Merseburger DigitaltageInnovation, Praxisnähe und Zusammenarbeit

Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Merseburger Digitaltage handelte es sich unter anderem um Fachleute aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.
(Bildquelle: Vincent Grätsch)
Rund 700 Fachleute aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft kamen am 27. und 28. August 2025 zu den Merseburger Digitaltagen (wir berichteten) auf dem Campus der Hochschule Merseburg zusammen. Das teilt jetzt das Unternehmen brain-SCC mit, das zu den Veranstaltern der Digitaltage zählt. Unter dem Motto „Smart City und Digitale Verwaltung – Wir gehen den nächsten Schritt!“ stellten Letztere die digitale Teilhabe, Innovation und den praxisnahe Austausch in Mittelpunkt.
Ein Höhepunkt war die Vorstellung der Merseburger Erklärung 2025 (wir berichteten) durch Torsten Ringling, Bürgermeister der Gemeinde Schkopau. Das strategische Positionspapier zeigt konkrete Schritte für die digitale Transformation in Kommunen und Verwaltungen auf und soll als Leitlinie für die kommenden Jahre dienen. „Mit der Verabschiedung der Merseburger Erklärung haben wir ein starkes Signal für Innovation, Zusammenarbeit und Verantwortung gesendet“, kommentiert dies brain-SCC-Geschäftsführer Sirko Scheffler.
Im Rahmen der Digitaltage gaben hochkarätige Redner Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Digitalisierung in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus. Dazu zählten Sachsen-Anhalts Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Lydia Hüskens, André Göbel, Präsident der Föderalen IT-Kooperation (FITKO), der Thüringer Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (TLfDI), Tino Melzer, Alexander Handschuh, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Sabine Odparlik, Fachbereichsleiterin Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung der Stadt Halle (Saale) und Maria Christina Rost, Landesbeauftragte für den Datenschutz Sachsen-Anhalt.
Am zweiten Tag standen Workshops, Fachvorträge und der 17. brain-SCC Anwendertag im Vordergrund. Formate wie die Schkopauer Runde, die Digital-Lotsen Sachsen-Anhalt und das Kompetenzzentrum Stadtumbau ermöglichten einen praxisnahen Wissenstransfer und stärkten kommunale Digitalstrategien.
Im August 2026 geht es weiter
Wie brain-SCC weiter mitteilt, präsentierten während der Digitaltage mehr als 30 Aussteller innovative, digitale Lösungen – von Verwaltungstools bis hin zu Bürgeranwendungen wie dem Onlineausweis von buergerservice.org. In vier Ausstellerforen fanden kompakte Softwarepräsentationen statt. Auch wurden hier Best Practices vorgestellt. Nicht zuletzt präsentierte der HoMe-Startup-Service des Gründungscampus HoMe Angebote für Gründungsinteressierte.
„Die Verwaltung braucht mehr Mut, um neue Wege zu gehen“, sagt Christina Kleinert, Dezernentin Innere Verwaltung und Öffentliche Ordnung beim Saalekreis. „Verwaltung ist kein Selbstzweck, wir sind für die Menschen da. Ziel muss es also sein, dass wir nutzerfreundlicher werden und näher an die Menschen heranrücken. Wir müssen leichter erreichbar sein und weniger bürokratisch. Solche umgreifenden Veränderungen fallen leichter, wenn man besser Bescheid weiß, um was es geht, was möglich ist und welche Vorteile es mitbringt, wenn man etwas verändert. Die Merseburger Digitaltage sind in unserer Region und darüber hinaus die ideale Plattform, um sich umfassend zu informieren, auszutauschen und zu netzwerken. Neue Lösungsansätze, Anwendungen und Technologien können sich präsentieren und dabei helfen, Ängste und Befürchtungen abzubauen und Lust auf Neues zu machen.“
Sirko Scheffler ergänzt: „Mit den Merseburger Digitaltagen und den rund 700 Teilnehmenden konnten wir zeigen, dass wir bei der Digitalisierung der Verwaltung bereits weiter sind, als vielfach angenommen. Besonders stolz sind wir auf die Digitale Baugenehmigung als Erfolgsmodell: Die 43.103 Vorgänge in 219 produktiven Bauportalen in inzwischen 13 mitnutzenden Ländern belegen, wie praxisnah und flächendeckend Digitalisierung gelingen kann – und weitere Kommunen werden in Kürze folgen.“
Initiatoren der Merseburger Digitaltage sind neben brain-SCC das Unternehmen MITZ, die Hochschule Merseburg, die Stadt Merseburg, die Stadt Halle (Saale), der Saalekreis sowie das Ministerium für Infrastruktur und Digitales Sachsen-Anhalt. Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem von buergerservice.org, dem Cluster IT Mitteldeutschland, dem Databund, Kommune X.0 und dem Zukunftszentrum Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt.
Die fünften Merseburger Digitaltage werden laut brain-SCC am 26. und 27. August 2026 stattfinden.
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