehr...

Mpck-up der Schwammstadt-App

Berlin: Klimaanpassung spielerisch erfahren

[11.09.2026] Mit dem Online-Spiel Schwammtastisch soll das Konzept der Schwammstadt für Berlinerinnen und Berliner anschaulich werden. Straßen und Plätze lassen sich digital mit Bäumen, Pflanzstreifen oder Regenwassernutzung umgestalten und deren Wirkung erkunden. mehr...

Roboterhand tippt auf einem Computerkeyboard

Studie: Automatisierungspotenzial in Behörden nicht ausgeschöpft

[09.09.2026] Eine Studie von Foundry, UiPath und Materna zeigt deutliche Lücken bei der Digitalisierung deutscher Behörden: Nach Einschätzung der Befragten könnten 49 Prozent der Verwaltungsaufgaben automatisiert werden, tatsächlich sind es erst 23 Prozent. Zudem ist ein Drittel der Leistungen noch komplett offline. mehr...

Ausstellung des Goldenen Buches der Stadt Ulm im Rathausfoyer

Ulm: Goldenes Buch ist digital erlebbar

[04.09.2026] Das Goldene Buch der Stadt Ulm können Gäste im Rathaus via Touchbildschirm ab sofort digital durchblättern. mehr...

Ein rotes und viele weiße 3D-Paragrafensymbole auf heller Oberfläche.
bericht

GEAS-Reform (2): Was jetzt auf die Verwaltung zukommt

[03.09.2026] Neue Verfahren, angepasste IT-Systeme und komplexere Rechtsfragen: Mit der GEAS-Reform wächst der Umsetzungsaufwand für die beteiligten Behörden. Sie müssen europäische und nationale Vorgaben stärker gemeinsam berücksichtigen - und up to date bleiben. mehr...

Ein rotes und viele weiße 3D-Paragrafensymbole auf heller Oberfläche
bericht

GEAS-Reform (1): Die rechtlichen Implikationen

[02.09.2026] Die GEAS-Reform regelt wesentliche Bereiche des Asylrechts nun durch unmittelbar geltende EU-Verordnungen. Damit sinken nationale Gestaltungsspielräume, während die Anforderungen an Rechtsanwendung und Verwaltungsvollzug steigen. mehr...

KGSt/Helmut-Schmidt-Universität Hamburg: Agile Arbeitsweisen in Kommunen

[01.09.2026] Die KGSt und die Hamburger Helmut-Schmidt-Universität wollen herausfinden, wie agile Arbeitsweisen in Kommunalverwaltungen eingeführt und etabliert werden. Für eine kurze Umfrage werden noch Personen gesucht, die agiles Arbeiten in ihrer Kommune voranbringen. mehr...

Screenshot: Mann im dunklen Anzug vor professionell ausgeleuchteter heller Wand

Vitako: Schlaglichter auf kommunale Digitalisierung

[31.08.2026] Mit einer neuen YouTube-Reihe zeigt Vitako Perspektiven aus der öffentlichen IT in kurzen Videos. In den ersten Beiträgen geht es um verlässliche digitale Infrastrukturen, digitale Souveränität und interkommunale Zusammenarbeit. mehr...