Freitag, 11. September 2026

HannoverKI für die Pflege von Grünflächen

[31.10.2024] Mit dem Projekt „BlueGreenCity-KI“ bewirbt sich die Stadt Hannover um Fördermittel des Bundesumweltministeriums zum Thema „KI-Leuchttürme für den Natürlichen Klimaschutz“. Im Rahmen des Projekts soll ein KI-Tool für eine nachhaltige Bewässerung, Pflege und Verwaltung der städtischen grünen Infrastruktur entwickelt werden.
Ein Mann bewässert mit einem Gartenschlauch einen Straßenbaum

Im Projekt BlueGreenCity-KI will die Stadt Hannover mithilfe von KI die Bewässerungs- und Pflegeplanung ihrer grünen Infrastruktur optimieren.

Benjamin Stahl vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün Hannover bei der Bewässerung eines Straßenbaums.

Die Stadt Hannover hat gute Chancen, für ihr Projekt „BlueGreenCity-KI“ Fördergelder des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) in Höhe von 1,9 Millionen Euro zu erhalten. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, konnte sich das Vorhaben für eine Vollantragstellung zur Förderung qualifizieren. Der Antrag folgte einem dritten Förderaufruf des BMUV zum Thema „KI-Leuchttürme für den Natürlichen Klimaschutz“. Gesucht wurden digitale Projekte mit Leuchtturmcharakter, die mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) den natürlichen Klimaschutz vorantreiben, Treibhausgasemissionen vermeiden oder vermindern, die biologische Vielfalt schützen und fördern und zur Klimaanpassung beitragen.

Das Projekt „BlueGreenCity-KI“ führt die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover gemeinsam mit der Leibniz Universität Hannover, der Hochschule Darmstadt und der Datenbankgesellschaft in Berlin durch; der Projektstart ist bereits für das Frühjahr 2025 vorgesehen, das Projekt hat eine Laufzeit von 30 Monaten.

Ziel von BlueGreenCity-KI ist nach Angaben der Stadt Hannover die Entwicklung eines KI-Tools für die Pflege-, Kontroll- und Bewässerungsplanung kommunaler grüner Infrastruktur unter Verwendung alternativer Wasserressourcen. „Das Forschungsprojekt widmet sich dem natürlichen Klimaschutz durch nachhaltige Bewässerung, Pflege und Verwaltung der städtischen grünen Infrastruktur am Beispiel der Stadtbäume“, erläutert Manuel Kornmayer, Bereichsleiter Grünflächen im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Stadt Hannover. „Dabei optimiert die KI die Bewässerungs- und Pflegeplanung, indem sie auf Basis von Sensordaten, Stadtklimakarten, bestehenden Pflegekatastern und standortbezogenen Informationen automatisierte Handlungsempfehlungen für die grüne Infrastruktur generiert“, so Professor Jochen Hack von der Hochschule Darmstadt.

Das Projekt nutzt Geo-Informationstechnologie und KI, um raumbezogene Daten zu analysieren und auszuwerten. „Die KI priorisiert die Pflege und Bewässerung von Stadtbäumen, unterstützt bei der Entscheidung für neue Standorte, entwickelt einen Digitalen Zwilling der Wasserspeicherinfrastruktur und ermöglicht automatisierte Vorhersagen für die individuelle Bewässerungsmenge jedes Stadtbaums“, ergänzt Professorin Antje Backhaus von der Leibniz Universität Hannover.

Die KI lernt mithilfe mobil erfasster Daten. Sie wird bedienungsfreundlich in das bestehende Grünflächenmanagementsystem der Stadt Hannover integriert, um ressourcenschonende und effiziente Bewässerungstouren zu planen und alternative Wasserressourcen zu nutzen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Stuttgarter Schlossplatz mit Jubiläumssäule bei gutem Wetter, Menschen sitzen auf der Wiese.

Smart City Index 2026: Stuttgart übernimmt die Spitze

[09.09.2026] Stuttgart führt erstmals den Smart City Index des Digitalverbands Bitkom an und verdrängt München auf Rang 2. Hamburg folgt auf Platz 3. Mönchengladbach, Bremen, Erlangen und Hildesheim zählen zu den größten Aufsteigern unter den deutschen Großstädten. mehr...

Stadtansicht Braunschweig

Braunschweig: Innovationsstrategie für die digitale Zukunft

[09.09.2026] Für die digitale Transformation der Verwaltung hat Braunschweig eine Innovationsstrategie vorgelegt, über die der Rat Ende September entscheidet. Sie umfasst den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Cloud-Lösungen sowie den Aufbau einer urbanen Datenplattform. mehr...

Smart-City-Plattformen: Neuer DIN-Standard veröffentlicht

[07.09.2026] Handlungsempfehlungen für den Aufbau resilienter, skalierbarer und nachhaltiger Smart-City-Infrastrukturen liefert jetzt die neue DIN SPEC 91377 zu „Datenmodellen und Protokollen in offenen urbanen Plattformen“. mehr...

Wolfsburg: Virtuelles Modell für reale Planungen

[02.09.2026] Das virtuelle Wolfsburg ist fertig. Der vollständig auf Open-Source-Technologien basierende digitale Stadtzwilling bündelt unter anderem Klima-, Wetter- und Straßenzustandsdaten und soll städtebauliche Vorhaben anschaulicher machen – für die Planenden ebenso wie für Bürgerinnen und Bürger. mehr...

Lächelnde Frau im geblümten Sommerkleid vor einem großen Monitor.

Hanau: Mit einem Klick informiert

[31.08.2026] Hanau hat eine öffentliche Datenplattform freigeschaltet, die Live-Informationen zu Parkraum, Innenstadtfrequenz und Wetter bündelt. Das browserbasierte Dashboard ist kostenlos und ohne Anmeldung verfügbar und soll um weitere Smart-City-Anwendungen ergänzt werden. mehr...

Drei Menschen mit Spaten, im Hintergrund ein orangefarbenes Baufahrzeug

Grünpflege: Smart Gießen in Augsburg

[31.08.2026] Augsburg baut die sensorgestützte Bewässerung seiner Stadtbäume aus. Messwerte aus mehreren Bodenschichten und Wetterdaten zeigen, wann und wo gegossen werden muss. So will die Stadt Wasser sparen, Pflegefahrten reduzieren und ihr Grün besser durch Trockenperioden bringen. mehr...

Smart-City-Strategie: Für viele Kommunen eine Herausforderung.

Smart City: Offenheit als Schutz vor Abhängigkeiten

[24.08.2026] Kommunen sollten ihre Smart-City-Infrastruktur so aufbauen, dass Systeme verschiedener Hersteller zusammenarbeiten und Daten unter kommunaler Kontrolle bleiben. Armin Mühlberger von sixData hat in einem Interview vor langfristigen Abhängigkeiten gewarnt und sieht offene Schnittstellen als Voraussetzung für flexible und sichere digitale Infrastrukturen. mehr...

Kartenansicht in Grau mit gelben, grünen und orangenen Punkten.

Karlsruhe: Kleinräumige Daten zum Stadtklima

[21.08.2026] Karlsruhe gehört zu den heißesten Städten in Deutschland. Hunderte Klimasensoren erheben nun detaillierte Daten zum Stadtklima, die auf einer Online-Karte ausgewertet werden können. Die Stadt hat bereits vor mehr als zehn Jahren ihre erste Klimaanpassungsstrategie veröffentlicht. mehr...

Ein Wasserhahn, aus dem Euroscheine fließen, wird von der Hand eines Mannes im schauten Anzu zugedreht
bericht

Serie Smart Cities, Teil 5: Digitalisierung verstetigen

[13.08.2026] In vielen Kommunen wurde die Einführung digitaler Lösungen mithilfe von Fördermitteln angestoßen. Was ist nun zu tun, um die Smart-City-Projekte auch nach dem Ende des Förderzeitraums finanzierbar zu machen und fest in den kommunalen Prozessen zu verankern? mehr...

Geflutete Straße in Deutschland, Schild Hochwasser im Vordergrund

Studie: Digitale Hochwasservorsorge

[10.08.2026] Eine neue Publikation aus der Begleitforschung des Programms Modellprojekte Smart Cities zeigt anhand mehrerer Praxisbeispiele, wie digitale Lösungen Kommunen bei der Hochwasservorsorge unterstützen. mehr...

Messfahrzeug zum Erfassen des Straßenzustands

Dresden: Straßenzustand smart erfasst

[07.08.2026] In der Smart City Dresden erfolgt derzeit eine Befahrung im gesamten Stadtgebiet, um den Zustand des Straßennetzes digital zu erfassen. In Kombination mit Sensordaten soll das der Stadt künftig ermöglichen, die finanziellen Mittel für den Straßenbau mit dem größtmöglichen Nutzen einzusetzen. mehr...

Abholboxen für Pässe oder Urkunden unweit des Wiesbadener Bürgerbüros.
bericht

Serie Digitalstädte: Stadt der Pilotprojekte

[04.08.2026] Wiesbaden setzt bei der Digitalisierung auf einen ganzheitlichen Ansatz. Bürgerorientierung steht bei allen Vorhaben im Vordergrund. Gleichzeitig beteiligt sich Hessens Landeshauptstadt an zwei prestigeträchtigen Pilotprojekten des Bundesdigitalministeriums. mehr...

Silke Lehnhardt
interview

Interview: Mehr Mut zum Ausprobieren

[04.08.2026] Silke Lehnhardt hat nach 30 Jahren Privatwirtschaft den Wechsel in die Verwaltung gewagt. In Wiesbaden leitet sie nun das Amt für Innovation, Organisation und Digitalisierung. mehr...

Gruppenbild mit Förderurkunde im Schatten eines Baumes

Dietzenbach: Nachhaltiger und noch smarter

[04.08.2026] Dietzenbach erweitert sein Smart-City-System um ein Energiemonitoring und eine automatisierte Wintergefahrenerkennung. Dafür integriert die Stadt erprobte Anwendungen anderer hessischer Kommunen in ihre bestehende Datenplattform. mehr...

Ein Sensor an einem Baum im Tennenloher Forst, im Hintergrund eine Feuerwehrkraft

Katastrophenschutz: Waldbrände mit KI frühzeitig erkennen

[03.08.2026] Im Rahmen des Projekts SmartForestFire entwickelt das Fraunhofer Cluster für kognitive Technologien CCIT ein KI-gestütztes Frühwarnsystem, um Brände schneller zu erkennen, Fehlalarme zu reduzieren und insbesondere kleinere oder kritische Waldgebiete effizient überwachen zu können. Im Tennenloher Forst bei Erlangen wird es aktuell unter realen Bedingungen erprobt. mehr...